Katrin Adt, Geschäftsführerin von Dacia, sagt, die My-Safety-Taste sei die am häufigsten genutzte Bedienung in den Autos der Marke. Die Funktion ermöglicht den schnellen Zugriff auf eine personalisierte Konfiguration bestimmter Assistenzsysteme und auf die zugehörigen akustischen Warnungen. Die Aussage fiel in einem Gespräch mit Autocar, veröffentlicht am 15. September 2026, im Zusammenhang mit der Kritik an den Kosten europäischer Vorschriften.
Adt sagt, Dacia habe die Europäische Kommission gemeinsam mit anderen Herstellern um zumindest eine Pause bei der Einführung neuer Regeln für diese Kategorie gebeten. Es handelt sich um eine Forderung der Industrie, nicht um eine Aussetzung bestehender Pflichten.
Warum Dacia auf akustische Warnungen verweist
Im Interview stellt Adt infrage, ob alle vorgeschriebenen Funktionen den Bedürfnissen der Kunden entsprechen. Sie behauptet, die in den Autos der Marke am häufigsten genutzte Taste sei jene, mit der sich die akustischen Warnungen bestimmter Assistenzsysteme deaktivieren lassen. Die Aussage stammt von ihr; sie wird nicht als Ergebnis einer unabhängigen Studie präsentiert.
Separat hat Fabrice Cambolive laut derselben Publikation ein Einfrieren der Vorschriften für zehn Jahre gefordert. Sein Argument lautet, Ingenieure könnten mehr Aufmerksamkeit auf Erschwinglichkeit und Elektrifizierung legen.
Was die My-Safety-Taste tatsächlich tut
Das Dacia-Handbuch zur Funktion My Safety erklärt, dass der Fahrer eine Gruppe von Assistenzfunktionen gleichzeitig ein- oder ausschalten kann. Der Modus My Safety Perso nutzt eine zuvor personalisierte Konfiguration, im Rahmen der im Auto verfügbaren Funktionen.
Die Taste sollte daher nicht als Bedienung beschrieben werden, die alle Sicherheitssysteme entfernt. Sie bietet schnellen Zugriff auf bestimmte Fahrerpräferenzen. Dacia erwähnt diesen Zugriff auf die personalisierte Konfiguration auch in der offiziellen Vorstellung der Baureihe Sandero, Sandero Stepway, Jogger und Logan.
Die Regeln haben auch ein Sicherheitsziel
Die Europäische Kommission stellt klar, dass ab dem 7. Juli 2024 neue Kraftfahrzeuge, die in der EU verkauft werden, eine Reihe von Sicherheitsfunktionen integrieren müssen. Dazu gehören die intelligente Geschwindigkeitsassistenz, die Erkennung von Hindernissen beim Rückwärtsfahren über Kameras oder Sensoren sowie die Warnung vor Fahrermüdigkeit.
Die Institution schätzt, dass die Maßnahmen bis 2038 zur Rettung von mehr als 25.000 Leben beitragen könnten. Das ist eine Schätzung der Kommission, kein bereits gemessenes Ergebnis. Die Diskussion über Ausstattungskosten sollte daher von der Rolle dieser Systeme bei der Unfallvermeidung getrennt werden.
Für Käufer in Rumänien ändert der Appell von Dacia vorerst weder die Pflichtausstattung noch stellt er eine Ankündigung von Preissenkungen dar. Eine mögliche gesetzliche Pause würde eine Entscheidung auf europäischer Ebene erfordern; die Unternehmensaussagen legen weder das Datum einer solchen Maßnahme noch die Einsparungen fest, die beim Kunden ankämen.



