SUVs prägen den Neuwagenmarkt, sind aber nicht die einzige Möglichkeit, eine Familie und Gepäck zu transportieren. Ein Kompaktwagen lässt sich oft leichter parken, ein Kombi bietet eine lange Ladefläche und ein Van nutzt den Innenraum effizienter als viele SUVs mit drei Sitzreihen. Auch mehrere Elektroautos verbinden einen flachen Boden und einen langen Radstand mit einer Karosserie, die eher einem Pkw entspricht.
Die Auswahl orientiert sich an den Fahrzeugen aus dem Motor1-Artikel. Sie ist jedoch keine offizielle Rangliste und gilt nicht automatisch für den deutschen oder europäischen Markt. Die ursprünglichen Preise sind US-Dollarwerte, die Verbrauchsangaben stammen überwiegend aus amerikanischen Prüfverfahren. Entscheidend ist hier deshalb der praktische Vorteil jedes Karosserietyps.
Chevrolet Bolt: kompakter Elektro-Kompaktwagen
Der Chevrolet Bolt ist ein hoch bauender Kompaktwagen, kein klassisches SUV. Motor1 nennt 16,9 Kubikfuß Gepäckraum hinter der zweiten Reihe und 56,6 bei umgelegten Sitzen, etwa 478 und 1.602 Liter. Das Auto bietet fünf Plätze und eine angegebene Reichweite von 262 Meilen, ungefähr 422 km. Die kleinen Abmessungen können im Stadtverkehr und beim Parken helfen. Eine europäische Verfügbarkeit muss unabhängig von den US-Daten geprüft werden.
Kia Carnival: sieben oder acht Plätze
Der Kia Carnival richtet sich an Familien, die viele Sitze benötigen. Schiebetüren, ein niedriger Fahrzeugboden und Varianten mit sieben oder acht Sitzen erleichtern den Zugang und den Einbau von Kindersitzen. Kia nennt für die USA 40,2 Kubikfuß Mindestvolumen und bis zu 145,1 Kubikfuß in der größten Konfiguration, etwa 1.138 und 4.107 Liter. Die amerikanischen Motoren und Ausstattungen sind nicht automatisch die deutsche Modellpalette.
Kia K4 Hatchback: Nutzwert mit niedriger Karosserie
Der K4 Hatchback nutzt eine kompakte Fünftürer-Karosserie. Die Quelle nennt 22,2 Kubikfuß hinter der Rückbank und 59,3 bei umgelegten Sitzen, rund 629 und 1.679 Liter. Die Beinfreiheit im Fond wird mit 38 Zoll, also knapp 965 mm, angegeben. In der Stadt können die niedrigere Ladekante und die geringeren Außenmaße wichtiger sein als die größere Bodenfreiheit eines kleinen SUV.
Hyundai Ioniq 5: Elektroauto zwischen Kompaktwagen und Crossover
Der Hyundai Ioniq 5 sieht wie ein Crossover aus, verbindet aber einen langen Radstand und einen flachen Boden mit einem niedrigen Ladeboden. Motor1 nennt 26,3 Kubikfuß hinter der zweiten Reihe und 58,5 bei umgelegten Sitzen, ungefähr 745 und 1.657 Liter. Für die Long-Range-Version mit Hinterradantrieb werden bis zu 318 Meilen, etwa 512 km, nach US-Methode genannt. In Europa ist die WLTP-Angabe von Hyundai maßgeblich.
Mercedes-Benz E-Class All-Terrain: Kombi mit Allradantrieb
Der E-Class All-Terrain bleibt ein Kombi, ergänzt aber den serienmäßigen 4MATIC-Allradantrieb, die AIRMATIC-Luftfederung und ein Fahrprogramm für unbefestigte Wege. Mercedes-Benz nennt 615 bis 1.830 Liter Gepäckraum bei den Versionen ohne Plug-in-Hybrid und 460 bis 1.675 Liter beim PHEV. Das reicht für Schotterwege, ohne die hohe Sitzposition eines SUV zu übernehmen. Das verwendete Foto stammt aus dem offiziellen Mercedes-Benz-Media-Archiv.
