smart hat bestätigt, dass der neue elektrische Zweisitzer #2 auch als BRABUS angeboten werden soll. Erste Teaserbilder zeigen eine überarbeitete Frontschürze, rote Akzente und eine Gestaltung, die an die sportlichen Ausführungen anderer smart-Modelle erinnert. Die wichtigsten Daten fehlen jedoch noch: Leistung, Beschleunigung, Höchstgeschwindigkeit, Fahrwerksänderungen, Preis und Marktstart sind nicht veröffentlicht.

Die Ankündigung folgt auf die Weltpremiere des normalen smart #2 auf dem Pariser Autosalon 2026. Damit kehrt smart nach mehreren Jahren mit elektrischen SUV-Modellen zum Format des kleinen Stadt-Zweisitzers zurück. Die BRABUS-Version dürfte direkter reagieren und auffälliger aussehen, doch ein Teaser ersetzt keine vollständige technische Beschreibung.

Die bestätigte technische Basis

Der smart #2 ist ein elektrisches Fahrzeug mit zwei Türen und zwei Sitzen. Pure, Pure+ und Premium sind 2.746 mm lang, die limitierte Couture Edition misst 2.764 mm. Die Basis bildet die Electric Compact Architecture, kurz ECA. Sie wurde eigens für den neuen Zweisitzer entwickelt und ist keine verkürzte Version der Plattformen von smart #1, #3 oder #5.

Der Elektromotor sitzt hinten und leistet 60 kW sowie 130 Nm. Die Kraft wird an die Hinterräder übertragen. Beim normalen Modell stehen kompakte Abmessungen, Wendigkeit in der Stadt und stabile Fahreigenschaften im Vordergrund. Die kurze Karosserie und die weit außen stehenden Räder gehören zum technischen Konzept.

Die LFP-Batterie speichert 35,8 kWh. smart nennt bis zu 290 km kombinierte WLTP-Reichweite als vorläufigen Zielwert, weil die europäische Homologation bei der Veröffentlichung noch nicht abgeschlossen war. Der angegebene kombinierte Verbrauch liegt bei 13,6 kWh/100 km. AC-Laden ist mit bis zu 11 kW möglich, DC-Laden mit bis zu 65 kW. Von 10 auf 80 Prozent sollen 20 Minuten vergehen.

Diese Werte gelten für den normalen #2. Sie können nicht automatisch auf BRABUS übertragen werden. Ein stärkerer Motor, andere Reifen oder eine geänderte Thermik können Verbrauch, Reichweite und Ladeverhalten beeinflussen. Für die sportliche Variante gibt es noch keinen offiziellen WLTP-Wert.

Was der BRABUS-Teaser zeigt

Die Bilder des smart #2 BRABUS zeigen zusätzliche Elemente an der Front und rote Details. Damit ist eine eigene Außengestaltung bestätigt, aber noch keine technische Änderung. smart und BRABUS haben bereits eine offizielle Zusammenarbeit bei sportlichen Elektroversionen, daher passt der Name in die bisherige Produktstrategie.

Noch ist unklar, ob der 60-kW-Motor ersetzt, mechanisch verändert oder nur per Software neu abgestimmt wird. smart hat auch nicht gesagt, ob die 35,8-kWh-Batterie erhalten bleibt. Mehr Leistung kann bei einem kleinen Akku mehr Energie und eine angepasste Wärmeabfuhr erfordern.

Auch das Fahrwerk ist offen. Der normale #2 besitzt eine unabhängige Fünflenker-Hinterachse, eine ungewöhnliche Lösung für diese Fahrzeugklasse. smart hat keine anderen Federn, Dämpfer, Stabilisatoren, Lenkung oder Bremsen für BRABUS bestätigt. Eine öffentliche Reifenspezifikation fehlt ebenfalls. Deshalb wäre es zu früh, allein wegen der roten Details eine deutlich veränderte Fahrdynamik zu behaupten.

Die vorsichtige Prognose lautet: BRABUS wird die Reaktion und die Optik des kleinen Elektroautos schärfen. Wie viel Leistung und welche Beschleunigung daraus entstehen, müssen smart oder BRABUS selbst nennen.

