Offizielles Mercedes-Benz-Foto eines elektrischen G 580. Das Bild zeigt nicht den Prototypen des Little G.
Mercedes-Benz: Der Little G soll andere Käufer ansprechen
Mercedes-Benz entwickelt einen kompakten Geländewagen mit Verbindung zur G-Class. Das Projekt wird derzeit als „Little G“ bezeichnet, wobei der Name für das Serienfahrzeug noch nicht bestätigt ist. Die jüngsten Aussagen der Führungskräfte erklären vor allem die Positionierung: Stefan Weckbach von Mercedes-AMG sagt, dass das neue Modell ein anderes Segment und nicht dieselben Kunden wie die große G-Class ansprechen soll.
Das Projekt ist bestätigt, der Termin nicht
Mercedes-Benz hat offiziell angekündigt, die G-Class-Familie um ein kleineres Fahrzeug zu erweitern. Konzernchef Ola Källenius hat mehrfach erklärt, dass das Modell innerhalb von weniger als 24 Monaten nach seinen Aussagen erscheinen soll. Daraus lässt sich ein möglicher Vorstellungstermin um 2028 ableiten. Es handelt sich aber nicht um ein bestätigtes Datum für die Präsentation oder den Verkaufsstart.
Mercedes hat weder den endgültigen Namen noch den Preis, die Abmessungen oder die technischen Daten veröffentlicht. „Little G“ und „Baby G“ sind informelle Bezeichnungen aus Medienberichten und der Community. Erlkönige mit Tarnung zeigen ebenfalls nicht sicher, wie die Serienkarosserie, der Innenraum oder der Kofferraum aussehen werden.
Warum ein anderer Kunde?
Weckbach beschreibt eine Produktstrategie und nicht nur einen Unterschied bei der Länge. Die aktuelle G-Class ist ein großes SUV mit einer eigenen Geschichte, einer besonderen Konstruktion und einer klaren Ausrichtung auf schwieriges Gelände. Viele Kunden kaufen sie gerade wegen ihrer Größe, ihrer Präsenz und ihrer technischen Positionierung.
Der Little G soll deshalb einen kompakteren Einstieg in die Familie ermöglichen. Er könnte in engen Straßen, Parkhäusern und im Alltag einfacher zu bewegen sein. Das bedeutet nicht, dass Mercedes einen niedrigen Preis versprochen hat. „Andere Kunden“ ist eine Marktdefinition und keine Preisangabe. Ob der neue Wagen günstiger in der Anschaffung oder im Unterhalt wird, hängt von Plattform, Motorisierung und Ausstattung ab.
Erkennbares Design, aber keine verkleinerte Kopie
Mercedes-Benz will die typischen Gene der G-Class bewahren, ohne eine einfache Miniatur des großen Modells zu bauen. Denkbar sind eine aufrechte Karosserie, klare Flächen und eine erkennbare Verbindung zum historischen Vorbild. Die Marke hat jedoch noch keine konkrete Kühlergrillform, kein Ersatzrad am Heck, keine Fensterlinie und keine Radgröße bestätigt.
Ein kompaktes SUV muss andere Aufgaben lösen. Sicherheitsanforderungen, Platz für die Passagiere, Sicht, Komfort und Aerodynamik können neue Proportionen erfordern. Deshalb lässt sich die Leistungsfähigkeit des Little G nicht aus einem Foto der aktuellen G-Class ableiten.
Die Geländetauglichkeit gehört trotzdem zum Konzept. Källenius hat sehr gute Fähigkeiten abseits befestigter Straßen angekündigt, aber Mercedes nennt noch keine Werte für Bodenfreiheit, Böschungswinkel, Wattiefe, Federweg oder Anhängelast. Die Technik der großen G-Class erklärt die Richtung der Marke, darf aber nicht automatisch in das Datenblatt des kompakten Modells übernommen werden.
Verbrenner und Elektroantrieb
Die aktuelle Strategie scheint breiter zu sein als die ersten Hinweise auf ein ausschließlich elektrisches Kompaktmodell. Nach den derzeit verfügbaren Informationen soll es eine Version mit Verbrennungsmotor und eine elektrische Variante geben. Damit könnte Mercedes Märkte mit unterschiedlichen Ladeinfrastrukturen, Vorschriften und Kundenwünschen bedienen.
Einige Berichte nennen einen turboaufgeladenen Vierzylinder-Benziner und einen Elektroantrieb mit zwei Motoren. Mercedes-Benz hat diese Bauteile nicht als endgültige Serienangaben bestätigt. Leistung, Batteriegröße, Reichweite, Gewicht, Ladegeschwindigkeit und Verbrauch sind offen. Auch der zeitliche Abstand zwischen den beiden Varianten ist nicht bekannt.
Für den Einsatz im Gelände ist die Wahl der Antriebstechnik relevant. Ein Elektroantrieb kann das Drehmoment schnell und präzise regeln, bringt aber zusätzliche Batteriemasse und Anforderungen an den Schutz vor Stößen, Wasser und Hitze mit sich. Ein Verbrenner kann für bestimmte Märkte sinnvoll sein, unterliegt jedoch anderen Emissions- und Verbrauchsgrenzen. Ohne offizielle Daten wäre jede genaue Aussage über Plattform oder Leistung verfrüht.
Welche Berichte vorsichtig zu lesen sind
Frühere Artikel verbanden das Projekt mit einer möglichen Fertigung in Ungarn und nannten 2027 als sicheres Jahr. Diese Punkte sind in den für diese Aktualisierung herangezogenen offiziellen Informationen nicht bestätigt. Das gilt auch für die inoffiziellen Namen, konkrete Motoren und Annahmen über die Plattform.
Das Bild dieses Artikels zeigt einen aktuellen elektrischen Mercedes-Benz G 580. Es stammt aus offiziellem Material und erklärt die Verbindung zur G-Class-Familie, zeigt aber nicht den kompakten Prototypen. Digitale Renderings und Interpretationen von Erlkönigfotos müssen als nicht offiziell gekennzeichnet werden.
Welche Daten Käufer brauchen werden
Bei der Vorstellung werden Preis, Außenmaße, Platz im Fond, Kofferraum, elektrische Reichweite und Marktverfügbarkeit wichtig sein. Ebenso zählen die Geländedaten: Böschungswinkel, Radverschränkung, Unterbodenschutz und Traktionsregelung. Ein G-Logo ersetzt keine Messwerte.
Die bestätigte Schlussfolgerung ist deshalb begrenzt, aber eindeutig. Mercedes-Benz entwickelt ein kompaktes Mitglied der G-Class-Familie für andere Kunden als die des großen SUV. Der Little G soll nach den derzeitigen Aussagen seine Geländeaussrichtung behalten und mit elektrischem sowie konventionellem Antrieb angeboten werden. Name, Termin, Preis, Architektur und Fahrleistungen müssen noch bekannt gegeben werden.



