Hyundai hat die nächste Generation des Bayon vorgestellt, den kompakten Crossover für vor allem europäische Kunden. Das Modell für 2027 wird länger und breiter, erhält ein kantigeres Design und einen stärker digitalisierten Innenraum. Zum Marktstart ist ein 1,0-Liter-Turbobenziner vorgesehen. Später soll ein Vollhybrid mit 1,6-Liter-Benzinmotor und Elektromotor folgen.

Der neue Bayon ist 4.245 mm lang, 1.810 mm breit und besitzt einen Radstand von 2.600 mm. Gegenüber der Vorgängergeneration legt er 65 mm an Länge und 35 mm an Breite zu. Die Außenmaße bleiben für die Stadt geeignet, während der längere Radstand mehr Platz im Innenraum ermöglichen soll.

Hyundai Bayon 2027 von vorn

Das Motor1-Bild zeigt die durchgehende Lichtsignatur an der Front. Foto: Hyundai / Motor1.com.

Markanteres Exterieur

Die Front wird von einem horizontalen Lichtband, LED-Projektionsscheinwerfern und einer geometrischeren unteren Schürze geprägt. Kühlergrill, Radhausverkleidungen und Unterfahrschutz wirken ausgeprägter, während die Karosserie aufrechter steht. Am Heck wird das horizontale Lichtmotiv wieder aufgenommen.

Zur Auswahl stehen Räder bis 18 Zoll, ein Dach in Kontrastfarbe sowie Uni-, Metallic-, Perlmutt- und matte Lackierungen. Die N Line ist ab dem Start mit eigenen 18-Zoll-Rädern, technischen Gitterdetails, hochglänzend schwarzen Elementen und einem Diffusor mit zwei Auspuffendrohren erhältlich.

Hyundai Bayon 2027 von der Seite

Das offizielle Hyundai-Europe-Profil zeigt die neuen Proportionen und den längeren Radstand. Foto: Hyundai Europe.

Die Bodenfreiheit hängt von Antrieb und Radgröße ab. Hyundai hat nicht jede Kombination für jeden Markt veröffentlicht. Der endgültige Wert für eine deutsche Ausstattung muss daher in der lokalen technischen Dokumentation geprüft werden.

Bis zu 440 Liter Kofferraum

Die Verbrennerversionen bieten 440 Liter Gepäckraum sowie zusätzlichen Stauraum unter dem Ladeboden. Der spätere Vollhybrid kommt auf 397 Liter, weil Batterie und elektrische Komponenten einen Teil des Volumens beanspruchen. Die Differenz von 43 Litern ist der praktische Kompromiss für den Hybridantrieb.

Der Radstand von 2.600 mm soll den Fondpassagieren mehr Beinfreiheit geben. Hyundai nennt außerdem verstellbare Rücksitzlehnen, eigene Luftausströmer im Fond und je nach Ausstattung beheizbare Rücksitze. Der Bayon wird damit auf langen Fahrten vielseitiger, bleibt aber ein relativ kompakter Crossover.

Zwei 12,3-Zoll-Displays

Je nach Ausstattung verbindet das Armaturenbrett einen 12,3 Zoll großen Infotainment-Bildschirm mit einem digitalen Kombiinstrument gleicher Größe. Die beiden Displays bilden eine Panoramaoberfläche, während die Mittelkonsole mehrere physische Bedienelemente behält. Die vertikalen Luftausströmer fallen durch ihre Länge auf.

Zum möglichen Umfang gehören kabelloses Apple CarPlay und Android Auto, kabelloses Laden sowie die Verwendung eines Smartphones oder einer Smartwatch als digitaler Schlüssel. Auch beheizte und belüftete Vordersitze, beheizte Rücksitze, ein öffnendes Panoramadach und ein Bose-Soundsystem sind je nach Markt und Ausstattung vorgesehen.

Fond des Hyundai Bayon 2027

Das Bild aus der Motor1-Galerie zeigt den hinteren Sitzbereich. Foto: Hyundai / Motor1.com.

Hyundai beschreibt den Bayon als Crossover mit Sicherheits- und Vernetzungstechnik, die teilweise aus größeren Fahrzeugklassen bekannt ist. Die deutsche Serienausstattung, Preise und Optionen wurden noch nicht vollständig veröffentlicht.

Benzin zum Start, Vollhybrid später

Zum Marktstart arbeitet ein 1,0-Liter-Turbobenziner mit 90 oder 115 PS. Je nach Version ist er mit einem Sechsgang-Schaltgetriebe oder einem Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe verbunden. Hyundai nennt 171 km/h für die 90-PS-Version und 180 km/h für die Variante mit 115 PS.

Der spätere Vollhybrid kombiniert einen 1,6-Liter-Benzinmotor mit einem Elektromotor und einem Sechsgang-Doppelkupplungsgetriebe. Die Systemleistung beträgt 136 PS. Eine adaptive Rekuperation gehört zum System; Schaltwippen am Lenkrad erlauben die Anpassung der Energierückgewinnung.

Hyundai hat noch keine vollständige europäische Preisliste, WLTP-Verbrauchswerte, CO2-Emissionen, Batteriekapazität oder genaue Bestelltermine für jedes Land genannt. Ein Preisvergleich mit dem aktuellen Bayon wäre daher verfrüht.

Mehr Platz, aber weiterhin stadttauglich

Die zusätzlichen Zentimeter und der Hybridantrieb erweitern die Möglichkeiten des Bayon, ohne ihn zu einem großen SUV zu machen. Er richtet sich weiterhin an Fahrer, die eine erhöhte Sitzposition, einen brauchbaren Kofferraum und eine in der Stadt leicht beherrschbare Karosserie suchen.

Hyundai hat die genaue Abgrenzung zwischen Bayon und Kona noch nicht in allen Märkten erklärt. Fest stehen Design, Maße, Kofferraum, Displaytechnik und die angekündigten Motoren. Deutscher Preis, Serienausstattung und der Zeitplan für den Vollhybrid bleiben offen.

Für die Einordnung der Reichweite und des Verbrauchs sind die späteren WLTP-Daten entscheidend. Die bisher genannten 136 PS beschreiben nur die Systemleistung und sagen noch nichts über Batteriegröße, elektrisches Fahren oder den tatsächlichen Kraftstoffverbrauch aus. Auch der kleinere Kofferraum ist eine bestätigte Kapazitätsangabe, aber kein Hinweis darauf, wie viel Gepäck bei einer konkreten Ausstattung unter dem Ladeboden verstaut werden kann.

Die zusätzlichen Bildschirme und Komfortfunktionen verändern außerdem die Bedienlogik des Bayon. Hyundai behält bewusst physische Tasten bei, während die Panoramaanzeigen Informationen und Navigation bündeln. Wie gut diese Kombination im Alltag funktioniert, lässt sich erst mit den finalen Fahrzeugen und einer lokalen Probefahrt beurteilen. Bis dahin bleibt der neue Bayon ein angekündigtes Modell mit klaren Grunddaten, aber noch offenen Marktinformationen.

Quellen