Volkswagen ID.4. Offizielles Bild aus dem Volkswagen Newsroom; das Foto zeigt nicht den fertigen ID. Tiguan.

Volkswagen bestätigt den Namen ID. Tiguan für den elektrischen ID.4-Nachfolger

Volkswagen hat bestätigt, dass die überarbeitete Version des Elektro-SUV ID.4 den Namen ID. Tiguan tragen wird. Das Modell soll Anfang Oktober 2026 vorgestellt werden, Anfang 2027 in Europa starten und später in die USA kommen, wo es den ID.4 kommerziell ablösen soll.

Der elektrische ID. Tiguan bleibt technisch vom Tiguan mit Verbrenner- und Hybridantrieben getrennt. Der Elektro-SUV nutzt MEB, der konventionelle Tiguan basiert auf MQB. Volkswagen hat noch nicht alle technischen Daten, Preise und länderspezifischen Termine veröffentlicht.

Warum Volkswagen den Namen ID.4 aufgeben könnte

Volkswagen hat offiziell angekündigt, etablierte Namen auf Elektrofahrzeuge zu übertragen. Der ID. Polo war das erste von der Marke vorgestellte Beispiel, der ID. Tiguan ist nun die nächste Anwendung dieser Strategie.

Tiguan ist eine logische Wahl für ein Elektro-SUV vergleichbarer Größe wie der ID.4. Das Modell mit Verbrennern und Hybriden ist eines der wichtigsten Autos der Marke: Bei der Vorstellung der aktuellen Generation teilte Volkswagen mit, dass von 2007 bis 2023 7,6 Millionen Exemplare gebaut worden seien.

Im September 2025 kündigte Volkswagen an, bekannte Namen auf elektrische Modelle zu übertragen. Die aktuelle Bestätigung betrifft den Namen und die kommerzielle Nachfolge des ID.4, nicht die endgültigen Daten für Batterie, Leistung, Reichweite oder Preis.

Geraderes Äußeres und Elemente der neuen ID-Modelle

Die in Tests fotografierten Prototypen behalten die Grundproportionen des aktuellen ID.4, zeigen aber eine stark veränderte Karosserie. Die Front hat klarer abgegrenzte Scheinwerfer und eine Lichtleiste über dem geschlossenen Grill, das Volkswagen-Emblem soll beleuchtet sein.

Schweller, Stoßfänger und Seitenflächen wirken gerader als beim aktuellen Modell. Hinten nähert sich die Lichtsignatur der von ID. Polo und ID. Cross. Die Änderungen sollen dem SUV eine robustere Präsenz und eine klarere visuelle Verbindung zu Volkswagens neuen Elektroautos geben.

Bisher von der Fachpresse veröffentlichte Bilder umfassen Fotos getarnter Prototypen und redaktionelle Renderings. Volkswagen hat noch keine offiziellen Fotos der Serienversion gezeigt, sichtbare Details können sich also bis zum Debüt ändern.

Der Innenraum soll eine der Hauptkritiken am ID.4 korrigieren

Das Update soll ein neu gestaltetes Armaturenbrett und die Rückkehr physischer Bedienelemente bringen. Prototypen deuten konventionelle Tasten am Lenkrad und einen Klimabereich an, der leichter zu nutzen ist als die Touchflächen der aktuellen Generation.

Andreas Mindt, Designchef von Volkswagen, hat zuvor eingeräumt, dass die beim Golf 8 eingeführten Touch-Lösungen die Kundenzufriedenheit beeinträchtigt haben. Die neuen ID. Polo, ID. Cross und ID.3 Neo zeigen bereits den Kurswechsel: vereinfachte Oberflächen, überarbeitete Materialien und mehr Funktionen ohne Wischen auf kapazitiven Flächen.

Auto Express zitiert eine Volkswagen-Quelle, wonach das Ausmaß der Umgestaltung mit dem Übergang vom Golf 5 zum Golf 6 vergleichbar sei. Die beiden Generationen hatten eine ähnliche technische Basis, aber die Änderungen an Design, Innenraum und Feinabstimmung waren groß genug, dass Volkswagen sie als eigene Modelle behandelte.

Die MEB+-Plattform und mögliche Batterien

Das künftige SUV soll eine Weiterentwicklung der aktuellen Architektur nutzen, bekannt als MEB+, nicht die für Ende des Jahrzehnts geplante SSP-Plattform. Volkswagen hat das Motoren- und Batterieangebot des aktualisierten Modells nicht veröffentlicht.

Die britische Presse schätzt, dass das Angebot dem Beispiel des neuen ID.3 Neo folgen könnte. Dieser ist mit Nettokapazitäten von 50, 58 und 79 kWh, Leistungen zwischen 125 und 170 kW und einer WLTP-Reichweite von bis zu 630 km erhältlich, je nach Version. Diese Werte lassen sich nicht direkt auf ein größeres, schwereres SUV übertragen.

Für den ID.4-Nachfolger sind Varianten mit Hinterradantrieb und zwei Motoren wahrscheinlich, Volkswagen hat sie aber nicht bestätigt. Ebenso nennt Auto Express eine 58-kWh-Batterie mit LFP-Chemie als mögliche Lösung für die Basisversion, nicht als offizielle Spezifikation.

Was über Produktion und Start bekannt ist

Volkswagen hat bestätigt, dass das Werk Emden den ID.4 auch nach dem Facelift weiter produzieren wird, neben ID.7 und ID.7 Tourer. Die Formulierung des Unternehmens ist wichtig: Die offizielle Mitteilung spricht weiter vom ID.4, nicht vom ID. Tiguan.

Das Unternehmen hat kein Vorstellungsdatum genannt. Der fortgeschrittene Stand der Prototypen legt nahe, dass das Debüt näher rückt, aber jeder Zeitplan vor der Volkswagen-Mitteilung bleibt Schätzung.

Was das für Käufer in Rumänien bedeutet

Der aktuelle ID.4 bleibt im Konfigurator von Volkswagen Rumänien verfügbar, wo die Basisversion zum Redaktionszeitpunkt ab etwa 39.945 € gelistet ist. Dieser Preis gehört zum jetzt verkauften Modell und sagt nicht, was der künftige ID. Tiguan kosten wird.

Für einen Käufer, der ein neues Elektro-SUV prüft, könnte die Änderung drei praktische Vorteile bringen: eine leichter zu bedienende Schnittstelle, aktualisierte Batterien und Elektronik sowie einen Innenraum mit verbesserten Materialien. Bis zur offiziellen Vorstellung lassen sich Reichweite, Ladegeschwindigkeit oder der Preisunterschied zum ID.4 nicht bewerten.

Häufige Fragen

Ist der ID. Tiguan offiziell bestätigt?

Ja. Volkswagen hat den Namen ID. Tiguan für den überarbeiteten Elektro-ID.4 bestätigt. Vollständige Daten und der Termin für Rumänien stehen noch aus.

Ist es eine komplett neue Generation?

Die verfügbaren Informationen deuten auf ein sehr umfangreiches Update des aktuellen ID.4 auf einer Weiterentwicklung der MEB-Plattform hin. Es gibt keine Bestätigung eines komplett neuen Autos auf der SSP-Plattform.

Wird es weiterhin einen Tiguan mit Verbrenner oder Hybrid geben?

Ja. ID. Tiguan ergänzt die Elektro-Palette und ersetzt den aktuellen Tiguan mit Verbrenner- und Plug-in-Hybridantrieben nicht sofort.

Wann kommt er nach Rumänien?

Volkswagen hat für den rumänischen Markt noch keinen Termin, keine Preise und keine Versionen mitgeteilt.

Quellen