Maserati soll gemeinsam mit Huawei und JAC zwei Elektrofahrzeuge planen: einen mittelgroßen bis großen SUV und einen großen Gran Turismo. Die jüngsten Berichte, die CnEVPost und CarNewsChina auf Branchenquellen zurückführen, nennen den GT als möglichen Erstling der Zusammenarbeit.
Offiziell bestätigt ist das Projekt bisher nicht. Es gibt weder einen öffentlich vorgestellten Handelsvertrag noch technische Daten oder einen verbindlichen Zeitplan. Die Angaben beschreiben daher einen Entwicklungsplan, nicht eine angekündigte Modellreihe.
Aufteilung der Aufgaben
Huawei soll laut den Berichten Technologien für Innenraum, Fahrerassistenz und Elektroantrieb liefern. JAC würde die Fahrzeugtechnik und die Fertigung über die Maextro-Produktionskapazitäten in Hefei übernehmen. Maserati wäre für Design, Markenidentität und den Vertrieb auf internationalen Märkten zuständig.
In China könnten die Fahrzeuge unter der Marke Maextro verkauft werden. Auf Auslandsmärkten wäre das Maserati-Emblem vorgesehen. Diese Strategie mit zwei Marken wurde bereits in früheren Berichten genannt, ist aber nicht öffentlich bestätigt.
Karosserien aus China, Fertigstellung in Italien
Der beschriebene Industrieplan sieht ein SKD-Verfahren vor. Unlackierte Karosseriestrukturen würden in Hefei gefertigt und anschließend nach Italien transportiert, wo Innenräume eingebaut und Fahrwerk sowie Fahrzeugabstimmung kalibriert werden könnten. Die Maserati-Werke in Cassino und Modena würden damit möglicherweise zusätzliche Aufgaben erhalten.
Der Ansatz könnte Entwicklungs- und Produktionskosten senken und bereits vorhandene Technologien von Huawei und JAC nutzen. Für einen Verkauf in Europa wären dennoch die örtlichen Anforderungen an Zulassung, Sicherheit, Cybersicherheit und Datenschutz einzuhalten.
Der SUV würde das bestehende Elektroangebot mit dem Grecale Folgore ergänzen. Der GT wäre in der Nähe des GranTurismo Folgore positioniert. Plattform, Batterie und Leistung sind noch unbekannt. Für das erste Serienmodell wird in den Berichten die zweite Hälfte des Jahres 2027 genannt, ohne offizielle Bestätigung.
Die mögliche Zusammenarbeit fällt in eine schwierige Phase für Maserati. CnEVPost berichtet unter Berufung auf den aktuellen Branchenbericht, dass die Marke 2025 weniger als 8.000 Fahrzeuge auslieferte und einen bereinigten Betriebsverlust von 198 Millionen Euro verbuchte.



