Mitsubishi hat bestätigt, dass der neue Pajero auf einem eigenen Rahmen aufbaut, der vom Triton-Pickup abgeleitet ist. Fotoquelle: Mitsubishi Motors

Der neue Mitsubishi Pajero kehrt mit 204-PS-Diesel, Untersetzung und 230 mm Bodenfreiheit zurück

Mitsubishi hat am 2. September 2026 die fünfte Generation Pajero vorgestellt und den 2021 weltweit zurückgezogenen Namen zurückgebracht. Das neue Modell ist ein SUV mit Leiterrahmen, sieben Sitzen, 2,4-Liter-Diesel und Allradantrieb mit Untersetzung.

Pajero nutzt die technische Basis des Triton/L200-Pickups, hat aber einen verkürzten Radstand, eine eigene Hinterachse und eine separat entwickelte Kabine. Mitsubishi positioniert ihn als neues Spitzenmodell, nicht als einfache überdachte Pickup-Version.

Fast fünf Meter Länge und sieben Sitze

Der neue Mitsubishi Pajero misst 4.920 mm Länge, 1.925 mm Breite und 1.910 mm Höhe. Der minimale Wendekreis beträgt 5,8 Meter, ein relevanter Wert für ein Fahrzeug, das die Abmessungen eines europäischen Mittelklasse-SUV klar überschreitet.

Die Karosserie hat gerade Formen, eine hohe Motorhaube und große Glasflächen. Mitsubishi hat das an der Heckklappe montierte Reserverad aufgegeben, ein Element früherer Generationen, hat aber die vertikalen Proportionen und die soliden Haltegriffe im Innenraum behalten.

Mitsubishi Pajero 2027 im Profil

Vorläufig ist nur die lange Karosserie angekündigt, mit drei Reihen und sieben Sitzen. Die Bank der zweiten Reihe kann 150 mm verschoben werden. Der Hersteller hat noch weder das Kofferraumvolumen bei allen hochgeklappten Sitzen noch die Anhängelast veröffentlicht.

2,4-Liter-Diesel, 204 PS und Achtgang-Automatik

Der Motor mit dem Code 4N16 ist ein 2,4-Liter-Turbodiesel, verwandt mit der beim Triton verwendeten Einheit. Im Pajero entwickelt er 150 kW, entsprechend 204 PS, bei 3.500/min und 480 Nm zwischen 1.750 und 2.500/min. Einige Konfigurationen werden 470 Nm haben.

Das Getriebe ist ein Achtgang-Automatik. Mitsubishi hat für den Start keinen Benzin-, Hybrid- oder Plug-in-Hybrid-Antrieb angekündigt und hat Verbrauchs- und Emissionswerte noch nicht mitgeteilt.

Dieses Detail kann die Präsenz des Fahrzeugs in der Europäischen Union begrenzen, wo Emissionsregeln und Besteuerung zunehmend elektrifizierte Systeme begünstigen. Das Unternehmen hat nicht bestätigt, dass die für Japan und andere Märkte vorgestellte Dieselversion in Europa homologiert wird.

S-AWC, sperrbares Mitteldifferenzial und Untersetzung

Pajero kombiniert erstmals das dynamische Kontrollsystem S-AWC mit dem Allradgetriebe Super Select 4WD II. Der Fahrer kann vier Hauptkonfigurationen wählen:

  • 2H, mit Heckantrieb;
  • 4H, mit permanentem Allradantrieb;
  • 4HLc, mit gesperrtem Mitteldifferenzial;
  • 4LLc, mit gesperrtem Mitteldifferenzial und Untersetzung für schwieriges Gelände.

Das System umfasst Modi für Schotter, Schlamm, Felsen und Schnee, je nach gewählter Konfiguration. S-AWC koordiniert Drehmomentverteilung, Einzelradbremsung, Stabilitätskontrolle und die Funktion Active Yaw Control, um die Bahn des Fahrzeugs zu beeinflussen.

Die Bodenfreiheit beträgt 230 mm für die Version mit 20-Zoll-Felgen. Der Böschungswinkel vorn erreicht 30,4 Grad, der Rampenwinkel 22,6 Grad und der hintere 25,8 Grad. Diese Zahlen beschreiben eine für schwieriges Gelände konzipierte Auslegung, nicht nur ein visuelles SUV-Paket.

