Destrier, das dritte Unikat Programme Solitaire, auf der technischen Basis des Bolide. Fotoquelle: Bugatti

Was Frank Heyl nach der Monterey-Präsentation über den Destrier sagt

Frank Heyl, Designchef von Bugatti, hat den Destrier öffentlich präsentiert, zusammen mit Mate Rimac, beim The Quail, A Motorsports Gathering in Kalifornien. Die Mitteilung vom 14. August 2026 besagt, dass das Unikat zuerst eine private Vorführung in der Maison BUGATTI in Pebble Beach hatte, für den Eigentümer und die Familie, danach die Enthüllung für Presse und Gäste. Es stand auch auf dem Concept Lawn beim Pebble Beach Concours d'Elegance.

Es ist kein Serien-Bolide mit anderem Lack. Es ist das dritte Automobil des Programme Solitaire: Karosserie und Interieur für einen einzigen Kunden, auf dem technischen Fundament des Bolide. Die Basisdaten — W16 mit 1.600 PS, ein Meter Höhe, ein einziges Exemplar — stehen im Vorstellungsartikel. Hier zählt, was das Designteam gesagt hat, nachdem das Auto die Pressemappe verlassen und auf dem Rasen gestanden hat.

Was Heyl zu den Proportionen sagte

In der Mitteilung vom 6. August 2026 formulierte Heyl die Idee des Projekts so: „Destrier is not a car you understand with your head, it is a car you feel with your heart.“ Der Bolide, sagt er, habe der Marke „the most extreme proportions we have ever created“ gegeben; unter der „relentless pursuit of downforce“ herausgenommen, sprächen dieselben Volumina „as pure sculpture“. Sein Vergleich gilt dem Type 57: dasselbe Chassis hat den Le-Mans-Sieger und den Type 57SC Atlantic hervorgebracht.

Auf Instagram, bei der Präsentation in Pebble Beach, griff Heyl das Thema wieder auf, laut SuperCarBlondie (17. August 2026): „It is based on a Bolide, and it has proportions to die for.“ Das Verhältnis von Rädern und Dach ist für ihn das Hauptinstrument. Das Bolide-Paket, sagte er, sei von Anfang an 39 Zoll hoch — rund 99 cm, von der Marke auf einen Meter gerundet — daher „you don’t need any linework to break up the volumes“. Was ihm am meisten gefällt: „how over-exaggerated it is“.

Das ist die Sprache des Designers, kein Homologationsblatt. Bugatti hat für den Destrier weder Masse, 0–100 km/h, Höchstgeschwindigkeit noch einen Verbrauchskreis veröffentlicht.

Was in Monterey zu sehen war, und was ungesagt bleibt

In der Maison BUGATTI in Pebble Beach waren neben Heyl und Rimac Hendrik Malinowski, Managing Director Bugatti, Sascha Doering, COO Bugatti of the Americas, und Vertreter von Bugatti Greenwich. Es folgte ein Petit Tour auf der Halbinsel, von Spanish Bay Richtung Big Sur, mit dem Destrier-Eigentümer und anderen Bugatti-Kunden. Die Identität des Kunden steht nicht in der Mitteilung.

Malinowski sagte, der Destrier zeige „the breadth of what Programme Solitaire can achieve“ und dass der private Moment, Quail und Concept Lawn zusammen „the full emotion of coachbuilding brought to life“ seien. Die Formulierung stammt von der Marke, beim Lieferereignis. Es ist keine Produktionszahl und kein Preis.

Der Bolide fällt in der Verbrauchsnotiz desselben Pressehefts nicht unter die Richtlinie 1999/94/EG, weil er ein Wettbewerbsfahrzeug ist, nicht für den öffentlichen Straßenverkehr vorgesehen. Für den Destrier hat Bugatti nicht geschrieben, ob er eine Straßenzulassung hat oder haben wird. Die Leistungen des Bolide übertragen sich nicht automatisch auf eine Karosserie ohne die Streckenflügel.

Ein Meter, 20 und 21 Zoll, ohne den hohen Flügel

Die Marke beschreibt den Destrier als den niedrigsten Bugatti: ein Meter. Die Felgen sind 20 Zoll vorn und 21 hinten, gegenüber 18 beim Bolide. Der Hufeisengrill ist breiter als am Streckenwagen. Die C-Linie „atmet“: sie unterbricht vor dem vorderen Radhaus, lässt das Blech sichtbar, dann setzt sie den Weg zum Grill fort. Hinten ist der Spoiler integriert, mit Verweis auf den Chiron Profilée, nicht der hohe Flügel des Bolide.

Der Lack Sapphire Celeste ist für dieses Exemplar gemacht. Das Interieur, sagt Sabine Consolini, Head of Color and Trim, wurde gewählt „the way a tailor selects cloth“: Leder und Nubuk Ambre Voyageur, plus 3D-Strick mit Kupferfäden. Handgeschlagenes Aluminium mittelalterlicher Rüstungen kehrt am Lenkradnabenteil, an Griffen, Lüftungsdüsen und der Schwelle wieder.

Über der Windschutzscheibe verbindet eine lasergravierte Platte Type 57G Tank und Type 57SC Atlantic. Der Öldeckel trägt das Destrier-Emblem und 1/1.

Was Programme Solitaire bedeutet

Beim Start des Programms schrieb Bugatti, Solitaire stehe jenseits von Sur Mesure und mache höchstens zwei Unikate pro Jahr, auf vorhandenen Chassis und Motoren. Das erste war Brouillard, das zweite F.K.P. Hommage. Destrier ist das dritte. Ein in Molsheim restaurierter Veyron ist eine andere Werkstatt: La Maison Pur Sang, keine neue Karosserie auf dem Bolide.

In den Bugatti-Anzeigen in Rumänien, wenn sie erscheinen, geht es um bereits gebaute Sammlerwagen. Der Destrier ist nicht beim Händler zu kaufen. Service, Teile und jede Arbeit dieses Niveaus bleiben in Molsheim.

Häufige Fragen

Wer hat den Destrier in Monterey präsentiert?

Mate Rimac und Frank Heyl, beim The Quail. Das Auto wurde dem Eigentümer auch privat in der Maison BUGATTI in Pebble Beach gezeigt sowie auf dem Concept Lawn beim Concours.

Warum ist es einen Meter hoch?

Bugatti sagt, es sei das niedrigste Modell der Marke. Heyl bindet die Silhouette an das Bolide-Paket: ist die Höhe so gering, braucht man kaum Linien, die die Volumina zerlegen.

Ist es derselbe Motor wie beim Bolide?

Ja, W16 mit 8,0 Litern, vier Turboladern, 1.600 PS. Die Marke hat für den Destrier weder Masse, Beschleunigung noch Höchstgeschwindigkeit angegeben.

Darf er auf öffentlichen Straßen fahren?

Nicht bestätigt. Der Bolide ist als Streckenwagen klassifiziert. Der Destrier hat eine andere Karosserie; die Homologation fehlt in den Mitteilungen.

Was kostet er?

Der Preis wurde nicht bekannt gegeben. Auch nicht die Identität des Kunden.

Quellen