Lotus hat bisher nur Teilbilder des künftigen Type 135 veröffentlicht. Fotoquelle: Lotus

Lotus Type 135 erhält einen Hybrid-V8 und über 1.000 PS. Die Markteinführung ist für 2028 geplant

Lotus hat bestätigt, dass sein künftiger Supersportwagen, in der Entwicklungsphase unter der Bezeichnung Type 135 bekannt, ein Hybridsystem mit V8-Motor nutzen und 1.000 PS überschreiten wird. Erste Auslieferungen sind für 2028 geplant, die Produktion soll in Europa stattfinden.

Das Projekt stellt eine große Änderung gegenüber dem 2021 angekündigten Plan dar. Damals wurde Type 135 als vollständig elektrischer Sportwagen für 2026 vorgestellt. Lotus hat die Strategie seither überarbeitet und behält den Elektroantrieb für Eletre, Emeya und Evija, bringt den Verbrennungsmotor an der Spitze der Palette aber über ein Hybridsystem zurück.

Ein Mittelmotor-V8 nach 22 Jahren

Lotus-Technology-Chef Feng Qingfeng erklärte in der Investorenkonferenz vom 27. August 2026, Type 135 markiere die Rückkehr eines Lotus-Modells mit mittig platziertem V8 nach 22 Jahren. Die Referenz ist der Lotus Esprit V8, dessen Produktion 2004 endete.

Dieser Zusammenhang bedeutet nicht, dass das neue Auto Esprit heißen wird. Lotus hat den Handelsnamen nicht angekündigt, Type 135 und Vision X sind Projektbezeichnungen. Bis zur Bestätigung durch das Unternehmen bleibt der Name Esprit eine in der Automobilpresse diskutierte Möglichkeit, keine offizielle Information.

Die Leistung über 1.000 PS entsteht durch die Kombination des V8 mit einem oder mehreren Elektromotoren. Lotus hat Hubraum, Zahl der Turbolader, Batteriekapazität oder die genaue Leistungsverteilung zwischen Verbrenner und Elektroseite nicht veröffentlicht.

Das Massenziel liegt bei rund 1.500 kg

Lotus sagt, es strebe eine Gesamtmasse von rund 1.500 kg an. Das Ziel ist schwierig für ein Auto, das einen V8, eine Batterie, Elektromotoren und die Elektronik eines Hochvoltsystems enthalten muss.

Feng Qingfeng erklärte, Type 135 werde eine 800-V-Elektroarchitektur und kompakte Elektromotoren nutzen. Laut den Investoren vorgelegten Daten soll ein für das Projekt entwickelter 150-kW-Elektromotor rund 20 kg wiegen, gegenüber 75–95 kg für eine vergleichbare konventionelle Einheit. Das Unternehmen verknüpfte die Lösung mit Technik aus der Formel 1, hat aber noch kein detailliertes Datenblatt veröffentlicht.

Die genannte Masse ist vorerst ein Entwicklungsziel. Sie stellt nicht das Gewicht eines homologierten Serienmodells dar und kann bis 2028 geändert werden.

Allradantrieb und mit Geely entwickelte Technik

Lotus hat zuvor angegeben, der künftige Supersportwagen werde Allradantrieb haben, nötig um die Leistung des Hybridsystems auf den Boden zu bringen. Die genaue Konfiguration ist unbekannt, aber Elektromotoren können die getrennte Drehmomentsteuerung von Achsen oder Rädern erlauben.

Die Entwicklung profitiert von den Ressourcen der Geely-Gruppe, Mehrheitsaktionär von Lotus. Die Unternehmensleitung sagt, die Partnerschaft gebe Zugang zu Komponenten, Zulieferern und Produktionsvolumen, die Lotus allein zu denselben Kosten nicht tragen könnte.

