Alfa Romeo hat den 33 Stradale Perla Nera im Museum der Marke in Arese vorgestellt. Das Fahrzeug ist das einzige Exemplar der auf 33 Autos begrenzten Serie mit einer vollständig sichtbaren Karosserie aus matter Carbonfaser. Den Namen hat der Eigentümer selbst gewählt und registriert. Bis zum 18. Oktober 2026 bleibt der Wagen im Alfa Romeo Museum ausgestellt.

Perla Nera ist keine eigene Motor- oder Leistungsversion. Es handelt sich um eine individuelle Bestellung aus dem Personalisierungsprogramm Bottega Alfa Romeo, die in einem Austausch zwischen dem Eigentümer und dem Centro Stile Alfa Romeo entstanden ist. Die Änderungen betreffen Außenhaut, Innenraum und Gepäck, während die Grundarchitektur und der V6-Antrieb des 33 Stradale erhalten bleiben.

Das einzige Fahrzeug mit sichtbarem Carbon

Bei den übrigen 33 Stradale liegt die Carbonfaser unter der äußeren Oberfläche. Perla Nera zeigt das Material dagegen vollständig und verzichtet auf einen normalen Lack. Die matte Oberfläche macht das Carbongewebe zum wichtigsten grafischen Element der Karosserie.

Alfa Romeo erklärt, dass die Fasern in einer besonderen Anordnung verlegt wurden, um den Formen, Symmetrien und Volumen der Karosserie zu folgen. Das Ergebnis entsteht nicht allein durch das Weglassen von Farbe. Die Techniker positionierten die Fasern von Hand, damit das Muster über die einzelnen Flächen des Fahrzeugs hinweg stimmt. Auf der Motorhaube ist ein V-förmiges Motiv zu sehen, während sich ein Fischgrätenmuster von der Front in Richtung Dach fortsetzt.

Die schwarzen Räder und die reduzierte Zahl dekorativer Elemente folgen derselben Gestaltung. Alfa Romeo nennt das vordere Emblem und den Schriftzug am Heck als einige der wenigen Details, die die dunkle Fläche unterbrechen. Eine konkrete Gewichtsersparnis durch die fehlende Lackierung nennt der offizielle Herstellertext nicht. Deshalb sollte Perla Nera nicht mit einer unbelegten Gewichtsangabe beschrieben werden.

Der Unterschied zu einer schwarz lackierten Karosserie liegt im Material selbst. Lack würde Ausrichtung und Struktur des Carbongewebes verdecken. Bei Perla Nera ist die Anordnung jeder Schicht Teil des Designs. Die optische Gleichmäßigkeit hängt somit von der Karosserieform und der Handarbeit in jeder einzelnen Zone ab.

Ein Innenraum für den Eigentümer

Die individuelle Gestaltung setzt sich im Innenraum fort. Schwarze Alcantara bedeckt große Teile der Oberflächen, während Carbonfaser-Elemente die Verbindung zur Karosserie herstellen. Sitze und Kopfstützen wurden für den Eigentümer neu gestaltet. Der Sportsitz wurde in speziellen Sitzungen auf Komfort, Sitzposition und Seitenhalt abgestimmt.

Nach Angaben von Alfa Romeo änderte das Team nicht nur die Abmessungen des Sitzes. Auch die für die Marke typische „Cannelloni“-Polsterung wurde neu ausgearbeitet und an Türverkleidungen und Einstiegsleisten wieder aufgenommen. Das Muster verbindet die einzelnen Bereiche des Innenraums, ohne ein zusätzliches Farbschema einzuführen.

Die Kopfstütze wurde überarbeitet, um die Kontaktfläche anzupassen und einen Carbon-Einsatz mit dem Namen Perla Nera aufzunehmen. Der Name steht außerdem auf einer speziellen Plakette in der Tür und im Bereich des Handschuhfachs. Der Alfa-Romeo-Drehwähler trägt die Initialen des Kunden. Schwarze Alcantara-Gepäckstücke mit einem nummerierten Badge gehören ebenfalls zur Sonderausstattung.

