Der Kia EV6 GT ist nicht mehr nur die schnelle Version eines elektrischen Crossovers. Nach dem Facelift kommt er auf 650 PS, beschleunigt in 3,5 Sekunden von 0 auf 100 km/h und versucht etwas, das wenigen Elektroautos gelingt: Leistung in Fahrspaß zu verwandeln. Wir haben den neuen EV6 GT gefahren, um zu sehen, ob das Erlebnis am Steuer einen Preis von über 74.000 Euro in Rumänien rechtfertigt.

Es gibt ein immer offensichtlicheres Problem in der Welt der Performance-Elektroautos: Fast alle sind sehr schnell.

Leistung ist nicht mehr unbedingt ein ausreichendes Argument. Es gibt bereits zahlreiche Familienmodelle, die 100 km/h schneller erreichen als die Sportwagen, die wir vor 15 oder 20 Jahren bewundert haben.

Die Frage lautet also nicht mehr nur „Wie schnell ist er?“, sondern eher „Macht er auch Spaß?“

Beim neuen Kia EV6 GT ist die Antwort überraschend einfach: ja.

Und genau darin liegt, denke ich, die größte Stärke dieses Autos.

Kia EV6 GT kurzgefasst

Spezifikation Kia EV6 GT
Antrieb 2 Elektromotoren
Antriebsart Allrad AWD
Maximale Leistung 650 PS mit Launch Control
Leistung im GT-Modus 609 PS
Maximales Drehmoment 770 Nm
0-100 km/h 3,5 Sekunden
Höchstgeschwindigkeit 260 km/h
Batterie 84 kWh
WLTP-Reichweite bis zu 450 km
WLTP-Verbrauch circa 20,9 kWh/100 km
Maximale DC-Ladung 258 kW
Laden 10-80% circa 18 Minuten
Preis Rumänien ab 74.524 Euro inkl. MwSt.

Auf dem Papier reichen die Zahlen bereits, um Aufmerksamkeit zu erzeugen.

Aber die Spezifikationen erzählen nicht die ganze Geschichte.

Von 585 auf 650 PS. Aber die Leistung ist nicht die wichtigste Änderung

Die erste EV6-GT-Generation war bereits absurd schnell. Sie hatte 585 PS und konnte viele Sportwagen mit weit prestigeträchtigeren Emblemen in eine heikle Lage bringen.

Das Facelift legt die Latte noch höher.

Der Kia EV6 GT entwickelt jetzt 609 PS im GT-Modus, und die Aktivierung von Launch Control ermöglicht vorübergehend den Zugriff auf maximal 650 PS und 770 Nm.

Das Ergebnis ist ein Sprint von 0 auf 100 km/h in 3,5 Sekunden.

Die Höchstgeschwindigkeit erreicht 260 km/h, ein ungewöhnlich hoher Wert für ein Elektroauto dieser Klasse.

Wer im EV6 GT ausschließlich den brutalen Schlag erwartet, den manche Tesla-Modelle liefern, könnte sogar überrascht sein.

Kia liefert die Leistung nicht hysterisch.

Die ersten Dutzend Kilometer pro Stunde sind extrem schnell, aber kontrolliert. Das eigentliche Gefühl entsteht, wenn man weiter beschleunigt. Ab 50-60 km/h scheint der EV6 GT nicht mehr aufhören zu wollen.

Ein Überholen wird zur Formalität.

Auf der Autobahn bleiben die Zwischensprints auch bei Geschwindigkeiten beeindruckend, bei denen viele Elektroautos schon an Enthusiasmus verlieren.

Der grüne Knopf verändert das Auto vollständig

Am Lenkrad gibt es ein Detail, das das EV6-GT-Erlebnis definiert: den grünen GT-Knopf.

In Eco oder Normal könnte man dieses Auto fast wie jedes andere EV6 fahren.

Die Lenkung ist leicht, das Fahrwerk wird vernünftig komfortabel, und das Gaspedal reagiert progressiv genug, dass man nicht dauernd daran erinnert wird, über 600 PS unter dem rechten Fuß zu haben.

Dann drückt man den GT-Knopf.

Der Charakter des Autos ändert sich.

Die Gasannahme wird deutlich aggressiver, die Lenkung gewinnt Gewicht, das Fahrwerk strafft sich, und die Elektronik gibt mehr Freiheit.

Aus einem komfortablen Elektro-Crossover wird ein Auto, das wirklich versucht, den Fahrer einzubinden.

Und das zählt mehr als die 650 PS.

