GFG Style Peralta D. Foto: GFG Style.

GFG Style Peralta D: ein Maserati GranTurismo mit handgehämmertem Kupfer

GFG Style hat den Peralta D vorgestellt, ein einzelnes 2+2-Gran-Turismo-Coupé auf Basis des Maserati GranTurismo. Die Präsentation fand am 24. Oktober beim Pastejé Automotive Invitational 2026 in Mexiko statt. Auftraggeber ist der Unternehmer und Sammler Carlos Peralta; entworfen wurde das Fahrzeug von Fabrizio Giugiaro.

Die Karosserie ist nicht einfach kupferfarben lackiert. Die äußeren Flächen bestehen aus handgehämmertem Kupfer. GFG Style nennt keinen genauen Motor, keine Leistung, kein Gewicht und keine Fahrleistungen. Der Peralta D ist daher als individueller Design- und Karosseriebau auf Maserati-Basis zu verstehen, nicht als neue Serienvariante. Auch ein Preis wurde nicht veröffentlicht.

Eine Widmung an Peraltas Töchter

Der Peralta D folgt auf den Peralta S, ein früheres Einzelprojekt von GFG Style für Carlos Peralta auf Basis des Maserati MC20. Der Vorgänger war den Söhnen des Sammlers gewidmet. Der Buchstabe D steht für „daughters“, Töchter; mehrere Lösungen im Innenraum greifen diese Widmung auf. Daraus lässt sich keine allgemeine Aussage über weibliche Kundinnen ableiten.

Fabrizio Giugiaro leitete das Design. Das von Giorgetto und Fabrizio Giugiaro gegründete Studio arbeitet an Fahrzeugstyling, Prototypen und individuell gebauten Autos. Die niedrige, geometrische Formensprache des Peralta S wird beim neuen Modell auf einen größeren Viersitzer übertragen.

Kupfer unterhalb der Gürtellinie, Glas darüber

Der untere Karosseriebereich besteht aus manuell geformten Kupferblechen. GFG Style wählte das Material wegen seines warmen Farbtons und der Möglichkeit, große, möglichst ununterbrochene Flächen zu bauen. Oberhalb der Gürtellinie sitzt eine verspiegelte Glaskuppel, die farblich auf das Kupfer abgestimmt ist. Dadurch wirkt die Karosserie wie ein einziger monolithischer Körper.

Unter den sichtbaren Flächen liegen laut GFG Style eine Carbon-Struktur und eine Aluminiumplattform. Wie stark die ursprüngliche GranTurismo-Struktur verändert wurde, bleibt offen. Auch Masse, Torsionssteifigkeit und die genaue Konstruktion wurden nicht genannt.

Die Räder tragen ein anthrazitfarbenes Finish und ein geometrisches Muster im Stil der 1970er-Jahre. Die dunkle Farbe hebt das Kupfer hervor. Carbon-Elemente, darunter der vordere Spoiler und die hinteren Auspufföffnungen, bleiben optisch verborgen oder sind in die Karosserie integriert.

GFG Style Peralta D im Seitenprofil

Das Seitenprofil zeigt die Gran-Turismo-Proportionen sowie die Kupfer-Glas-Kombination. Foto: GFG Style.

Keine normalen Türen

Der vordere Zugang erfolgt über eine einteilige Kuppel, die von der Lösung des Peralta S abgeleitet ist. Die Seitenscheiben arbeiten unabhängig. Für die Rücksitze gibt es hinten eine Öffnung im Stil von Flügeltüren ohne die übliche untere Türstruktur. Sie soll den Zugang zu den beiden hinteren Plätzen erleichtern.

Die historische Referenz ist eine von Giorgetto Giugiaro 1967 für den De Tomaso Mangusta entwickelte Lösung. Bei einem 2+2-Coupé verringert eine solche Öffnung das praktische Problem, unter einem niedrigen Dach und an den Vordersitzen vorbei zur zweiten Reihe zu gelangen.

Vorne und hinten verlaufen schmale Lichtleisten über die Fahrzeugbreite. Zusätzliche Leuchten sitzen hinter Rautengittern aus gefrästem und laserbearbeitetem Aluminium. GFG Style bezeichnet diesen Ansatz als „Shadow Lights“, weil die Leuchten in die Flächen integriert und nicht als separate Elemente aufgesetzt sind.

Der Innenraum übernimmt das Kupferthema

Sitze, Armaturenbrett und Verkleidungen sind mit Leder in Metallic-Optik bezogen. Perforierte Alcantara-Einsätze bringen eine andere Oberfläche ein, während echte Kupferfäden für die Nähte verwendet werden. Damit wird das Materialthema der Außenhaut in den Innenraum übertragen.

Das Armaturenbrett ist symmetrisch aufgebaut, aber die beiden Seiten haben unterschiedliche Aufgaben. Vor dem Fahrer befindet sich die Instrumentierung. Auf der Beifahrerseite liegt eine Schminkstation; der Bildschirm davor kann zu einem beleuchteten Spiegel werden. Diese Ausführung ist Teil der individuellen Bestellung und gehört nicht zur Serienausstattung des GranTurismo.

In der hinteren Mittelkonsole steckt ein ausfahrbarer Kühlschrank für eine Champagnerflasche und vier Kupfergläser. GFG Style nennt kein Kofferraumvolumen und keine weiteren Alltagsdaten. Der Fond ist damit eher als privater Salon denn als normaler Transportbereich gestaltet.

Innenraum des GFG Style Peralta D

Metallic-Leder, perforierte Alcantara und Nähte aus Kupferfaden. Foto: GFG Style.

Die technische Basis ist nicht vollständig erklärt

Maserati bietet den GranTurismo je nach Markt mit dem Nettuno-V6 oder als vollelektrischen Folgore an. Die offiziellen Beschleunigungswerte der Baureihe reichen von 3,9 bis 2,7 Sekunden. Diese Werte gelten nicht automatisch für den Peralta D.

GFG Style hat weder den Antrieb noch Änderungen an Fahrwerk, Getriebe, Batterie oder Allradtechnik bestätigt. Sichtbare Auspufföffnungen können auf einen Verbrennungsmotor hindeuten, sind aber keine offizielle technische Information. Leistung, Gewicht, Batterie und Höchstgeschwindigkeit bleiben unbekannt.

Ein Einzelstück statt einer neuen Modellreihe

Der Peralta D ist ein Einzelauftrag und keine limitierte Maserati-Baureihe. Sein Wert liegt in den handgearbeiteten Kupferflächen, der Familiengeschichte, dem ungewöhnlichen Zugang und dem Aufwand, eine neue Karosserie auf einer Serienplattform zu bauen.

Das Projekt zeigt, wie sich ein GranTurismo verändern lässt, wenn die Serienkarosserie nur als Ausgangspunkt dient. Es zeigt aber auch die Grenze einer rein visuellen Betrachtung. Solange Motor, Gewicht, Zulassung und Preis nicht veröffentlicht sind, ist eine technische Bewertung nicht möglich. Der Peralta D bleibt vorerst ein einzigartiges Designobjekt von GFG Style.

Quellen