Der Audi A4 e-tron könnte erst im Frühjahr 2029 in die Serienproduktion gehen. Das berichten deutsche Medien unter Berufung auf Informationen aus dem Volkswagen-Konzern; electrive hat die Angaben aufgegriffen. Audi hatte zuvor einen Marktstart im Jahr 2028 in Aussicht gestellt.

Eine offizielle Bestätigung des neuen Termins gibt es bislang nicht. Die Berichte nennen März 2029 als frühestmöglichen Produktionsbeginn. Andere interne Einschätzungen rechnen sogar mit Ende April oder Anfang Mai.

Ein frühes Modell auf der SSP-Plattform

Der A4 e-tron soll zu den ersten Fahrzeugen gehören, die auf der Scalable Systems Platform basieren. Volkswagen beschrieb SSP als eine elektrische, digitale und skalierbare Architektur, mit der die Zahl der technischen Plattformen im Konzern sinken soll.

Das Projekt hängt auch mit der Software-Entwicklung mit Rivian zusammen. Volkswagen will die von der RV-Tech-Gemeinschaft entwickelte Software-defined-Vehicle-Architektur in künftigen Elektroautos auf SSP-Basis einsetzen. Die Abstimmung zwischen Software, Elektronik und Fahrzeugtechnik macht das Konzernprojekt entsprechend anspruchsvoll.

Limousine und Avant erwartet

Die bisherigen Berichte nennen eine Limousine und einen Avant. Audi hat weder offizielle Bilder noch Angaben zu Batterie, Reichweite, Leistung, Preis oder den geplanten Märkten veröffentlicht.

Die Verzögerung könnte bedeuten, dass Audi länger ohne direkten elektrischen Konkurrenten zum kommenden BMW i3 und zur nächsten elektrischen Mercedes C-Klasse bleibt. Der Q4 e-tron nutzt derzeit die MEB-Plattform, während A6 e-tron und Q6 e-tron auf PPE basieren.

Volkswagen hatte 2021 angekündigt, die ersten SSP-Fahrzeuge ab 2026 zu produzieren. Sollte der A4 e-tron 2029 auf den Markt kommen, läge der Plattformstart rund drei Jahre hinter dem ursprünglichen Ziel.

Referenzbild: Audi MediaCenter. Das Foto zeigt nicht den künftigen A4 e-tron.

Quellen