Kia EV6 GT Test: 650 PS und der Beweis, dass ein Stromer Charakter haben kann

Das virtuelle „Getriebe“ wirkt wie ein Kunstgriff. Bis man es nutzt

Die wohl umstrittenste Neuheit des Facelifts ist das System Virtual Gear Shift.

Ein Elektroauto braucht kein konventionelles Getriebe.

Der EV6 GT weiß das.

Der Fahrer weiß das.

Kias Ingenieure wissen das.

Und trotzdem haben sie eines simuliert.

Das System bildet Gangwechsel durch Variationen von Drehmoment, Sound und Gasannahme nach. Es gibt sogar Paddel hinter dem Lenkrad, mit denen man die „Gänge“ steuern kann.

Auf dem Papier klingt das fast wie ein Videospiel.

Am Steuer funktioniert es jedoch überraschend gut.

Wählt man bei niedriger Geschwindigkeit einen zu hohen Gang, reagiert das Auto träge, genau wie ein Verbrenner. Erreicht man die virtuelle Drehzahlgrenze und schaltet nicht, geht der EV6 GT in eine Art Begrenzung.

Wenn maximale Beschleunigung das Ziel ist, schaltet man das System natürlich aus und lässt die Elektromotoren tun, was sie am besten können.

Aber auf einer kurvigen Straße?

Dort wird es unterhaltsam.

Die virtuellen Schaltungen geben etwas, das die meisten Elektroautos verloren haben: Rhythmus.

Man hat einen Grund, die Paddel zu nutzen, den Kurveneingang vorauszusehen und am Ausgang den „Gang“ zu wechseln.

Das macht das Auto nicht schneller.

Es macht es interessanter.

Es ist eines der wenigen Elektroautos, das Spaß machen will

Hier liegt der Unterschied zwischen dem EV6 GT und vielen anderen sehr starken Elektroautos.

Brutale Beschleunigung beeindruckt die ersten Tage.

Danach gewöhnt man sich daran.

Was bleibt, ist das Verhalten des Autos.

Kia hat das verstanden und ist weit über stärkere Motoren hinausgegangen.

Der EV6 GT hat ein spezifisches adaptives Fahrwerk, ein elektronisches Hinterachsdifferenzial und einen eigenen Drift-Modus.

Ja, es gibt einen Drift Mode.

Und in einer kontrollierten Umgebung kann das Auto genug Leistung an die Hinterachse schicken, um deutlich verspielter zu werden, als man von einem Elektro-Crossover mit über zwei Tonnen erwartet.

Er macht aus dem EV6 GT keinen BMW M3.

Die Masse bleibt, und die Physik lässt sich nicht vollständig austricksen.

Aber Kia schafft etwas Wichtiges: Das Auto fühlt sich nicht wie ein extrem schnelles Haushaltsgerät an.

Es hat Charakter.

Wie fährt sich der Kia EV6 GT im Alltag?

Interessant ist, dass all diese Spielereien den Alltag nicht ruinieren.

Im normalen Fahrmodus wird der EV6 GT überraschend zivilisiert.

Er ist keine Limousine, und die 21-Zoll-Räder können ernsthafte Unebenheiten rumänischen Asphalts nicht vollständig verbergen, aber das adaptive Fahrwerk leistet sehr gute Arbeit.

Auf normalen Straßen lässt sich das Auto problemlos täglich nutzen.

Die Sitzposition ist für einen Crossover niedrig, die Sportsitze bieten guten Seitenhalt, und der tiefe Schwerpunkt lässt den EV6 näher an einem großen Hatchback als an einem klassischen SUV wirken.

Die Lenkung bietet nicht das Feedback-Niveau eines klassischen Sportwagens, ist aber präzise und schnell.

In schnellen Kurven spürt man das Gewicht, aber nicht störend. Die Bodenbatterie und eine gute Massenverteilung helfen dem EV6 GT, sehr stabil zu bleiben.

Es ist das Auto, mit dem man montags ruhig mit der Familie fahren und den GT-Knopf drücken kann, wenn die richtige Straße kommt.

Kia EV6 GT Test: 650 PS und der Beweis, dass ein Stromer Charakter haben kann

Innenraum: immer noch ein Kia, aber ein sehr gut gemachter

Wer erwartet, dass der Innenraum wie in einem exotischen 650-PS-Auto aussieht, wird wahrscheinlich enttäuscht.

Denn der EV6 GT bleibt im Kern ein EV6.

Das Armaturenbrett wird von den beiden gewölbten 12,3-Zoll-Bildschirmen beherrscht, einem für die Digitalinstrumente und einem für das Multimedia-System.

Die Ergonomie ist gut, und Kia behält genug physische Tasten, dass man nicht jede Funktion in einem Menü suchen muss.

