Der Maserati GT2 Stradale „Tribute to MC12“. Offizielles Bild von Maserati.
Maserati GT2 Stradale Fuoriserie erinnert mit Einzelstück an den MC12
Maserati hat in Modena einen GT2 Stradale Fuoriserie für einen Sammler aus Taiwan vorgestellt. Das Projekt trägt den Namen „Tribute to MC12“ und übernimmt Farben sowie einzelne Gestaltungselemente des Maserati MC12 GT1. Dieser Rennwagen prägte eine erfolgreiche Phase der Marke in den Gran-Turismo-Meisterschaften.
Das Fahrzeug ist keine neue Serienausstattung für alle GT2 Stradale. Es handelt sich um ein individuelles Projekt des Maserati-Fuoriserie-Programms, das gemeinsam mit dem Kunden, dem Team in Modena und dem Centro Stile entwickelt wurde. Maserati bezeichnet das Ergebnis als Einzelstück, das nach den Wünschen des Besitzers konfiguriert wurde.
Die technische Basis ist der GT2 Stradale
Der GT2 Stradale ist die für die Straße zugelassene Version des Maserati GT2-Rennwagens. Er wird im historischen Werk in Modena gebaut und nutzt den 3,0 Liter großen Nettuno-V6 mit 640 PS. Maserati nennt 2,8 Sekunden für den Sprint von 0 auf 62 mph und eine Höchstgeschwindigkeit von mehr als 199 mph. Diese Angaben stammen vom Hersteller und sind keine unabhängigen Testergebnisse.
Das Fuoriserie-Projekt behält diese technische Basis bei und verändert vor allem die Außen- und Innenausstattung. Es ist kein neu aufgebauter MC12 und wird nicht als Nachfolger des historischen Modells vorgestellt. Maserati nutzt den aktuellen straßentauglichen Supersportwagen, um einen Teil seiner Rennsportgeschichte neu zu interpretieren.
Die Präsentation und Übergabe fanden am Maserati-Stammsitz in Modena statt. Zur Erfahrung des Besitzers gehörten eine private Führung durch das Werk an der Viale Ciro Menotti, eine Reise durch die Emilia und ein Besuch der Umberto-Panini-Sammlung in Modena. Diese Punkte gehören zur besonderen Übergabe und nicht zur Standardausstattung jedes GT2 Stradale.
Die Farben von Vitaphone Racing
Die Karosserie kombiniert Matte Digital Mint mit Nero-Essenza-Flächen und Akzenten in Giallo Avia Pervia. Maserati verbindet diese Farbwahl mit den MC12-GT1-Fahrzeugen von Vitaphone Racing. Die Tridente an der Front und an den Säulen sind gelb ausgeführt, ebenso das Thema der Maserati-Schrift am Heck.
Der große Heckflügel aus Carbon trägt den Maserati-Schriftzug in Giallo Avia Pervia. Die Anspielung auf den MC12 beschränkt sich damit nicht auf den Lack, sondern setzt sich bei sichtbaren Aerodynamikteilen und Emblemen fort.
Der sportliche Bezug reicht zurück zu den Ergebnissen beim 24-Stunden-Rennen von Spa. Maserati nennt Siege in den Jahren 2005, 2006 und 2008 sowie zweite Plätze 2007 und 2009. Der neue GT2 Stradale ist kein GT1-Rennwagen, doch diese Resultate erklären die Wahl der Farbgebung für das Fuoriserie-Projekt.
Carbonteile und Performance-Plus-Paket
Zur Einzelanfertigung gehören aerodynamische Carbonteile mit glänzender Oberfläche. Maserati nennt die vier Luftauslässe in der Motorhaube, die vorderen Lamellen, die hinteren Kanäle und den Heckflügel. Außerdem sind Carbon-Keramik-Bremsen mit gelben Bremssätteln und Zentralverschlussräder in anodisiertem Schwarz montiert.
Das Fahrzeug hat zusätzlich das Performance-Plus-Paket. Maserati hat in der Mitteilung zu diesem Einzelstück nicht alle Bestandteile des Pakets aufgelistet. Deshalb lässt sich nicht behaupten, dass jede Ausstattung eines anderen GT2 Stradale automatisch in diesem Auto enthalten ist.
Der Innenraum führt das Motorsportthema fort. Schwarze Rennsitze aus Alcantara tragen gelbe Tridente-Stickereien an den Kopfstützen und werden mit Vierpunktgurten kombiniert. Gelbe Kontrastnähte verlaufen über Lenkrad, Armaturentafel, Mitteltunnel und Türverkleidungen. Ein Carbon-Paket für den Innenraum greift die Gestaltung des Exterieurs auf.
Im Innenraum befindet sich außerdem ein spezielles „Tribute to MC12“-Emblem. Der Kunde hatte dieses Detail ausdrücklich gewünscht. Es kennzeichnet das Einzelprojekt und ist kein serienmäßiger Schriftzug der GT2-Stradale-Familie.
Was das Fuoriserie-Programm ermöglicht
Maserati Fuoriserie ist ein Prozess zur individuellen Gestaltung von Karosserie, Innenraum, Oberflächen und Ausstattung. Die Marke beschreibt ihn als Zusammenarbeit zwischen dem Kunden und dem Kreativteam. Das Programm gehört zu BOTTEGAFUORISERIE, dem Maserati-Zentrum für maßgeschneiderte Projekte.
Bei diesem Auto stammen Motor und technische Grundlage vom GT2 Stradale. Die Kombination aus Farben, Carbon, Polstern und Emblemen wurde dagegen für einen einzelnen Besitzer entwickelt. Die Bezeichnung Einzelstück bezieht sich deshalb auf das in Modena übergebene Fahrzeug und nicht auf eine angekündigte Kleinserie.
Maserati hat keinen Preis für diese Bestellung veröffentlicht. Auch wurde nicht bestätigt, dass jedes Detail später von anderen Kunden bestellt werden kann. Die offiziellen Angaben erlauben eine Beschreibung des Fahrzeugs, aber keine Aussage über einen Verkaufspreis oder eine allgemeine Verfügbarkeit.
Eine optische Hommage, kein neuer MC12
Der MC12 ist der historische Bezugspunkt des Projekts. Der GT2 Stradale „Tribute to MC12“ übernimmt seine Farben und die Verbindung zum Rennsport, bleibt technisch aber ein moderner Supersportwagen mit Nettuno-V6 und Straßenausstattung.
Diese Unterscheidung ist für Sammler wichtig. Das Fahrzeug ist kein MC12-Rennwagen, begründet keine neue MC12-Modellfamilie und darf nicht mit den historischen Straßen- oder Rennversionen verwechselt werden. Es ist eine zeitgemäße Interpretation, die ein Kunde über Fuoriserie beauftragt hat.
Häufige Fragen
Wie viele Fahrzeuge werden gebaut?
Maserati beschreibt das in Modena gezeigte Fahrzeug als Einzelstück für einen taiwanischen Sammler. Eine Serie wurde nicht angekündigt.
Welchen Motor nutzt es?
Der GT2 Stradale verwendet laut Maserati einen 3,0-Liter-Nettuno-V6 mit 640 PS.
Ist es ein Maserati MC12 für den Rennsport?
Nein. Es ist ein straßenzugelassener GT2 Stradale, der über Fuoriserie personalisiert und vom MC12 GT1 inspiriert wurde.
Wie hoch ist der Preis?
Maserati hat den Preis dieses Einzelprojekts nicht veröffentlicht.



