Foto: Bentley. Bild aus der Galerie der Sonderedition.
Bentley hat eine Sonderedition des Continental GT S und des Continental GTC S als Hommage an den polnischen Astronomen Nicolaus Kopernikus entwickelt. Verantwortlich ist Mulliner, Bentleys hauseigene Abteilung für individuelle Aufträge. Die Edition wird ausschließlich in Polen angeboten. In den verfügbaren Angaben nennt Bentley keinen Preis, keine Produktionszahl und keinen exakten Bestellzeitraum.
Das Konzept bezieht sich auf das heliozentrische System, das mit Kopernikus verbunden wird. Mulliner setzt die Idee in drei Ausstattungswelten namens Sun, Earth und Moon um. Die Namen stehen für Farben und Materialien, nicht für unterschiedliche Motoren. Technische Grundlage bleiben die aktuellen Modelle Continental GT S und GTC S.
Drei Farben für eine astronomische Idee
Sun erhält eine orangefarbene Manuka-Lackierung. Im Innenraum werden Gravity-Grau und orange Akzente kombiniert. Earth nutzt außen den Blauton Nebula und innen Imperial Blue sowie Aegean Blue. Moon trägt die silberne Außenfarbe Moonstruck und verbindet sie mit einem dunklen Beluga-Innenraum und hellen Ice-Details.
Alle drei Fahrzeuge teilen ein Motiv nach dem Kopernikanischen Diagramm. Darauf sind Merkur, Venus, Erde, Mars, Jupiter, Saturn, Uranus und Neptun dargestellt. Das Motiv gehört zur Mulliner-Personalisierung. Es verändert weder das Infotainment noch Batterie, Motor oder Fahrwerk.

Foto: Bentley. Sun, Earth und Moon unterscheiden sich durch eigene Außen- und Innenraumfarben.
Die technische Basis der S-Modelle
Der Continental GT S ist das Coupé mit festem Dach, der GTC S das Cabriolet. Beide Modelle haben vier Sitzplätze und eine sportlicher ausgelegte Abstimmung als die komfortorientierten Varianten. Beim GTC verändert das versenkbare Dach die Nutzung, das Gewicht und die Karosseriesteifigkeit. Die Wahl zwischen GT und GTC ist daher mehr als eine reine Stilfrage.
In der Ankündigung der neuen S-Modelle nennt Bentley für den High Performance Hybrid 680 PS und 930 Nm. Die Beschleunigung von 0 auf 100 km/h soll 3,5 Sekunden betragen, die Höchstgeschwindigkeit 306 km/h. Diese Daten gelten für die Baureihe Continental GT S und GTC S. Ohne ein eigenes Datenblatt dürfen sie nicht als separate Messwerte für die drei Kopernikus-Themen ausgegeben werden.
Das Hybridsystem kombiniert einen V8-Benziner mit einem Elektromotor und einer Traktionsbatterie. Die Sonderedition verändert hauptsächlich die optische Ausführung: Lack, Leder, Nähte, Einlagen und Grafiken. Bentley hat für Sun, Earth und Moon keine größere Batterie, andere Leistung oder spezielle Fahrwerksabstimmung angekündigt.
Mulliner kann die Materialien des Innenraums mit der Außenfarbe abstimmen. Für die polnische Kampagne wurden drei komplette Gestaltungsgeschichten definiert, die alle auf dem astronomischen Thema beruhen.
Warum die Edition nur in Polen erhältlich ist
Kopernikus wurde in Toruń geboren und ist eng mit der polnischen Wissenschaftsgeschichte verbunden. Der nationale Bezug erklärt, warum Bentley die Sonderedition auf den polnischen Markt begrenzt. Der Continental GT S und der GTC S werden zwar auch in anderen Ländern angeboten, die Kopernikus-Konfiguration gehört aber nicht automatisch zu deren normalen Konfiguratoren.
Ein Kunde aus Deutschland könnte nach einer individuellen Mulliner-Ausführung fragen. Das wäre jedoch nicht zwingend dieselbe offizielle Edition. Eine persönliche Sonderanfertigung wird mit dem Kunden abgestimmt, während eine Markt-Edition bereits als gemeinsames Konzept für eine bestimmte Region definiert ist.
Auch eine Produktionszahl wurde nicht genannt. Deshalb lässt sich derzeit weder von einer nummerierten Kleinserie noch von einem garantierten Sammlerwert sprechen. Eine ungewöhnliche Farbkombination macht ein Fahrzeug erkennbar, aber die tatsächliche Seltenheit erfordert eine offizielle Stückzahl.

Foto: Bentley. Die Innenraumakzente richten sich nach dem gewählten Thema.
Personalisierung statt neuer Antrieb
Die Kopernikus-Edition ist vor allem ein Designprojekt. Mulliner verbindet Planetenmotiv, Lackierung und Materialien, lässt die technische Grundlage der S-Modelle aber unverändert. Die verfügbaren Informationen nennen keine Änderungen an Motor, Batterie, Fahrwerk oder den offiziellen Leistungsdaten.
Offen sind noch die wichtigsten Verkaufsdetails: der Preis der drei Themen, die Zahl der Fahrzeuge, die Bestellfrist und die Frage, ob Sun, Earth und Moon bei beiden Karosserieformen verfügbar sind. Die Galerie zeigt die Gestaltung, ersetzt aber keine Preisliste oder verbindliche Bestellung.
Für Leser in Deutschland ist die Edition ein Beispiel dafür, wie Bentley ein weltweit angebotenes Modell mit einer nationalen Geschichte verbindet. Sun, Earth und Moon teilen das Motiv des Sonnensystems, die Vermarktung bleibt jedoch auf Polen beschränkt.
Die Aufteilung in Coupé und Cabriolet macht außerdem deutlich, dass Mulliner nicht nur ein einzelnes Ausstellungsstück gestaltet. Die gleiche Geschichte kann auf zwei Karosserieformen übertragen werden, deren Nutzung sich im Alltag unterscheidet. Beim GT steht der feste Dachaufbau im Mittelpunkt, beim GTC die Möglichkeit, das Fahrzeug offen zu fahren. Welche Kombination aus Karosserie und Farbthema tatsächlich bestellt werden kann, muss Bentley für den polnischen Markt noch konkret ausweisen.
Auch die Bezeichnung „Sonderedition“ sagt allein nichts über eine limitierte Stückzahl aus. Erst eine offizielle Angabe zur Produktion würde zeigen, ob es sich um eine kleine Serie oder um eine länger verfügbare Sonderkonfiguration handelt. Bis dahin sollte die Copernicus-Ausführung vor allem als dokumentiertes Mulliner-Design mit regional begrenzter Verfügbarkeit verstanden werden.
Quellen
Bentley Newsroom – Continental GT S und GTC S