Warum die Abmessungen in der Stadt zählen

smart gibt für den #2 einen Wendekreis von 6,95 Metern zwischen den Bordsteinen an. Das hilft beim Einordnen der Alltagstauglichkeit in engen Straßen und kleinen Parklücken, beschreibt aber nicht das komplette Fahrverhalten. Der wichtigste praktische Wert bleibt die Länge von 2,746 Metern.

Der Innenraum ist auf zwei Personen ausgelegt und besitzt ein kompaktes Armaturenbrett. Zur Ausstattung gehören ein zentraler 10,1-Zoll-Bildschirm und ein 8,8-Zoll-Fahrerdisplay. Je nach Linie sind 4G, WLAN, Bluetooth, ein Sennheiser-Soundsystem und kabelloses Laden erhältlich. Es ist nicht bestätigt, dass alle diese Funktionen beim BRABUS serienmäßig sind.

Der #2 bietet außerdem Vehicle-to-Load. Damit können kompatible externe Geräte aus der Fahrzeugbatterie versorgt werden. smart hat in den Startinformationen keine maximale V2L-Leistung genannt. Die Funktion kann bei Freizeitaktivitäten oder als zeitweise Stromquelle nützlich sein, ihr Wert hängt aber von der finalen Ausstattung und dem verfügbaren Ladezustand ab.

Sicherheit und ECA-Plattform

Die Tridion Evo Sicherheitszelle ist die Weiterentwicklung der Struktur, die kleine smart-Modelle prägt. smart erklärt, dass sie den Innenraum schützt und gleichzeitig die kompakten Außenabmessungen ermöglicht. Der normale #2 bietet unter anderem smart Pilot Assist, adaptive Geschwindigkeitsregelung mit Stop-and-go und Highway Assist.

Je nach Markt und Ausstattung können außerdem Totwinkelüberwachung, eine Minderung von Heckkollisionen und eine Warnung vor Querverkehr hinten dazugehören. Für den smart #2 gibt es noch kein öffentliches Euro-NCAP-Ergebnis. Assistenzsysteme dürfen deshalb nicht mit einer bereits bestätigten Sicherheitswertung gleichgesetzt werden.

Die ECA-Plattform wurde mit Prototypen entwickelt, bei denen die neue Technik in bestehende fortwo-Karosserien eingebaut wurde. Getestet wurden Fahrdynamik, Strukturfestigkeit, Bremsen, Batterie, Software, Fahrwerksdauerhaltbarkeit und Klimatisierung. Das sind Herstellerprüfungen und keine unabhängigen Ergebnisse für die künftige BRABUS-Version.

Marktstart und offene Fragen

smart hat noch nicht gesagt, wann der #2 BRABUS vollständig vorgestellt wird, in welchen europäischen Märkten er angeboten wird oder was er kostet. Der normale #2 soll als Pure, Pure+, Premium und als auf 999 Fahrzeuge in Europa begrenzte Couture Edition erhältlich sein. Diese Angaben gelten für das Standardmodell und bestätigen weder die Ausstattung noch die Verfügbarkeit des BRABUS.

Für deutsche Käufer fehlen der Preis, die Lieferzeit, die Garantiebedingungen und die endgültige Ausstattung. Sollte BRABUS die Leistung erhöhen, könnte die offizielle Reichweite vom Zielwert von 290 km des Standardmodells abweichen. Das ist eine technische Möglichkeit und keine veröffentlichte Angabe.

Der smart #2 BRABUS ist damit ein bestätigtes Projekt mit einem ersten Teaser, aber noch kein vollständig beschriebenes Performance-Fahrzeug. Sicher sind derzeit der 60-kW-Heckmotor, die 35,8-kWh-LFP-Batterie, die WLTP-Zielreichweite von 290 km und die 65-kW-DC-Ladung des Standardmodells. Leistung, Beschleunigung, Fahrwerk, Preis und Marktstart müssen noch bekannt gegeben werden.

Offizielles smart-#2-Pressebild als Kontextbild für die künftige BRABUS-Version. Die Bildrechte liegen bei smart.

Quellen