Die Symbole Quadrifoglio und Autodelta befinden sich im Innenraum. Sie verändern die Mechanik nicht, stellen aber die Verbindung zur Motorsportgeschichte von Alfa Romeo und zum Namen Autodelta her, der mit den Rennsportaktivitäten der Marke verbunden ist.

Der V6 bleibt unverändert

Perla Nera wird von einem 3,0-Liter-V6 mit zwei Turboladern und mehr als 630 PS angetrieben. Dazu kommen ein Achtgang-Doppelkupplungsgetriebe und Hinterradantrieb. Alfa Romeo nennt eine Höchstgeschwindigkeit von 333 km/h und eine Beschleunigung von 0 auf 100 km/h in weniger als drei Sekunden.

Der 33 Stradale nutzt ein H-förmiges Aluminium-Chassis und eine Carbonfaser-Monocoque-Struktur. Diese Komponenten gehören zur Modellarchitektur und sind nicht exklusiv für Perla Nera. Alfa Romeo erklärt nicht, dass die sichtbare Carbonkarosserie oder der individuell gestaltete Innenraum Leistung, Getriebe, Höchstgeschwindigkeit oder Beschleunigung verändern.

Alfa Romeo hat den 33 Stradale zuvor mit einem V6 und einer elektrischen Antriebsversion beschrieben. In der Mitteilung zu Perla Nera wird dieses Fahrzeug jedoch mit dem V6 vorgestellt. Es gibt keine offizielle Angabe, dass der Einzelwagen elektrisch angetrieben wird oder eine andere Mechanik als die übrigen V6-Fahrzeuge der Serie besitzt.

Das erste Bottega-Alfa-Romeo-Projekt

Perla Nera ist das erste offiziell vorgestellte Projekt unter dem Namen Bottega Alfa Romeo. Bottega gehört zu BOTTEGAFUORISERIE, dem Atelier für stark individualisierte Fahrzeuge von Alfa Romeo und Maserati. Dort können gemeinsam mit Kunden Details entwickelt werden, die nicht in einer normalen Ausstattungsliste stehen.

In diesem Fall führte der Wunsch des Eigentümers zu einem vollständig schwarzen Fahrzeug, dessen sichtbare Carbonfaser zugleich die Außenhaut bildet. Alfa Romeo beschreibt den Auftrag als Umsetzung der Vorstellungen eines leidenschaftlichen Sammlers und Kenners der Automobilwelt. Die Identität des Kunden und der Preis der Sonderanfertigung wurden nicht veröffentlicht.

Ein einzelner Perla Nera verändert die Gesamtzahl der Serie nicht. Alfa Romeo baut 33 Exemplare des 33 Stradale, und Perla Nera ist eines davon. Der Unterschied liegt in der individuellen Ausführung und in der Entscheidung, das Strukturmaterial als endgültige Außenfläche zu verwenden.

Bis zum 18. Oktober in Arese

Alfa Romeo präsentierte das Fahrzeug am 28. September 2026 im Museum von Arese. Perla Nera bleibt dort bis einschließlich 18. Oktober zu sehen und wird danach an den Eigentümer übergeben. Wo das Fahrzeug anschließend aufbewahrt oder ausgestellt wird, ist nicht bekannt.

Besucher können damit einen 33 Stradale in einer Ausführung sehen, die innerhalb der Serie nicht wiederholt wird. Für den Eigentümer ist es ein Auftrag, der an persönlichen Anforderungen an Design und Ergonomie ausgerichtet wurde. Mechanisch behält Perla Nera den Biturbo-V6, das Achtganggetriebe, den Hinterradantrieb und die veröffentlichten Leistungsdaten des 33 Stradale.

Quellen