Die Gemeinderäte müssen Null-Emissions-Zonen und Niedrigemissionszonen innerhalb von höchstens 12 Monaten nach Inkrafttreten des neuen Gesetzbuchs über Raumordnung, Städtebau und Bauwesen festlegen. Die Frist folgt aus Gesetz Nr. 169/2026, anwendbar ab 25. August 2026, was die Grenze auf den 25. August 2027 legt.

Für Fahrer bedeutet diese Frist nicht, dass alle älteren Autos ab dem 1. Januar 2027 automatisch in Städten verboten sind. Die Abgrenzung der Zonen und die Zugangsregeln müssen durch Beschlüsse der Gemeinderäte festgelegt werden. Bis zu ihrer Annahme gibt es keine einheitliche nationale Liste von Straßen, verbotenen Euro-Normen, Gebühren oder Bußgeldern für alle Ortschaften.

Was das neue Städtebaugesetzbuch vorsieht

Das Gesetzbuch wurde im Amtsblatt Nr. 661 vom 10. August 2026 veröffentlicht und trat am 25. August in Kraft. Artikel 406 verpflichtet die örtlichen Behörden, Null-Emissions-Zonen und Niedrigemissionszonen durch Gemeinderatsbeschlüsse festzulegen, auf Vorschlag der Abteilungen für Städtebau und Umwelt.

Die Maßnahme ist eine Übergangsregelung, gültig, bis die Zonen und die Regeln zur Verbesserung der Luftqualität in die allgemeinen Bebauungspläne aufgenommen werden. Das Gesetzbuch definiert diese Perimeter als Zonen, in denen Zufahrtsbeschränkungen für Fahrzeuge mit CO₂-Emissionen bestehen können.

Gesetz Nr. 155/2023 über nachhaltige urbane Mobilität bietet den weiteren Rahmen für Zonen mit niedrigem Emissionsniveau, abgekürzt ZNSE. Demnach können innerhalb einer ZNSE Beschränkungen und/oder eine Gebühr für den Zugang von Kraftfahrzeugen eingeführt werden, und die Zone wird durch Beschluss der zuständigen örtlichen Behörde genehmigt.

Was sich für Eigentümer älterer Autos ändern kann

Ein Rathaus kann im Rahmen des gesetzlichen Rahmens und der anwendbaren Methodik eine oder mehrere Zugangsregeln wählen. Dazu könnten gehören:

  • das Verbot des Zugangs für bestimmte Fahrzeugkategorien;
  • kostenpflichtiger Zugang für Autos, die die örtlich festgelegten Kriterien nicht erfüllen;
  • Zugang in bestimmten Zeitfenstern;
  • Ausnahmen für Anwohner, Einsatzfahrzeuge, Menschen mit Behinderungen oder andere im örtlichen Regelwerk vorgesehene Fälle;
  • die Prüfung des Zugangsrechts durch automatische Kennzeichenerkennung.

Die Liste oben beschreibt die Instrumente, die der gesetzliche Rahmen erlaubt, nicht bereits einheitlich in Rumänien genehmigte Regeln. Jeder örtliche Beschluss muss gesondert gelesen werden, um Perimeter, betroffene Fahrzeuge, Tarif, Ausnahmen, Anpassungszeitraum und Sanktionen zu erfahren.

Es gibt noch keine landesweit verbotene Euro-Norm

Das Alter des Autos ist allein kein Emissionsstandard. Zwei im selben Jahr zugelassene Autos können unterschiedliche Motoren und Euro-Normen haben, und CO₂-Emissionen beschreiben lokale Schadstoffe wie Stickoxide und Partikel nicht vollständig.

In der aktuellen Form sagt das Städtebaugesetzbuch nicht, dass alle Euro-3-, Euro-4- oder Dieselfahrzeuge ausgeschlossen werden, und setzt auch keinen nationalen Tarif. Konkrete Kriterien sollen in den örtlichen Beschlüssen erscheinen. Eine Überschrift, die bereits ein allgemeines Verbot „älterer Autos“ ankündigt, geht daher weiter als der Gesetzestext.

Bukarest und die großen Agglomerationen hatten bereits Pflichten aus 2023

Das Gesetz über nachhaltige urbane Mobilität von 2023 verlangte die Einrichtung von ZNSE in den von der Luftqualitätsgesetzgebung aufgeführten Agglomerationen. Das neue Gesetzbuch führt nun eine eigene Frist für die Festlegung durch örtliche Beschlüsse ein, bis zur Aktualisierung der allgemeinen Bebauungspläne.

Für Bukarest und die anderen betroffenen Städte ist die wichtige Entscheidung nicht mehr, ob eine Zone dem Grunde nach existiert, sondern ihre Form: wie groß der Perimeter wird, nach welchem Kriterium Autos eingeteilt werden und ob die Behörde auf Bepreisung, Beschränkung oder eine Kombination setzt.

Was Fahrer bis August 2027 beobachten sollten

Eigentümer müssen nicht sofort ein anderes Auto kaufen, nur weil das Gesetzbuch in Kraft getreten ist. Bevor eine Beschränkung praktische Wirkung entfaltet, muss die örtliche Behörde den zugehörigen Beschluss annehmen und veröffentlichen.

Das örtliche Dokument sollte auf fünf Angaben geprüft werden: die genauen Grenzen der Zone, das Anwendungsdatum, das technische Kriterium für Fahrzeuge, die Zugangskosten und die Ausnahmen. Die Euro-Norm findet sich im Zulassungszertifikat oder in den technischen Unterlagen des Autos, ihre Relevanz hängt aber vom in der jeweiligen Ortschaft angenommenen Regelwerk ab.

Häufige Fragen

Sind ältere Autos in Rumänien ab 2027 verboten?

Es gibt kein automatisches nationales Verbot aller älteren Autos. Die Gemeinderäte müssen Zonen festlegen und eigene Regeln durch Beschlüsse setzen.

Welche Frist gilt für die Festlegung der Zonen?

Das Gesetzbuch trat am 25. August 2026 in Kraft und sieht eine Höchstfrist von 12 Monaten vor. Die sich ergebende Grenze ist der 25. August 2027.

Wird der Zugang verboten oder bepreist?

Beide Varianten sind nach Gesetz Nr. 155/2023 möglich. Wahl, Tarife und Ausnahmen werden örtlich festgelegt.

Sind nur Dieselfahrzeuge betroffen?

Das Gesetzbuch führt kein allgemeines Verbot nur für Diesel ein. Die betroffenen Fahrzeugkategorien ergeben sich aus jedem örtlichen Regelwerk.

Quellen