Der Omoda 4 misst 4,42 Meter und nutzt ein Full-Hybrid-System mit 224 PS. Fotoquelle: Omoda & Jaecoo
Der Omoda 4 debütiert in Europa mit 224 PS. Er kann mit dem Dacia Duster konkurrieren, der Preis bleibt unbekannt
Der Omoda 4 trat erstmals öffentlich in Europa beim regionalen Finale der Valorant-Meisterschaft auf, das vom 28. bis 30. August 2026 in Barcelona stattfand. Das Kompakt-SUV der Chery-Gruppe kommt mit einem Full-Hybrid-System von 224 PS, Vorderradantrieb und einer 4,42 Meter langen Karosserie.
Das Modell tritt in ein dicht besetztes Marktsegment ein, zu dem auch der Dacia Duster gehört. Ein seriöser kommerzieller Vergleich ist jedoch verfrüht: Omoda hat den europäischen Preis, die Bodenfreiheit, das Kofferraumvolumen und das Launch-Datum in Rumänien nicht bekannt gegeben.
Ein 4,42-Meter-SUV, länger und niedriger als der Duster
Der Omoda 4 steht auf der Plattform T1X und misst 4.420 mm Länge, 1.870 mm Breite und 1.570 mm Höhe. Der Radstand beträgt 2.720 mm, die gezeigte Version hat Vorderradantrieb.
Gegenüber dem Dacia Duster ist das chinesische Modell rund 77 mm länger, 57 mm breiter und 86 mm niedriger. Sein Radstand ist 63 mm größer. Die Zahlen rücken beide Autos in der Grundfläche näher zusammen, machen sie aber nicht automatisch gleichwertig.
Der Duster hat eine höhere Karosserie, eine Bodenfreiheit von bis zu 217 mm und eine Allradversion. Für den Omoda 4 sind Bodenfreiheit, charakteristische Winkel und eine 4x4-Variante bislang nicht veröffentlicht. Nach den verfügbaren Daten scheint das neue Modell eher auf den Stadtbetrieb als auf schwierige Wege ausgerichtet.
Full-Hybrid-System mit 224 PS, ohne Steckerladung
Die für Europa angekündigte Version nutzt die Technologie SHS-H, Omodas Bezeichnung für sein Full-Hybrid-System. Ein 1,5-Liter-Turbo-Benzinmotor arbeitet mit dem elektrischen Teil und einem eigenen 1-DHT-Getriebe zusammen.
Die maximale Systemleistung beträgt 165 kW, entsprechend 224 PS, das Drehmoment erreicht 295 Nm. Die Batterie hat eine Kapazität von 1,83 kWh. Der Omoda 4 ist kein Plug-in-Hybrid: Der Akkumulator lädt im Fahrbetrieb durch Energierückgewinnung und mit Hilfe des Verbrennungsmotors, ohne Kabel und ohne externe Station.
Der Hersteller hat noch keine homologierten Werte für Verbrauch, Emissionen, Beschleunigung oder Höchstgeschwindigkeit veröffentlicht. Auch das Leergewicht ist unbekannt, sodass die höhere Leistung gegenüber den aktuellen Duster-Versionen allein keinen Schluss auf Fahrleistungen oder Effizienz zulässt.

Die Heckleuchten nutzen eine grafische Signatur, die die Marke „Cyber Lightning“ nennt. Fotoquelle: Omoda & Jaecoo
13,2-Zoll-Zentralbildschirm und ein Innenraum mit digitalen Akzenten
Das Außendesign verwendet schmale Scheinwerfer, kantige Flächen und in die Türen integrierte Griffe. Am Heck haben die Leuchteneinheiten eine vom Hersteller „Cyber Lightning“ genannte Lichtsignatur. Das in Barcelona ausgestellte Auto erhielt eine vom Spiel Valorant inspirierte Grafik, die keine für den Verkauf angekündigte Serienversion darstellt.
Im Innenraum sitzt ein vertikaler Zentralbildschirm von 13,2 Zoll. Die europäische Modellseite zeigt außerdem ein Panoramadach, beheizte und belüftete Vordersitze und einen Startknopf, der aus der Mittelkonsole aufsteigt. Die genaue Ausstattungsliste hängt vom Markt und vom Ausstattungsniveau ab.
Die Produktion des Modells begann in China am 26. April 2026. Der erste europäische Auftritt in Barcelona entspricht nicht der Auftragseröffnung, sondern geht den separat für mehrere Märkte angekündigten kommerziellen Starts voraus.
Kann der Omoda 4 ein Rivale des Dacia Duster sein?
Ja, wenn er einen ähnlichen Preis hat und über ein ausreichend großes Netz verkauft wird. Beide Modelle richten sich an Käufer, die ein kompaktes SUV suchen, und Omoda kommt mit einem stärkeren Hybridsystem und einem längeren Radstand.
Der Vergleich endet vorerst hier. Der Duster hat bekannte Preise, Innenraumvolumina, Anhängelasten und Fähigkeiten auf unbefestigten Wegen. Beim Omoda 4 fehlen gerade die Daten, die das Verhältnis von Raum, Kosten und praktischem Nutzen festlegen. Die Formel „Duster killer“ beschreibt eine kommerzielle Ambition, kein nachgewiesenes Ergebnis.
Ein weiterer Maßstab wird die lokal angebotene Garantie sein. Omoda & Jaecoo ist in Rumänien präsent, der Omoda 4 erscheint aber noch nicht im Konfigurator oder in der lokalen Palette. Der Importeur hat weder einen Preis noch ein Bestelldatum oder den Zeitraum der ersten Auslieferungen mitgeteilt.
Wann er nach Europa und Rumänien kommen könnte
Omoda hat angekündigt, dass das Modell in den kommenden Monaten auf einige europäische Märkte kommt. In Italien ist die öffentliche Präsentation auf dem Autosalon Turin zwischen dem 11. und 13. September 2026 geplant, in den Niederlanden wird der Launch für Anfang 2027 angegeben.
Diese Kalender bestätigen nicht automatisch die Verfügbarkeit in Rumänien. Bis zu einer lokalen Ankündigung sind die einzigen gesicherten Informationen die Full-Hybrid-Konfiguration, die vorläufigen Abmessungen und das europäische Debüt. Der Preis entscheidet, ob der Omoda 4 tatsächlich mit dem Duster konkurriert oder sich näher bei teureren Kompakt-SUVs positioniert.
Konsultierte Quellen
- Omoda & Jaecoo Frankreich — Abmessungen und vorläufige Spezifikationen des Omoda 4
- Omoda & Jaecoo Spanien — Ausstattung und Design des Modells
- Omoda & Jaecoo Polen — Produktion, Radstand und Hybridsystem
- Omoda & Jaecoo Rumänien — auf dem lokalen Markt verfügbare Palette
- Dacia Rumänien — Abmessungen und Fähigkeiten des aktuellen Duster



