In der Klasse der kompakten SUVs ist der MG ZS eine interessante Option. Er verbindet ansprechendes Design, solide Leistung und einen zugänglichen Preis – attraktiv für Käufer, die viel Auto fürs Geld wollen.

Der MG ZS ist ein kompakter SUV mit Abmessungen vergleichbar zum Hauptrivalen Dacia Duster. Trotz der kompakten Größe bietet er ein überraschend geräumiges Innere – mehr als der Duster und viele andere Fahrzeuge der Klasse.

Der MG ZS ist mit zwei Benziner-Motoren sowie als vollelektrischer ZS EV erhältlich. Trotz des günstigen Preises liefert der ZS eine beeindruckende Serienausstattung, darunter ein 10-Zoll-Touchscreen-Infotainment mit Android Auto und Apple CarPlay.

Ein großer Vorteil des MG ZS ist die großzügige Herstellergarantie: sieben Jahre oder 150.000 km. Das zeigt das Vertrauen des Herstellers in Qualität und Zuverlässigkeit.

Zum Antrieb stehen ein 1,5-Liter-Saugmotor und ein 1,0-Liter-Turbo zur Wahl. Der 1,5 VTi-tech hat keinen Turbolader – für maximale Leistung muss man drehen. Der 1,0-Liter-Turbo liefert dagegen mehr Drehmoment bei niedrigen Drehzahlen, was die Beschleunigung entspannter macht.

Alle ZS-Versionen haben drei Lenkmodi: Urban, Normal und Dynamic. Urban reagiert weicher und schneller bei niedrigen Geschwindigkeiten und beim Einparken; Dynamic erhöht den Lenkaufwand, verstärkt den Dämpfungseffekt und verbessert die Kontrolle bei mittleren und hohen Geschwindigkeiten. Normal balanciert Federung und dynamische Reaktion sehr gut.

Obwohl er nicht der raffinierteste oder aufregendste SUV ist, bietet der MG ZS ein ordentliches Komfortniveau und ist recht leise. Die Lenkung ist im Normalmodus relativ schwer, Dynamic oder Urban sind wählbar. Dynamic addiert Gewicht ohne spürbar mehr Feedback, Urban lockert das Lenkrad im Stadtverkehr sinnvoll.

Die Innenraumqualität ist für den Preis bemerkenswert gut. Angenehme Materialien am Armaturenbrett, solide Tasten und ein sauberer Abschluss. Kurz: Der ZS wirkt innen deutlich hochwertiger als der Dacia Duster.

Serienmäßig gibt es ein 10-Zoll-Touchscreen-Infotainment. Die Grafik ist klar genug, aber der Bildschirm sitzt tief in der Armatur, und zwischen Tipp und Reaktion vergeht mitunter eine Weile.

Die Sitzposition überzeugt nicht. Man sitzt höher als in einem kleinen Hatchback, aber der Sitz bietet wenig Lordosenstütze (keine Lordosenverstellung), und das Lenkrad ist nur in der Höhe, nicht in der Tiefe verstellbar. Große Fahrer müssen oft näher an die Pedale rücken, als ihnen lieb ist, um ans Lenkrad zu kommen.

Eine der Stärken des MG ZS ist der geräumige Innenraum. Vorne ist viel Platz – vergleichbar mit teureren kleinen SUVs – für Kopf und Beine. Die Breite verhindert Schulterkontakt. Es gibt zudem viele Ablagen vorn.

Hinten setzt sich der Vorteil fort: Der ZS bietet wieder mehr Platz als der Duster und die meisten Konkurrenten. Selbst Personen über 1,80 m sollten Bein- und Kopffreiheit finden.

Beim Gepäckraum sind die offiziellen 448 Liter des ZS geringfügig größer als beim Duster. Praktisch packten wir sechs Handgepäckstücke unter die Abdeckung des ZS, beim Duster sieben – weil dessen Ladebereich quadratischer und praktischer ist. Trotzdem gehört der ZS zu den größten Kofferräumen der Klasse; alle Versionen haben serienmäßig einen höhenverstellbaren Boden.

Welche Variante auch immer: Es gibt viel Ausstattung. Einstiegs-Excite-Modelle bringen LED-Scheinwerfer, Klimaanlage und Tempomat neben dem Touchscreen.

Der MG ZS ist ein günstiger SUV mit viel Inhalt fürs Geld. Trotz Schwächen bei Fahrkomfort, Serien-Sicherheitsniveau und begrenzter Sitzverstellung lohnt er für alle, die einen kompakten SUV zum fairen Preis suchen. Die lange MG-Garantie ist ein weiteres Plus.