Fotoquelle: Analogue Automotive, über Auto Express
Ein Lotus Elise S1 mit einem Mittelsitz und 600 kg kostet mehr als 400.000 Euro
Das britische Unternehmen Analogue Automotive hat den ersten VHPK für einen Kunden fertiggestellt. Das Auto geht von einem Lotus Elise der ersten Generation aus, erhält aber eine Karosserie aus Kohlefaser, einen modifizierten Rover-K-Series-Motor und einen einzelnen Sitz in der Mitte des Innenraums.
Der VHPK wiegt rund 600 kg mit Betriebsflüssigkeiten und leistet mehr als 250 PS. Das Leistungsgewicht erreicht so etwa 400 PS/Tonne. Es werden nur 35 nummerierte Exemplare gebaut, der Preis beginnt beim Gegenwert von etwa 407.600 €, vor Steuern.
Die Umrechnung nutzt den Referenzkurs der Europäischen Zentralbank vom 2. September 2026. Der Originaltarif beträgt 350.000 Pfund Sterling und umfasst den Kauf des als Basis dienenden Lotus Elise S1.
Warum der Fahrer in der Mitte sitzt
Die Mittelposition erinnert sofort an den McLaren F1, Analogue Automotive nennt jedoch eine andere Inspirationsquelle: die Einsitzer, die Anfang der 2000er-Jahre in der Autobytel Lotus Championship antraten.
Für diese Anordnung hat die Werkstatt Armaturenbrett, Lenksäule und Bedienelemente neu gestaltet. Die manuelle Schaltung sitzt links vom Fahrer, die klassische Handbremse wurde durch eine elektrische ersetzt. Der VHPK hat keine Beifahrersitze.

Fotoquelle: Analogue Automotive, über Auto Express
1,9-Liter-K-Series-Motor, ohne Aufladung
Der Originalmotor des Elise S1 wurde nicht ersetzt. Analogue Automotive vergrößerte den Hubraum der Rover-K-Series-Einheit auf 1,9 Liter und nutzte geschmiedete, aus dem Block gefertigte Innenteile. Der Saugmotor ist mit einem Fünfgang-Schaltgetriebe mit kurzen Übersetzungen und einem Sperrdifferenzial gekoppelt.

Fotoquelle: Analogue Automotive, über Auto Express
Die Werkstatt behielt den K-Series-Motor und die Saugbefüllung, damit Ansprechverhalten und Charakter nahe am Modell der 1990er-Jahre bleiben. Die Abgasanlage besteht aus Edelstahl.
Kohlefaser auch an der Karosserie und Keramikbremsen
Die Massenreduktion beschränkt sich nicht auf den Wegfall des Beifahrersitzes. Die Karosseriepaneele sind aus Kohlefaser, der VHPK hat Keramik-Kohlenstoff-Bremsscheiben, leichte Naben und Schmiedefelgen. Optional können Kunden Carbonfelgen bestellen, die die Gesamtmasse um weitere 12 kg senken.
Tank und Elektrik wurden neu aufgebaut, um unnötiges Gewicht zu entfernen. Die angegebene Masse liegt mehr als 100 kg unter der eines serienmäßigen Elise S1, ein großer Unterschied für ein Auto, das bereits um Leichtbau konstruiert war.

Fotoquelle: Analogue Automotive, über Auto Express
Das erste Exemplar ist in PK Purple lackiert
Das Auto auf den Bildern ist der erste für einen Kunden gebaute VHPK. Er hat einen individuellen Ton namens PK Purple, lila Alcantara im Innenraum und goldene Auspuffendrohre.
Bestellungen laufen direkt bei Analogue Automotive. Der Preis von über 400.000 € enthält keine Steuern, Transport, Zulassung oder mögliche Kosten, um ein solches Auto nach Rumänien zu bringen. Homologation und Zulassungsmöglichkeit müssen vor dem Kauf einzeln geprüft werden, weil der VHPK eine umfangreiche Änderung eines bestehenden Autos ist.



