Citroën hat auf dem Pariser Autosalon 2026 das 2CV Fourgonnette Concept vorgestellt. Die Studie überträgt die Idee des neuen 2CV auf ein Nutzfahrzeug mit kurzer Kabine und hohem, fast rechteckigem Laderaum. Damit richtet sich das Design gedanklich an Handwerker, Händler und kleine Flotten. Eine Serienproduktion, ein Preis und technische Daten wurden für den Transporter jedoch nicht bestätigt.

Das historische Vorbild

Der 2CV ging 1948 in Produktion. Die Fourgonnette-Version folgte 1951. Citroën nutzte die technische Basis mit Frontantrieb, ersetzte aber den hinteren Bereich der Limousine durch einen regelmäßigen Laderaum. Dadurch entstand ein kleines Nutzfahrzeug für Lieferungen, Werkzeuge und den täglichen Einsatz, ohne die Abmessungen eines größeren Transporters zu erreichen.

Citroën nennt in seiner historischen Übersicht eine Produktion von 1951 bis 1978 und mehr als 1,2 Millionen Exemplare. Die genaue Zahl hängt davon ab, welche Varianten einbezogen werden. Die Fourgonnette war damit ein verbreitetes Arbeitsfahrzeug, nicht nur eine nostalgische Sonderform. Die historischen Zahlen sind keine Angaben zum neuen Konzept: Nutzlast, Ladevolumen, Batterie und Reichweite sind noch unbekannt.

Citroën 2CV Fourgonnette Concept im Seitenprofil

Die Seitenansicht zeigt den hohen hinteren Aufbau und die kompakten Proportionen. Citroën-Foto, von Motor1.com veröffentlicht und auf Wunsch des Nutzers verwendet.

Eine moderne, kantige Karosserie

Das Konzept besitzt eine kurze Motorhaube, eine weit vorn liegende Kabine und einen optisch getrennten Laderaum. Horizontale Sicken in den Seitenflächen erinnern an die einfache Blechgestaltung des historischen Transporters. Runde Scheinwerfer werden mit einer modernen Grafik neu interpretiert, während das Citroën-Logo mittig in der Front sitzt.

Die Motor1-Galerie zeigt die seitliche Kabinentür und den hohen Heckaufbau. Sie liefert aber keine vollständige Darstellung des Laderaums. Maße, Verzurrpunkte, Hecköffnung und nutzbare Innenhöhe sind nicht bekannt. Deshalb kann das Konzept technisch noch nicht mit Berlingo Van oder Ami Cargo verglichen werden. Es zeigt eine Designrichtung, keine bestätigte Nutzfahrzeugleistung.

Die Verbindung zum elektrischen 2CV

Citroën hat außerdem ein 2 CV Concept für private Käufer vorgestellt. Die offizielle Mitteilung beschreibt ein kompaktes Elektroauto, das in Europa gebaut werden und ungefähr 2028 in die Modellpalette kommen soll. Für dieses Personenfahrzeug nennt Citroën eine Zielgröße beim Einstiegspreis von etwa 15.000 Euro und die Anpassung an künftige E-Car-Regeln.

Diese Angaben bestätigen keinen Fourgonnette-Ableger mit demselben Preis oder derselben Technik. Ein Nutzfahrzeug benötigt andere Lösungen für Nutzlast, Batterie-Schutz, Kühlung und Dauerhaltbarkeit. Citroën hat für die Studie weder Motorleistung noch Batteriekapazität, Reichweite, Ladeleistung oder einen kommerziellen Zeitplan genannt.

Weitere Außenansicht des Citroën 2CV Fourgonnette Concept

Ein drittes Bild aus dem Motor1-Artikel zeigt die Studie in einer Außenumgebung. Citroën-Foto, von Motor1.com veröffentlicht und auf Wunsch des Nutzers verwendet.

Was kleine Betriebe wissen müssten

Bei einem kleinen Elektrotransporter ist der Preis nur ein Teil der Entscheidung. Betriebe müssen wissen, wie viel Nutzlast möglich ist, wie die Ladung befestigt wird, ob große Gegenstände durch die Türen passen und welche Reichweite mit beladenem Fahrzeug übrig bleibt. Ladezeit, Werkstattnetz und Batteriegarantie beeinflussen ebenfalls die Betriebskosten.

Das Konzept beantwortet diese Fragen noch nicht. Ein Showcar kann den Laderaum vereinfachen und seine Oberfläche nur symbolisch darstellen. Ein Serienfahrzeug müsste Sicherheitsregeln, Sicht, Isolierung, Ladungsschutz und die Belastbarkeit des Bodens erfüllen. Ohne Datenblatt ist es deshalb genauer, von einer Designstudie zu sprechen.

Citroëns Nutzfahrzeuggeschichte

Auf die 2CV Fourgonnette folgten weitere kompakte Derivate, darunter die Acadiane. Später wurde der C15 zu einem wichtigen kleinen Nutzfahrzeug; heute bietet Citroën Berlingo Van, Jumpy und Jumper an. Das Konzept aus Paris ersetzt keines dieser Modelle offiziell. Es verbindet aber die geplante erschwingliche Elektromobilität mit einer Geschichte, die von Werkzeugen, Paketen und lokalen Lieferungen geprägt ist.

Die Proportionen machen diese Verbindung sichtbar. Die Front ist kurz, der Laderaum dominiert die Seitenansicht. Die Sicken an den Flanken lassen eher an ein Arbeitsfahrzeug als an einen Personenwagen mit großem Kofferraum denken. Welche Elemente in die Produktion übernommen werden könnten, ist derzeit offen.

Kein separates Innenraumfoto

Die für diesen Artikel verwendete Motor1-Galerie zeigt Außenaufnahmen des Konzepts. Ein klares Foto der Kabine oder des Laderaums aus dem Innenraum ist nicht enthalten. Deshalb werden hier eine Frontansicht, ein Seitenbild und eine weitere Außenansicht verwendet. Keine davon wird als Innenraumaufnahme bezeichnet.

Diese Abgrenzung ist wichtig, weil Citroën für das 2CV Concept der Personenwagen-Version einen farbigen und vernetzten Innenraum beschreibt. Diese Angaben lassen sich nicht automatisch auf die Fourgonnette übertragen. Ein Serien-Transporter bräuchte abwaschbare Materialien, Ablagen und eine sichere Trennung zwischen Insassen und Ladung.

Eine Studie mit offenem Ausgang

Citroën untersucht in Paris zwei miteinander verbundene Richtungen: ein erschwingliches Elektroauto und eine mögliche kompakte Nutzfahrzeugvariante. Das Personenfahrzeug besitzt mit dem Zieljahr 2028 einen klareren offiziellen Horizont. Die Fourgonnette bleibt eine Studie, die zeigt, wie das gleiche Thema für professionelle Nutzer gestaltet werden könnte.

Die überprüfbare Schlussfolgerung ist daher begrenzt. Citroën hat einen kleinen Kastenwagen mit 2CV-inspirierter Front, hohem Aufbau und historischen Bezügen gezeigt. Produktion, Preis, Batterie, Reichweite, Nutzlast und Ladevolumen wurden nicht bestätigt. Ein späterer Marktstart müsste jene Daten liefern, die kleine Unternehmen für eine Kaufentscheidung benötigen.

Die Bilder sind Citroën-Fotografien, die von Motor1.com veröffentlicht und auf Wunsch des Nutzers verwendet wurden. Die Quellseite nennt keine kommerzielle Nutzungslizenz; die ursprüngliche Zuordnung bleibt erhalten.

Quellen