Foto: McLaren, Bild aus der Galerie des Motor1-Artikels.

McLaren hat eine weiterentwickelte Markenidentität für die Bereiche Automotive und Racing vorgestellt. Die sichtbarste Änderung ist ein neues Wordmark, das von dem Schild über der Tankstelle der Familie von Bruce McLaren in Remuera, Auckland, inspiriert wurde. Der Speedmark bleibt ein zentrales Element der Marke, und Papaya bleibt die wichtigste Erkennungsfarbe.

Der Zeitpunkt steht im Zusammenhang mit einer geplanten Erweiterung der Modellpalette. McLaren will über die bisherigen zweisitzigen Sportwagen mit Mittelmotor hinausgehen und hat einen Performance-SUV bestätigt. Außerdem nennt das Unternehmen ein Investitionsprogramm von 500 Millionen Pfund für den Ausbau der britischen Produktions- und Entwicklungsstandorte. Das Logo-Update enthält jedoch weder einen Preis noch Leistungsdaten oder einen genauen Termin für den SUV.

Das McLaren-Wordmark in der neuen Markenidentität

Foto: McLaren, Bild aus der Galerie des Motor1-Artikels.

Ein Wordmark mit Bezug zur Familiengeschichte

Nach Angaben von McLaren greift die neue Schrift die Gestaltung des Schilds über der Tankstelle von Les und Ruth McLaren auf, den Eltern von Bruce McLaren. In Remuera, Neuseeland, baute Bruce das Auto, mit dem er seinen ersten Rennsieg errang. Die Marke nutzt diesen Bezug, um die aktuelle Identität mit der Zeit vor dem internationalen Erfolg im Motorsport und im Straßenfahrzeugbau zu verbinden.

McLaren beschreibt die Änderung nicht als Bruch mit der bisherigen Gestaltung. Die Teams von Automotive und Racing haben ihre gemeinsamen Archive ausgewertet und Symbole, Geschichten und Details ausgewählt, die mehr als sechs Jahrzehnte überdauert haben. Das Wordmark wird für die Gegenwart neu gezeichnet, behält aber die Verbindung zum Ursprung des Namens.

Die Grafik soll nicht nur auf der Front eines Autos erscheinen. Sie wird auf Fahrzeugen, Rennausrüstung, Standorten, digitalen Plattformen, Kundenmaterialien und Fanartikeln eingesetzt. Eine gemeinsame Identität muss auf einem Formel-1-Auto, einem Supersportwagen, einem künftigen SUV und einem Smartphone-Display funktionieren, ohne die Verbindung zur Rennsportgeschichte zu verlieren.

Speedmark und Papaya bleiben erhalten

Der Speedmark bleibt Teil der Marke. McLaren verwendet das Symbol seit 1997 und verband seine vereinfachte Form mit den Wirbeln hinter dem Heckflügel eines Rennwagens. Seitdem hat es sich zu einem der bekanntesten Erkennungszeichen von McLaren entwickelt. Die Beibehaltung stellt eine direkte Verbindung zu den bisherigen Straßen- und Rennfahrzeugen her.

Auch Papaya bleibt eine definierende Farbe. Die Palette wird allerdings um Töne erweitert, die von wichtigen Abschnitten der McLaren-Geschichte inspiriert sind. Zusätzlich bleibt der Speedy Kiwi erhalten, der auf die neuseeländischen Wurzeln von Bruce McLaren verweist. Diese Elemente können auf Rennlackierungen, Kleidung, Fahrzeugen und digitalen Anwendungen unterschiedlich kombiniert werden.

Das Update verändert weder die Leistung noch die Ausstattung oder die Preise der bereits angebotenen Modelle. Sichtbar wird es vor allem auf zukünftigen Logos, in Händlerbetrieben, in der digitalen Kommunikation und in der gemeinsamen Präsentation von Automotive und Racing.

Warum die Änderung jetzt kommt

McLaren wird traditionell mit niedrigen, zweisitzigen Sportwagen mit Mittelmotor verbunden. Der bestätigte SUV verlangt eine breitere Produkt- und Designsprache. Die neue Identität soll auch auf einer höheren und praktischeren Karosserie funktionieren, ohne die Elemente aufzugeben, die McLaren bisher erkennbar gemacht haben.

Das offizielle Material nennt 500 Millionen Pfund für den Ausbau der britischen Fertigungs- und Entwicklungskapazitäten. Eine Aufteilung der Summe veröffentlicht McLaren nicht. Daraus lassen sich deshalb weder Batterie, Motor noch genaue Produktionsabläufe des SUVs ableiten. Die Zahl beschreibt eine industrielle Richtung, aber keine vollständige technische Planung.

Motor1 erwartet den SUV vor Ende des Jahrzehnts, doch McLaren nennt in der Mitteilung zur Markenidentität kein genaues Datum. Abmessungen, Leistung, Preis und der endgültige Name sind ebenfalls offen. Der bestätigte Produktplan muss daher von den Details getrennt werden, die erst in weiteren Ankündigungen folgen.

Der McL 6GT trägt das neue Zeichen zuerst

McLaren nennt den McL 6GT als erstes Modell mit dem aktualisierten Logo. Motor1 verbindet das Fahrzeug mit einer praktischeren Ausrichtung der Palette und einem manuellen Getriebe, die offizielle Mitteilung zur Identität ist aber kein vollständiges Datenblatt. Bestätigt ist, dass der 6GT die neue Grafik zuerst auf einem Straßenfahrzeug aus der Produktion zeigen wird.

Das ist relevant, weil ein Fahrzeug mit einem breiteren Einsatzbereich trotzdem klar als McLaren erkennbar sein muss. Ein Logo allein kann diese Aufgabe nicht lösen. Karosserie, Innenraum, Software, Händlererlebnis und die Verbindung zum Rennsport werden darüber entscheiden, ob die Erweiterung als zusammenhängende Familie wirkt.

Eine gemeinsame Erzählung für Straße und Rennstrecke

McLaren hat seine Kommunikation 2026 mit der Geschichte von Bruce McLaren, dem M6GT, dem McL 6GT, dem 1000. Formel-1-Grand-Prix und der Entwicklung eines WEC-Hypercars verbunden. Die Projekte gehören zu unterschiedlichen Bereichen, werden aber als Verbindung zwischen den neuseeländischen Anfängen und der nächsten Phase des Unternehmens präsentiert.

Für europäische Kunden ist die Logoänderung zunächst eine visuelle Information. Sie schafft keine neuen Preise und keine sofortige Verfügbarkeit. Diese Angaben müssen mit dem 6GT und dem künftigen SUV folgen. Vorerst markiert das neue Wordmark die geplante Erweiterung, während Speedmark und Papaya die Verbindung zur McLaren-Geschichte sichtbar halten.

Quellen