Bild: Porsche AG, über den Porsche Newsroom.

Bei Porsche könnten weitere rund 4.100 Stellen wegfallen. Das geht aus Unterlagen von Volkswagen hervor, über die Handelsblatt berichtet hat. Porsche und Volkswagen haben die Information nicht bestätigt. Reuters zufolge lehnten beide Unternehmen eine Stellungnahme zu den Unterlagen ab.

Die Zahl ist noch nicht offiziell bestätigt

Die auf Ebene des Volkswagen-Aufsichtsrats diskutierten Unterlagen sollen einen Abbau von „etwa 4.100 Beschäftigten“ bei Porsche vorsehen. Handelsblatt bringt die Maßnahme mit einer Lücke bei den Gemeinkosten von rund 700 Millionen Euro in Verbindung. Die Stellen würden dem Bericht zufolge zusätzlich zu bestehenden Vereinbarungen wegfallen.

Ein Zeitplan und die konkrete Umsetzung sind nicht bekannt. Reuters weist darauf hin, dass Volkswagen Maßnahmen für Porsche empfehlen kann, sie dem Stuttgarter Sportwagenhersteller aber nicht einseitig vorschreiben kann.

Ein offizielles Paket sieht bereits 5.000 Stellen vor

Im Juli vereinbarten Porsche und die Arbeitnehmervertreter ein Paket, das den sozialverträglichen Abbau weiterer 5.000 Stellen bis 2035 vorsieht. Porsche nannte vor allem natürliche Fluktuation, demografische Effekte, zusätzliche Altersteilzeit und freiwillige Aufhebungsverträge als Instrumente.

Das Paket verlängert außerdem den Beschäftigungs- und Standortschutz für Zuffenhausen und Weissach bis Ende 2035. Porsche will insgesamt 2,1 Milliarden Euro in die beiden Standorte investieren und schließt während des Schutzzeitraums betriebsbedingte Kündigungen aus.

Hintergrund der Neuaufstellung

Porsche ordnet sein Geschäft nach dem Absatzrückgang in China und Änderungen an der Elektroauto-Strategie neu. Im ersten Halbjahr 2026 lieferte das Unternehmen 122.306 Fahrzeuge aus, 16 % weniger als im Vorjahreszeitraum.

Die Zahl von 4.100 bleibt damit zunächst ein Medienbericht und ist keine veröffentlichte Entscheidung von Porsche. Das Unternehmen hat nicht erklärt, ob ein möglicher zusätzlicher Abbau in den im Juli genannten 5.000 Stellen enthalten wäre oder darüber hinausginge.

Quellen