Lotus behält die Verantwortung für die traditionell mit der Marke verbundenen Bereiche: Massenreduktion, Aerodynamik, Fahrwerksabstimmung und Verhalten auf der Rennstrecke. Type 135 wird laut Präsentation der Leitung vor Investoren auch als Basis für eine künftige GT3-Teilnahme vorbereitet.

Wo Type 135 in der Lotus-Palette stehen wird

Das neue Modell besetzt den Raum zwischen Emira, dem Einstiegssportwagen der Marke, und Evija, dem limitierten Elektro-Hypercar. Lotus beschreibt es als künftiges Performance-Flaggschiff und erwartet, dass es zur Profitabilität des Unternehmens beiträgt.

Die Positionierung bringt es in die Zone mittelmotoriger Hybride wie Ferrari 296 GTB, McLaren Artura und Lamborghini Temerario. Ein genauer Vergleich ist noch nicht möglich, weil Lotus Maße, Fahrleistungen, elektrische Reichweite oder Preis nicht mitgeteilt hat.

Das Unternehmen prüft laut Aussagen in der Finanzkonferenz im August auch eine Variante mit V6. Die V8-Version mit über 1.000 PS ist jedoch die in der offiziellen Strategie Focus 2030 ausdrücklich enthaltene und die einzige, für die Lotus einen Einführungskalender bestätigt hat.

Warum Lotus den rein elektrischen Plan aufgab

Type 135 war zunächst als elektrischer Nachfolger klassischer Lotus-Sportwagen gedacht. Die Strategie änderte sich vor dem Hintergrund der Nachfrage nach Performance-Modellen mit Verbrennungsmotor und der Schwierigkeit, die Masse mit einer für einen Elektro-Supersportwagen ausreichend großen Batterie niedrig zu halten.

Lotus gibt Elektroautos nicht auf. Eletre und Emeya bleiben in Produktion, Evija bleibt das leistungsstärkste Elektromodell der Marke. Parallel wird die Technik X-Hybrid auf Eletre X und den künftigen Type 135 ausgeweitet.

Diese Architektur erlaubt dem Unternehmen, einen Verbrennungsmotor in der Palette zu behalten, auch nach einer Aktualisierung der Emissionsnormen; das Ergebnis hängt von Homologation und den 2028 geltenden Regeln der Absatzmärkte ab.

Preis und Präsentationsdatum sind nicht angekündigt

Lotus bestätigt Auslieferungen ab 2028, nennt aber weder Präsentationsmonat noch Produktionsbeginn noch geplante Stückzahl. Der Preis ist unbekannt, Reservierungen sind nicht eröffnet.

Für Käufer in Rumänien gibt es noch keine Informationen zu Zuteilungen, autorisiertem Service für das Hybridsystem oder Garantiebedingungen. Diese Details können erst nach der Präsentation der Serienversion und der Veröffentlichung der Dokumentation für den europäischen Markt bewertet werden.

Häufige Fragen

Was ist Lotus Type 135?

Type 135 ist die Entwicklungsbezeichnung eines künftigen Lotus-Supersportwagens mit Hybrid-V8, geplant für 2028.

Welche Leistung wird er haben?

Lotus bestätigt eine Gesamtleistung von über 1.000 PS, hat den Endwert aber noch nicht veröffentlicht.

Wird er elektrisch oder hybrid sein?

Das Modell wird hybrid. Der ursprüngliche Plan sah ein vollständig elektrisches Auto vor, Lotus hat die Projektarchitektur jedoch geändert.

Wird er Lotus Esprit heißen?

Der Name Esprit ist nicht bestätigt. Lotus nutzt derzeit die Bezeichnungen Type 135 und Vision X.

Wie viel wird er wiegen?

Das Entwicklungsziel liegt bei rund 1.500 kg. Die endgültige homologierte Masse ist noch nicht verfügbar.

Wann wird er eingeführt?

Lotus plant erste Auslieferungen für 2028, ohne genaues Datum.

Quellen