Die Bukarester Automesse und Zubehörmesse 2026 findet vom 6. bis 11. Oktober im Pavillon B2 des Romexpo und auf den angrenzenden Außenflächen statt. Die Veranstalter kündigen mehr als 37.000 m² Ausstellungsfläche an. In der 23. internationalen Ausgabe sollen Serienfahrzeuge, Elektroautos, Plug-in-Hybride, Nutzfahrzeuge, Pick-ups und historische Fahrzeuge zusammenkommen.
Zu den angekündigten Marken gehören Nissan, Subaru, BYD, Leapmotor und Ford. Damit bietet die Messe einen Überblick über unterschiedliche Wege in die Elektrifizierung, aber auch über klassische Antriebe, Allradfahrzeuge und leistungsstarke Nutzfahrzeuge. Die Ausstellerliste beschreibt das offizielle Aufgebot; sie ist nicht automatisch eine vollständige Bestätigung dafür, dass jede genannte Modellversion an jedem Messetag verfügbar sein wird.
Nissan zeigt zwei neue Elektroautos
Nissan will den neuen LEAF und den neuen MICRA präsentieren. Beide Modelle sind vollständig elektrisch. Der LEAF steht für Nissans bekannte Kompaktklasse mit Elektroantrieb, während der MICRA in einer neuen Generation als Elektroauto zurückkehrt.
Für Besucher ist die gemeinsame Präsentation interessant, weil sich die beiden Modelle trotz ihres gemeinsamen Antriebs an unterschiedliche Einsatzbereiche richten. Die bisher veröffentlichten Messeinformationen nennen jedoch keine vollständige rumänische Preisliste, keine abschließenden Ausstattungslinien und keine verbindlichen Liefertermine. Wer sich am Stand für einen Kauf interessiert, sollte diese Punkte direkt beim Hersteller oder beim lokalen Händler prüfen.
Subaru plant die Vorstellung des E-Outback
Am 6. Oktober um 13 Uhr ist laut offiziellem Programm die Präsentation des neuen Subaru E-Outback vorgesehen. Subaru soll außerdem den Uncharted, den Solterra, den Crosstrek und den Forester zeigen. Das Programm verbindet damit neue Elektrofahrzeuge mit Modellen, die stärker mit Subarus Allrad- und Abenteuerprofil verbunden sind.
Auf dem Stand sollen auch sportliche und historische Modelle zu sehen sein. Genannt werden unter anderem der Legacy STI und der Impreza STI S204. Von Letzterem wurden laut Veranstalter nur 600 Exemplare gebaut. Diese Fahrzeuge schaffen einen direkten Bezug zur Motorsport- und Tuninggeschichte der Marke, während der E-Outback und der Solterra die aktuelle technische Entwicklung repräsentieren.
BYD und Leapmotor im Mittelpunkt der Elektromobilität
BYD bringt nach Angaben der Veranstalter Elektro- und Plug-in-Hybridmodelle nach Bukarest. Genannt werden die Blade Battery, das Super-DM-i-System und die e-Platform 3.0. Dabei handelt es sich um unterschiedliche technische Bausteine: eine Batterietechnologie, ein Plug-in-Hybridsystem und eine Plattform für Elektrofahrzeuge. Die Messe ist eine Gelegenheit, die daraus entstehenden Modelle und ihre Innenräume, Karosserien sowie Ladelösungen direkt zu vergleichen.
Leapmotor erhält am 6. Oktober um 14 Uhr einen eigenen Präsentationstermin. Auf der angekündigten Modellliste stehen der B05 und der B03X sowie der B10 Hybrid EV, der C10 Hybrid EV und der T03. Die Auswahl reicht damit vom kleinen Stadtfahrzeug bis zu größeren Modellen. Die Bezeichnung Hybrid EV sollte nicht mit einer einheitlichen technischen Ausführung gleichgesetzt werden: Die konkreten Daten müssen jeweils für das gezeigte Fahrzeug und den rumänischen Markt bestätigt werden.