Die Materialien sind insgesamt gut, auch wenn man in den unteren Bereichen Kunststoffe findet, die daran erinnern, dass man nicht in einem Porsche sitzt.

Der Unterschied zu einem normalen EV6 kommt vor allem von den Sportsitzen, GT-Details und neongrünen Akzenten.

Die Sitze verdienen eine eigene Erwähnung.

Sie stützen den Körper in Kurven ausgezeichnet, ohne auf langer Strecke unbequem zu werden.

Es ist auch ein praktisches Auto

Die Leistung hat die Vorteile der E-GMP-Plattform nicht beseitigt.

Der großzügige Radstand bedeutet viel Platz hinten, und der fast flache Boden hilft, wenn drei Personen auf der Bank sitzen.

Der Kofferraum bietet etwa 480 Liter, genug für eine Familie und unvergleichlich praktischer als bei traditionellen Sportwagen mit ähnlicher Leistung.

Das ist eines der faszinierenden Dinge am EV6 GT.

Vor etwa 15 Jahren musste man für 0-100 km/h in 3,5 Sekunden fast immer einen ernsthaften Kompromiss bei Platz oder Komfort akzeptieren.

Im EV6 GT kann man zwei Kindersitze hinten unterbringen, Gepäck in den Kofferraum legen und dann schneller beschleunigen als viele Supersportwagen jener Zeit.

Verbrauch Kia EV6 GT: hier kommen die Kompromisse

650 PS sind nicht umsonst.

Der offizielle Verbrauch liegt bei etwa 20,9 kWh/100 km, aber dieses Niveau dauerhaft zu treffen erfordert viel Disziplin.

Im normalen Stadt- und Überlandverkehr sind Werte um 20-23 kWh/100 km vollkommen plausibel.

Auf der Landstraße kann man bei ruhiger Fahrt sogar in Richtung 17-18 kWh/100 km kommen.

Die Autobahn ändert die Lage.

Bei etwa 130 km/h ist mit einem Verbrauch zu rechnen, der in Richtung 26-28 kWh/100 km steigen kann, je nach Temperatur, Wind und Reifen.

Und wenn man den GT-Modus häufig nutzt, ist der Verbrauch vermutlich nicht mehr die Hauptfrage.

Die offizielle WLTP-Reichweite beträgt bis zu 450 km.

Unter realen Bedingungen ist für eine lange Fahrt eine Schätzung von etwa 300-350 km zwischen Stopps realistischer, wenn man auf der Autobahn fährt.

Die 800-V-Architektur bleibt einer der größten Vorteile

Hier holt der EV6 GT einen guten Teil dessen zurück, was er beim Verbrauch verliert.

Die E-GMP-Plattform nutzt eine elektrische Architektur von etwa 800 V, die maximale DC-Ladeleistung erreicht 258 kW.

Unter Idealbedingungen kann die Batterie von 10 % auf 80 % in etwa 18 Minuten gehen.

In Rumänien wird dieser Vorteil relevanter, je mehr HPC-Stationen mit 300 und 400 kW an den Hauptkorridoren erscheinen.

Praktisch kann die Pause an einer passenden Station kurz genug sein, dass das Laden nicht mehr das Hauptproblem einer langen Reise ist.

Das ist auch einer der Gründe, warum ich den EV6 GT Rivalen mit größeren Batterien, aber deutlich niedrigeren Ladegeschwindigkeiten vorziehen würde.

Kia EV6 GT vs. Hyundai IONIQ 5 N

Das ist der unvermeidliche Vergleich.

Beide Modelle teilen die E-GMP-Plattform und sehr viel Technik.

Der Hyundai IONIQ 5 N hat ebenfalls bis zu 650 PS, kann in etwa 3,4 Sekunden von 0 auf 100 km/h beschleunigen und bietet ein eigenes virtuelles Schaltsystem.

In Rumänien ist der IONIQ 5 N um etwa 70.000 Euro erhältlich und kann damit sogar etwas günstiger sein als der Kia.

Hyundai ist jedoch extremer.

Der IONIQ 5 N wirkt vor allem für den Fahrer gebaut, der Sensationen und möglicherweise Streckentage sucht.

Der EV6 GT ist etwas diskreter und reifer.

Würde ich ausschließlich das spektakulärste Fahrerlebnis suchen, hätte der IONIQ 5 N einen kleinen Vorteil.

Wollte ich ein einziges Auto für Familie, lange Strecken und Spaß, erscheint mir der EV6 GT ausgewogener.

