Der erste elektrische Ferrari ist noch nicht bei Kunden, hat aber bereits die Tuningbranche aufmerksam gemacht. Vossen Wheels hat eine Reihe von Renderings veröffentlicht, in denen der Ferrari Luce neue Felgen, eine geringere Bodenfreiheit und deutlich aggressivere Aerodynamikteile als das Serienmodell erhält.

Das Projekt ist zumindest vorerst eine digitale Übung. Vossen hat kein physisch umgebautes Auto gezeigt und kein komplettes, bestellbares Paket angekündigt.

Die G2-13T-Felgen verändern die Proportionen

Das Herzstück der Neuinterpretation ist der Felgensatz Vossen G2-13T mit geschmiedeter Duoblock-Konstruktion und Flächen, die an aerodynamische Scheiben aus dem Motorsport erinnern. Die silberne Oberfläche kontrastiert mit den schwarzen Karosserieteilen und betont die ungewöhnlichen Formen des Luce.

Vossen bietet das Modell G2-13T in Größen von 19 bis 24 Zoll an. Die genaue Größe in den Ferrari-Renderings wurde nicht mitgeteilt; die Bildproportionen deuten auf Felgen von etwa 22 Zoll hin, das bleibt aber eine visuelle Schätzung, keine bestätigte Angabe.

Ferrari Luce Vossen von hinten, mit festem Flügel und geändertem Diffusor

Die Karosserie sitzt sehr nah an den Rädern und lässt den Abstand zwischen Reifen und Kotflügeln fast verschwinden. Der Effekt wirkt in den Bildern spektakulär, eine solche Bodenfreiheit würde das Auto auf öffentlichen Straßen jedoch schwer nutzbar machen, besonders bei Unebenheiten oder Schwellen.

Fester Flügel und neue Aerodynamikteile

Die Renderings beschränken sich nicht auf einen Felgentausch. Vossen hat einen stärker ausgeprägten Frontsplitter, verlängerte Seitenschweller und einen neu gestalteten Heckdiffusor hinzugefügt. Die sichtbarste Änderung ist der feste Heckflügel, der die klare Silhouette des Serienmodells in etwas circuitnahes verwandelt.

Es gibt jedoch keine Aerodynamikdaten, Windkanalversuche oder Abtriebswerte. Ohne sie müssen Flügel und übrige Teile als Designelemente betrachtet werden, nicht als nachgewiesene Leistungsverbesserungen.

Seitenansicht des Ferrari Luce in der Vossen-Interpretation, mit stark abgesenkter Federung

Eine Designübung, kein offizieller Ferrari

Vossen greift nicht in das elektrische System ein und kündigt keine Änderungen an Leistung, Batterie oder Reichweite an. Die Bilder sollen zeigen, wie stark sich die Wahrnehmung des Autos durch Räder, Karosserielage und wenige Außenteile ändern kann.

Die Unterscheidung von einem Ferrari-Produkt ist wichtig. Der Luce auf den Bildern ist keine in Maranello entwickelte Leistungsversion, und die Konfiguration hat keine angekündigte Straßenzulassung.

Motor1 schätzt die Kosten eines G2-13T-Felgensatzes auf etwa 8.000 Euro, vor weiteren möglichen Ausgaben für Transport, Reifen und Montage. Der Preis einer kompletten Umrüstung lässt sich nicht berechnen, weil Vossen derzeit nicht alle in den Renderings gezeigten Änderungen als ein Paket verkauft.

Die ersten Auslieferungen des Ferrari Luce werden zeigen, ob Eigentümer das umstrittene Design des Stromers individualisieren wollen. Bis dahin bleibt das Vossen-Projekt eine Demonstration einer möglichen Aftermarket-Richtung, kein tatsächlich erhältliches Auto.

Bildquelle: Vossen, über Motor1.