Eigene Federung und vom Triton abgeleiteter Rahmen

Die Leiterrahmenstruktur geht vom aktuellen Triton-Chassis aus, ist aber an Radstand und Masse eines SUV angepasst. Vorn erscheint eine Doppelquerlenker-Federung; die starre Hinterachse nutzt fünf Lenker, in einer für Pajero entwickelten Konfiguration.

Mitsubishi sagt, die Anbindungspunkte zwischen Karosserie und Rahmen seien kalibriert, um an die Passagiere übertragene Vibrationen zu reduzieren. Diese Lösung versucht, die im Gelände nötige Festigkeit mit einem Komfort näher an einem Straßen-SUV zu verbinden.

Daten zu Leergewicht, Nutzlast und Federweg wurden nicht veröffentlicht. Ohne sie ist ein vollständiger technischer Vergleich mit Toyota Land Cruiser, Ford Everest oder anderen Leiterrahmen-SUV noch nicht möglich.

Das Interieur des neuen Mitsubishi Pajero 2027, mit zwei Bildschirmen und drei Sitzreihen

Die digitale Multi-Meter-Oberfläche des neuen Mitsubishi Pajero

Multi Meter zeigt Höhe, Ausrichtung, Karosseriewinkel und Drehmomentverteilung zwischen den Rädern. Fotoquelle: Mitsubishi Motors

Zwei große Bildschirme und die Rückkehr der Offroad-Instrumente

Die Instrumententafel hat eine horizontale Konstruktion, die dem Fahrer helfen soll, die Neigung des Autos einzuschätzen. Obere Versionen nutzen zwei 14,3-Zoll-Bildschirme, andere Konfigurationen 12,3-Zoll-Displays.

Pajero bringt in digitaler Form die Gruppe von drei Hilfsinstrumenten der ersten Generationen zurück. Die Multi-Meter-Oberfläche kann Höhe, Kompassrichtung, Außentemperatur, Längs- und Querwinkel der Karosserie sowie die Drehmomentverteilung zwischen linken und rechten Rädern anzeigen.

Die Klimaanlage behält Tasten und Drehwähler getrennt vom Bildschirm. Die in Japan vorgestellte Ausstattungsliste umfasst außerdem kabelloses Telefonladen, Dreizonen-Klimaanlage und ein Dynamic-Sound-Yamaha-Ultimate-Audiosystem.

MI-PILOT-Assistenz und Kameras für schwieriges Gelände

Das Sicherheitspaket umfasst MI-PILOT, automatische Notbremsung, Kollisionswarnung vorn, Spurhalteassistenz und ein System, das bei falscher Gaspedalbetätigung eingreift.

Außenkameras können eine 360-Grad-Ansicht und ein Bild des Bereichs unmittelbar unter der Front erzeugen. Letzteres ist auf Strecken nützlich, auf denen die hohe Haube Hindernisse nahe den Rädern verdeckt.

Die genaue Ausstattung wird zwischen Versionen und Märkten differieren. Mitsubishi hat die vollständige Palettenstruktur und unabhängige Sicherheitsprüfergebnisse noch nicht veröffentlicht.

Kommt der neue Mitsubishi Pajero nach Rumänien?

Mitsubishi hat die globale Rückkehr des Namens Pajero bestätigt, in manchen Ländern auch als Montero bekannt, hat aber nicht die Liste aller europäischen Märkte veröffentlicht. Preise und Lieferkalender werden noch festgelegt.

In Rumänien verkauft die Marke derzeit Modelle wie Outlander PHEV, ASX und Colt; der Importeur hat Pajero nicht angekündigt. Abmessungen, Dieselmotor und geländeorientierte Architektur platzieren ihn in einer anderen Zone als die jetzt lokal verkauften Mitsubishi-SUV.

Bis zur Bestätigung der europäischen Homologation ist der neue Pajero als globale Rückkehr mit unsicherer lokaler Verfügbarkeit zu sehen. Ein möglicher rumänischer Preis lässt sich nicht korrekt schätzen, bevor Mitsubishi Versionen, Steuern und Ausstattung für die Europäische Union festlegt.

Konsultierte Quellen