Kia EV6 GT Test: 650 PS und der Beweis, dass ein Stromer Charakter haben kann

Kia EV6 GT vs. Tesla Model Y Performance

Das Model Y Performance ist finanziell wohl der gefährlichste Rivale.

Die neue Generation bietet etwa 460 PS, erreicht 100 km/h in 3,5 Sekunden und hat eine WLTP-Reichweite von etwa 580 km.

Wichtiger: Der offizielle Verbrauch beträgt nur 16,2 kWh/100 km.

Tesla gewinnt klar bei Effizienz und Reichweite.

Zudem kann das Model Y Performance mit einem Preis von etwa 62.000 Euro über 12.000 Euro günstiger sein als der EV6 GT.

Tesla hat auch den Vorteil des Supercharger-Ökosystems.

Aber Kia gewinnt an einem anderen Punkt.

Der EV6 GT ist das interessantere Auto zum Fahren.

Lenkung, Fahrwerk, Hinterachsdifferenzial, GT- und Drift-Modi und vor allem Virtual Gear Shift geben ihm eine Persönlichkeit, die das Model Y Performance nicht in gleichem Maß reproduziert.

Tesla ist die rationale Wahl.

Kia ist die des Enthusiasten.

Kia EV6 GT vs. BMW i4 M60

Der BMW i4 M60 ist ein interessanter Vergleich, weil er bereits traditionelles Premium-Terrain betritt.

In Rumänien liegt der Startpreis bei rund 70.000 Euro, vor Extras.

BMW bietet einen raffinierteren Innenraum, bessere Materialien und ein überzeugenderes Premium-Erlebnis.

Außerdem bleibt der i4 sehr angenehm zu fahren.

Aber es gibt zwei Probleme.

Erstens die Optionsliste, die den Preis schnell treiben kann.

Zweitens bietet der EV6 GT hervorragende Leistung und eine sehr schnelle Ladearchitektur in einem serienmäßig extrem gut ausgestatteten Paket.

BMW ist premiumer.

Kia ist spektakulärer.

Kia EV6 GT vs. Ford Mustang Mach-E GT

Der Mustang Mach-E GT bleibt ein interessanter Rivale für Käufer eines leistungsstarken Elektro-SUV.

Mit etwa 487 PS beschleunigt er in rund 3,8 Sekunden auf 100 km/h.

Er ist schnell, praktisch und hat eine konkurrenzfähige Reichweite.

Der Listenpreis für den GT lag zuletzt in Rumänien um die Schwelle von 70.000 Euro, obwohl Ford häufig wichtige Aktionskampagnen fährt.

Fords Problem erscheint bei der Technik.

Die DC-Ladeleistung liegt klar unter der der 800-V-Plattform von Kia, und das Fahrerlebnis hat nicht dasselbe Maß an Theater.

Der Mach-E GT ist sehr schnell.

Der EV6 GT versucht, auch unterhaltsam zu sein.

Was kostet der Kia EV6 GT in Rumänien?

Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung dieses Tests hat der Kia EV6 GT einen empfohlenen Preis von 74.524 Euro inkl. MwSt. in Rumänien.

Das ist viel.

Es hat keinen Sinn, fast 75.000 Euro als zugängliche Summe darzustellen, nur weil das Auto 650 PS hat.

In dieser Preisspanne findet man bereits BMW-, Mercedes-Benz- oder Audi-Modelle.

Aber man muss auch analysieren, was man bekommt.

Der EV6 GT kommt werkseitig sehr gut ausgestattet, hat Allrad, 650 PS, adaptives Fahrwerk, elektronisches Differenzial, Laden bis 258 kW und Leistung eines ernsthaften Sportwagens.

So betrachtet beginnt die Gleichung etwas mehr Sinn zu ergeben.

Lohnt sich der Kia EV6 GT?

Es kommt darauf an, wonach man sucht.

Wer das effizienteste Performance-Elektroauto fürs Geld will, kann das Tesla Model Y Performance kaum ignorieren.

Wer das Erlebnis am nächsten an einem Streckenauto sucht, ist der Hyundai IONIQ 5 N vermutlich noch radikaler.

Wenn Luxus und Innenraumqualität Priorität haben, spielt der BMW i4 M60 in einer premiumeren Zone.

Der EV6 GT steht irgendwo in der Mitte all dieser Welten.

Er ist schnell, aber nicht nur schnell.

Er ist praktisch, aber nicht langweilig.

Er kann auf langer Strecke komfortabel sein, hat aber auch einen Drift Mode.

Und er kann schnell genug laden, dass eine lange Fahrt mit einem Elektroauto nicht mehr wie eine Expedition wirkt, die man zwei Tage vorher planen muss.