Subaru Impreza: Fünftürer mit Allradantrieb
Der Subaru Impreza gehört zu den wenigen kompakten Fünftürern mit symmetrischem Allradantrieb. Subaru nennt 20,4 Kubikfuß Kofferraum bei aufgestellten Rücksitzen und 56,0 bei umgelegter Rückbank, rund 578 und 1.586 Liter. Fünf Personen finden Platz, während Außenmaße und Dach niedriger bleiben als bei einem SUV. Die US-Modellinformationen bestätigen nicht automatisch die europäische Ausstattung.
Subaru Outback: der höhergelegte Kombi
Der Outback liegt am nächsten an einem SUV. Bodenfreiheit, Allradantrieb und die Wilderness-Version erlauben mehr auf unbefestigten Wegen, während das lange Dach das Laden großer Gegenstände erleichtert. Die Subaru-Broschüre für 2026 nennt bis zu 80,5 Kubikfuß, etwa 2.280 Liter, und 8,7 Zoll Bodenfreiheit, rund 221 mm. Die Wilderness-Version kommt auf 9,5 Zoll. Der Wagen passt zu Fahrern, die Feldwege fahren, aber einen Kombi bevorzugen.
Toyota Corolla Hatchback: eine einfache Stadtlösung
Der Corolla Hatchback bietet fünf Sitze und eine Heckklappe, ist aber kleiner als ein Kompakt-SUV. Die Quelle nennt 17,8 Kubikfuß hinter der zweiten Reihe und 35 mpg kombiniert, rechnerisch etwa 6,7 l/100 km. Das ist kein WLTP-Wert. Für Einkäufe, Wochenendgepäck und den Alltag kann der Platz ausreichen, ohne zusätzliches Gewicht und zusätzliche Höhe eines Crossovers.
Volkswagen ID. Buzz: Elektro-Van mit viel Innenraum
Der ID. Buzz ist eher ein Van als ein normaler Pkw. Die aufrechte Karosserie schafft Kopffreiheit, Schiebetüren erleichtern den Zugang und einige Versionen haben drei Sitzreihen. Motor1 nennt eine Batterie mit 91,0 kWh, davon 86 kWh nutzbar, sowie bis zu 234 Meilen Reichweite, ungefähr 377 km. Das Ladevolumen reicht von 30,8 bis 145,5 Kubikfuß, etwa 872 bis 4.120 Liter. In Europa hängen Batterie, Sitze und Reichweite von der Version ab.
Volvo V60 Cross Country: Kombi für wechselnde Bedingungen
Der V60 Cross Country kombiniert eine Kombikarosserie mit mehr Bodenfreiheit und Allradantrieb. Die Quelle nennt 18,3 Kubikfuß hinter den Sitzen und 60,5 bei umgelegter Rückbank, rund 518 und 1.714 Liter. Der Vorteil liegt in der Länge der Ladefläche und nicht im maximalen Raum über der Schulterhöhe. Verfügbarkeit und Preis müssen in der jeweils aktuellen Volvo-Palette geprüft werden.
Die passende Form hängt vom Einsatz ab
Für sieben oder acht Personen nutzen Carnival und ID. Buzz Länge und Innenraumhöhe besser als ein Kompaktwagen. Für fünf Personen mit Gepäck bieten E-Class All-Terrain, Outback und V60 eine lange Öffnung und einen niedrigeren Schwerpunkt. In der Stadt lassen sich Impreza, Corolla Hatchback, K4 und Bolt leichter in enge Parklücken stellen.
Bei Elektroautos entscheidet die Lademöglichkeit. Ioniq 5 und ID. Buzz sind besonders sinnvoll, wenn zu Hause oder am Arbeitsplatz zuverlässig geladen werden kann. Ein Benziner oder Hybrid bleibt auf langen Strecken durch Regionen mit wenigen Schnellladern einfacher. Schließlich muss die Bodenfreiheit zum tatsächlichen Weg passen: Ein höhergelegter Kombi reicht für Schotter, ersetzt aber kein Fahrzeug für schwieriges Gelände.
Quellen
- Mercedes-Benz Media — E-Class All-Terrain
- Kia Media — Carnival-Spezifikationen
- Subaru — Broschüren und Modellinformationen
- Hyundai Newsroom — IONIQ 5
Bild: Mercedes-Benz Media, offizielles Pressefoto. Der Motor1-Artikel diente als redaktionelles Briefing, nicht als Bildquelle.