Auch iCAUR ist mit einer offiziellen Präsentation am ersten Messetag vertreten. Um 12.30 Uhr sollen der V27 und die REEV-Technologie vorgestellt werden; außerdem sind Vorbestellungen angekündigt. Eine Vorbestellung ist jedoch nicht automatisch gleichbedeutend mit einem verbindlichen Liefertermin. Für Interessenten bleiben daher Vertragsbedingungen, Homologation und tatsächliche Markteinführung wichtige Fragen.
Ford F-150 Raptor mit 456 PS
Ford wird unter anderem den F-150 Raptor und den F-150 Lariat zeigen. In der offiziellen Ford-Mitteilung zum Raptor werden für den 3,5-Liter-V6-EcoBoost mit zwei Turboladern 456 PS und 691 Nm genannt. Dazu kommen ein Zehngang-Automatikgetriebe und Allradantrieb.
Der F-150 setzt einen deutlichen Schwerpunkt neben die angekündigten Elektroautos und Kompaktmodelle. Als großer Pick-up richtet er sich an andere Nutzungssituationen und bringt ein anderes Format zur Messe. Die Besucher können vor Ort sehen, welche Ausführung Ford hervorhebt und welche Informationen der Hersteller oder sein Vertrieb für den rumänischen Markt bereitstellt. Die genannten Leistungswerte stammen aus der offiziellen Ford-Dokumentation und sollten nicht auf jede F-150-Variante übertragen werden.
Weitere Marken und Modelle
Die offizielle Ausstellerkommunikation nennt außerdem Alfa Romeo, Allview, Astraux, BMW, Cadillac, Chery, Corvette, Fiat, Fiat Professional, Forthing, Honda, Hyundai, INEOS Grenadier, Isuzu, Jeep, Jetour, KGM, Kia, Lepas, Maserati, Maxus, Mazda, MG, Suzuki, Toyota und Volvo.
Allview kündigt CityZEN und 4City an. Bei Auto Italia sollen unter anderem der Maserati Grecale, Leapmotor-Modelle und Fahrzeuge von Fiat Professional zu sehen sein. Toyota nennt den Yaris Cross, Hilux, RAV4, bZ4X, Aygo X, Corolla Sedan und C-HR. Volvo bringt laut Ankündigung den EX60, ES90, EX90 und EX30 sowie XC40, XC60 und XC90 mit. Die Aussteller können Ausstattung, Motorisierung und Vorserienstatus der einzelnen Fahrzeuge vor Ort genauer erläutern.
Programm und praktische Hinweise
Die offizielle Eröffnung und Pressekonferenz beginnen am 6. Oktober um 12 Uhr. Danach folgen die iCAUR-Präsentation um 12.30 Uhr, die Subaru-Vorstellung um 13 Uhr und der Leapmotor-Termin um 14 Uhr. Zum Rahmenprogramm gehören Smart Urban Mobility, die Konferenz Vinerea Verde am 9. Oktober, das Finale der DB Drag Romania vom 9. bis 11. Oktober und die EMMA-Romania-Finals am 10. und 11. Oktober. Außerdem sind Simulatoren, historische Fahrzeuge und technische Kurse vorgesehen.
Die SAB 2026 verbindet damit Produktpremieren, Elektromobilität, Motorsportkultur und praktische Fahrzeugtechnik. Besonders klar angekündigt sind die elektrischen Nissan-Modelle, der Subaru E-Outback, die BYD- und Leapmotor-Angebote sowie die Ford-F-150-Pick-ups. Für Preise, Lieferzeiten und die endgültige Ausstattung der Fahrzeuge bleiben die Hersteller und Importeure die maßgeblichen Ansprechpartner. Die Messe kann einen ersten direkten Eindruck vermitteln, ersetzt aber nicht die verbindlichen technischen und kaufmännischen Unterlagen.