Carboratory-Urteil

Der Kia EV6 GT zeigt, dass Elektroautos nicht nur effizient, leise und absurd schnell sein müssen. Sie können auch Persönlichkeit haben.

Die 650 PS sind spektakulär, sind paradoxerweise aber nicht das, was uns am meisten gefallen hat.

Virtuelle Gänge, GT-Modus, Drift-Modus, das Fahrwerk und die Möglichkeit, das Auto aus einem komfortablen Elektro-Crossover in ein Spielzeug von über zwei Tonnen zu verwandeln, machen den Unterschied.

Bei 74.524 Euro kann der EV6 GT nicht mehr als günstige Alternative zu Premium-Modellen gelten.

Er ist teuer genug, dass man diesen Autotyp wirklich wollen muss.

Aber er ist auch gut genug, dass das Kia-Emblem auf der Haube kein Argument dagegen mehr ist.

Vielleicht der größte Beweis für Kias Fortschritt ist genau das: Nach ein paar Stunden am Steuer des EV6 GT denkt man nicht mehr, er sei beeindruckend für einen Kia.

Er ist einfach ein sehr gutes Performance-Elektroauto.

Vorteile

  • außergewöhnliche Leistung und 650 PS mit Launch Control
  • eines der unterhaltsamsten aktuellen E-Autos
  • Virtual Gear Shift fügt überraschend viel Persönlichkeit hinzu
  • 800-V-Architektur und sehr schnelles Laden
  • genug Platz für den Einsatz als Familienauto
  • adaptives Fahrwerk und mehrere Fahrmodi
  • 260 km/h Höchstgeschwindigkeit
  • großzügige Serienausstattung

Nachteile

  • Preis über 74.000 Euro
  • hoher Autobahnverbrauch
  • reale Reichweite fällt schnell, wenn man die Leistung nutzt
  • der Innenraum bietet nicht das Premium-Niveau eines BMW oder Mercedes-Benz zu ähnlichem Preis
  • Masse von über zwei Tonnen lässt sich nicht vollständig verbergen

Häufige Fragen zum Kia EV6 GT

Wie viel PS hat der Kia EV6 GT?

Der Kia EV6 GT entwickelt bis zu 650 PS und 770 Nm, wenn Launch Control aktiviert ist. Im GT-Modus beträgt die maximale Leistung etwa 609 PS.

Wie schnell ist der Kia EV6 GT von 0 auf 100 km/h?

Mit aktiviertem Launch Control beschleunigt der Kia EV6 GT von 0 auf 100 km/h in etwa 3,5 Sekunden.

Wie hoch ist die Höchstgeschwindigkeit des Kia EV6 GT?

Die Höchstgeschwindigkeit beträgt 260 km/h.

Welche Reichweite hat der Kia EV6 GT?

Die offizielle WLTP-Reichweite erreicht etwa 450 km. Im realen Einsatz hängt die Reichweite stark von Temperatur, Fahrstil und Tempo ab.

Welche Batterie hat der Kia EV6 GT?

Die aktualisierte Version nutzt eine Batterie mit 84 kWh.

Wie lange dauert das Laden des Kia EV6 GT?

Dank der 800-V-Architektur und einer maximalen DC-Leistung von etwa 258 kW kann das Laden von 10 % auf 80 % etwa 18 Minuten dauern, an einer kompatiblen Schnellstation und unter optimalen Bedingungen.

Was kostet der Kia EV6 GT in Rumänien?

Der empfohlene Preis für den Kia EV6 GT beträgt zum Zeitpunkt der Veröffentlichung 74.524 Euro inkl. MwSt.

Kia EV6 GT oder Hyundai IONIQ 5 N?

Der Hyundai IONIQ 5 N ist etwas radikaler und stärker auf Sportfahrt und Strecke ausgerichtet. Der Kia EV6 GT bietet einen besseren Kompromiss aus Leistung, Komfort und Alltag.

Kia EV6 GT oder Tesla Model Y Performance?

Das Tesla Model Y Performance ist effizienter, hat mehr Reichweite und kostet weniger. Der Kia EV6 GT bietet jedoch ein komplexeres Fahrerlebnis, eine sehr schnelle Ladearchitektur und mehr Persönlichkeit für den enthusiastischen Fahrer.

Kann der Kia EV6 GT als Familienauto genutzt werden?

Ja. Trotz Sportwagenleistung hat der EV6 GT fünf Sitze, viel Platz auf der Rückbank und einen Kofferraum von etwa 480 Litern, was ihn täglich gut nutzbar macht.