Der neue Pajero bleibt auf schwieriges Gelände ausgerichtet und wird das Spitzenmodell der Mitsubishi-Palette. Foto: Mitsubishi Motors
Mitsubishi Pajero kehrt nach fünf Jahren zurück. Der neue 4x4 wird am 2. September vorgestellt
Mitsubishi stellt die neue Generation Pajero am 2. September 2026 vor und bringt einen der bekanntesten Namen seiner Geschichte zurück auf den Markt. Der Hersteller bestätigt, dass es nicht nur ein Familien-SUV mit robustem Aussehen sein wird, sondern ein Geländewagen auf einem eigenen Chassis, abgeleitet vom Pick-up Triton.
Das Modell kehrt nach fünfjähriger Abwesenheit weltweit zurück und nimmt die Flaggschiff-Position in der Mitsubishi-Palette ein. Der Name unterscheidet sich je nach Markt: Pajero ist die Hauptbezeichnung, Montero wird in bestimmten Regionen verwendet. Eine mögliche Rückkehr des Namens Shogun im Vereinigten Königreich ist nicht offiziell bestätigt.
Die Verfügbarkeit in Rumänien und im übrigen kontinentalen Europa bleibt ebenfalls unangekündigt. Die Premiere im September sollte Märkte, Antriebe und den Verkaufskalender klären.
Eigenes Chassis, keine urbane SUV-Plattform
Mitsubishi hat bestätigt, dass der neue Pajero als Basis den Leiterrahmen des aktuellen Triton nutzt, der auch unter dem Namen L200 verkauft wird. Kabine, Vorder- und Hinterachsfahrwerk werden jedoch eigens für den Pajero entwickelt.
Diese Architektur stellt ihn in die Kategorie echter Geländewagen, neben Toyota Land Cruiser und Ford Everest, nicht in das Segment der SUV auf Pkw-Plattformen. Ein separates Chassis eignet sich für hohe Lasten, Zugbetrieb und schwierige Wege, kann aber Masse hinzufügen und das Verhalten auf Asphalt weniger agil machen.
Mitsubishi sagt, die Entwicklung eigener Fahrwerke ziele darauf, Geländetauglichkeit mit einem Komfortniveau zu verbinden, das einem Spitzenmodell angemessen sei. Wie gut dieser Kompromiss gelungen ist, lässt sich erst nach den endgültigen Spezifikationen und den ersten unabhängigen Tests beurteilen.
Das System S-AWC steuert den Allradantrieb
Ein weiteres bestätigtes Element ist Super All-Wheel Control, abgekürzt S-AWC. Das Mitsubishi-System koordiniert Allradantrieb, Bremsen und Drehmomentverteilung, um das Verhalten des Autos auf Oberflächen mit unterschiedlicher Haftung zu steuern.
Der Hersteller hat noch nicht alle technischen Details der Pajero-Version veröffentlicht. Teaser-Materialien zeigen jedoch, dass die Drehmomentverteilung zwischen linken und rechten Rädern auf dem zentralen Bildschirm für Geländefahrten nachvollziehbar sein wird.
Der Pajero erhält ein digitales Panel, das von den drei Hilfsanzeigen früherer Generationen inspiriert ist. Es zeigt:
- Höhe und Fahrtrichtung;
- Außentemperatur;
- Längs- und Querneigungswinkel der Karosserie;
- Drehmomentverteilung zwischen linker und rechter Seite.
Die Ausstattung hat eine praktische Funktion an Steigungen, engen Wegen und unebenem Gelände, ist aber auch ein direkter Verweis auf den Innenraum älterer Pajero.
Die Antriebe sind noch nicht angekündigt
Mitsubishi hat Motor, Leistung, Getriebe und Verbrauch der neuen Generation nicht bestätigt. Die technische Verbindung zum Triton macht die Nutzung vorhandener Komponenten möglich, reicht aber nicht aus, um zu behaupten, der Pajero übernehme den Diesel des Pick-ups unverändert.
Auch eine Hybrid- oder Plug-in-Hybrid-Version ist offiziell nicht angekündigt. Mitsubishis Erfahrung mit dem Outlander PHEV macht eine Elektrifizierung der Palette langfristig plausibel, jede dem neuen Pajero jetzt zugeschriebene Konfiguration bleibt jedoch Spekulation.
Diese Unbekannten sind für Europa wichtig, wo Masse, Emissionen und Preis eines SUV mit Leiterrahmen das Angebot begrenzen können. Ein in Asien oder Australien verfügbarer Antrieb passt nicht automatisch zu europäischen Vorschriften und zur Verkaufsstrategie.
Der Pajero kehrt mit einer Geschichte zurück, die 1982 begann
Der erste Mitsubishi Pajero wurde 1982 vorgestellt. In vier Generationen verkaufte der Hersteller mehr als 3,25 Millionen Exemplare in mehr als 170 Ländern und Regionen.
Der Ruf des Modells entstand auch in der Rallye Dakar. Der Pajero errang 12 Siege, davon sieben in Folge, eine Leistung, die Mitsubishi bis heute nutzt, um die Identität des neuen Modells zu definieren.
Die Produktion der Vorgängergeneration endete zuerst in Japan, 2019, der Rückzug von den letzten Exportmärkten erfolgte 2021. Der Pajero Sport, ebenfalls auf dem Pick-up Triton basierend, wurde getrennt weiterverkauft und sollte nicht mit dem jetzt zurückkehrenden Spitzenmodell verwechselt werden.
Kommt der neue Pajero nach Rumänien?
Vorläufig lautet die richtige Antwort, dass es keine Bestätigung gibt. Mitsubishi hat von einer globalen Rückkehr gesprochen, aber weder die Liste der Verkaufsländer veröffentlicht noch eine europäische Version angekündigt.
Der rumänische Markt könnte zu einem SUV passen, der ziehen und auf schwierigen Wegen fahren kann, aber Preis, Antrieb und Abgasnormen werden mehr zählen als der Bekanntheitsgrad des Namens. Der aktuelle lokale Importeur hat keinen Launch-Kalender mitgeteilt.
Die Premiere am 2. September zeigt das vollständige Design und sollte erste Antworten zum Antrieb liefern. Bis dahin feststehen der vom Triton abgeleitete Leiterrahmen, die eigens entwickelten Fahrwerke, das System S-AWC und die Positionierung des Pajero als neues Mitsubishi-Flaggschiff.



