Erste offizielle Aufnahme des Konzepts Polestar Formula 2030. Foto: Polestar, über Auto Express.
Polestar Formula 2030 kündigt die neue Polestar-2-Generation und das künftige SUV Polestar 7 an
Polestar hat die erste Aufnahme des Konzepts Formula 2030 gezeigt, des Automobils, mit dem die Marke das Erscheinungsbild ihrer künftigen Elektroautos vorbereitet. Der Prototyp ist kein direkter Ersatz für ein derzeit verkauftes Modell, sondern eine Designstudie, aus der Elemente für die neue Polestar-2-Generation und für das kompakte SUV Polestar 7 übernommen werden.
Die vollständige Präsentation ist für Oktober 2026 auf der Rennstrecke Ascari in Spanien geplant. Bis dahin hat der Hersteller nur das Frontbild und einige Informationen zur Rolle des Konzepts veröffentlicht. Es gibt noch keine Angaben zu Batterie, Leistung, Reichweite, Abmessungen oder einer möglichen Serienversion Formula 2030.
Ein neues Gesicht, ohne Bruch mit den aktuellen Modellen
Das Bild zeigt eine niedrige, breite Karosserie, mit deutlich geneigten Vorderrädern und einer Motorhaube, die von einem aerodynamischen Kanal durchzogen wird. Die Tagfahrleuchten behalten das von Polestar genutzte Motiv „Dual Blade“, die beiden Lichtklingen haben jedoch nun größere Proportionen und sind durch einen schmalen Schlitz getrennt.
Philipp Römers, Designchef von Polestar, beschreibt die Änderung als Evolution, nicht als Bruch mit den aktuellen Automobilen. Formula 2030 behält die Scheinwerfersignatur, damit künftige Modelle leicht erkennbar bleiben, führt aber stärker geschwungene Flächen und eine Front mit sportlicherer Präsenz ein.
Römers leitet die Designabteilung seit 2025, nach dem Wechsel von Max Missoni zu BMW. Formula 2030 ist das erste Projekt, das von Grund auf unter seiner Leitung entstanden ist, und die Erscheinung erklärt auch die Positionierung, die Polestar gegenüber Volvo sucht: Elektroautos mit stärkerem Leistungsakzent, ohne aggressives Design um seiner selbst willen.
Der neue Polestar 2 ist für 2027 geplant
Das erste Serienmodell, das Ideen aus Formula 2030 nutzen soll, ist der Nachfolger des Polestar 2, geplant für den Marktstart 2027. Der aktuelle Polestar 2 ging 2020 in Produktion und wurde in mehreren Schritten aktualisiert, darunter der Wechsel einiger Versionen von Front- auf Hinterradantrieb.
Polestar hat Karosserieform, Plattform, Antriebe und Reichweite der neuen Generation nicht bestätigt. Das Konzept deutet jedoch an, dass die Front die getrennten Scheinwerfer und die aktiven oder passiven Aerodynamikelemente behalten wird, die an Polestar 3 und Polestar 4 erkennbar geworden sind.
Der von Motor1 veröffentlichte Beitrag merkt an, dass das Bild eher einem Sportwagen als einer klassischen Limousine ähnelt. Das bleibt eine Interpretation des Prototyps; Polestar hat nur bestätigt, dass bestimmte Designdetails den künftigen Polestar 2 erreichen werden.
Polestar 7 wird ein kompaktes SUV, das 2028 startet
Das zweite von Formula 2030 vorweggenommene Modell ist Polestar 7, ein kompaktes Elektro-SUV, geplant für 2028. Es soll das volumenstärkste Segment der Markenpalette besetzen und nach dem Start die Rolle des Einstiegsmodells übernehmen.
Das Unternehmen hat Abmessungen und Spezifikationen des Polestar 7 noch nicht veröffentlicht. Formula 2030 darf auch nicht als treue Nachbildung des künftigen SUV gelesen werden: Die Proportionen eines sportlichen Konzepts können genutzt werden, um Scheinwerfer, Flächen und Materialien zu zeigen, ohne Höhe oder Innenraum des Serienautos anzugeben.
Laut der am 7. September verbreiteten Polestar-Mitteilung wird der Prototyp auch die Richtung künftiger Innenraum-Schnittstellen sowie neue Materialnutzungen zeigen. Der Innenraum erscheint jedoch nicht auf dem ersten Foto, und der Hersteller hat Bedienung, Bildschirme oder verwendete Materialien nicht beschrieben.
Geschlossene Vorführung in Göteborg, öffentliches Debüt in Ascari
Vor der Pressepremiere wird Formula 2030 Investoren, Händlern und einer Kundengruppe im The Cube, dem Polestar-Sitz in Göteborg, gezeigt. Die Wahl eines kommerziellen Publikums zeigt, dass der Prototyp auch Teil des Unternehmensplans für die kommenden vier Jahre ist, nicht nur eine Übung für Automessen.
Polestar verknüpft Formula 2030 mit dem Ziel, weiter zu wachsen und Profitabilität zu erreichen. Die Marke hat 30.423 im ersten Halbjahr 2026 verkaufte Automobile gemeldet, 0,4 % mehr als im gleichen Zeitraum 2025. Das Handelsnetz wuchs binnen eines Jahres um 39 %, laut den vom Unternehmen veröffentlichten Finanzergebnissen.
Die neuen Polestar 2 und Polestar 7 müssen daher höhere Stückzahlen bringen als die Nischenmodelle Polestar 5 und der künftige Roadster Polestar 6. Formula 2030 wird im Oktober zeigen, wie viel vom radikalen Erscheinungsbild der ersten Aufnahme sich auf Automobile für den Alltag übertragen lässt.
Was zu Polestar Formula 2030 bestätigt ist
| Information | Stand am 7. September 2026 |
|---|---|
| Rolle des Konzepts | Nimmt das Design künftiger Polestar-Modelle vorweg |
| Zielmodelle | Neue Generation Polestar 2 und Polestar 7 |
| Start des neuen Polestar 2 | Geplant für 2027 |
| Start des Polestar 7 | Geplant für 2028 |
| Vollständige Premiere Formula 2030 | Oktober 2026, in Ascari |
| Batterie, Leistung und Reichweite | Nicht angekündigt |
| Serienproduktion unter dem Namen Formula 2030 | Nicht bestätigt |
Häufige Fragen
Wird Polestar Formula 2030 in Serie gebaut?
Polestar hat keine Serienversion unter diesem Namen angekündigt. Formula 2030 ist ein Konzept, das Design- und Technologierichtung für die künftige Palette zeigt.
Wann kommt der neue Polestar 2?
Das Unternehmen plant den Start der neuen Polestar-2-Generation für 2027. Spezifikationen und das genaue Datum sind noch nicht veröffentlicht.
Was ist Polestar 7?
Polestar 7 wird ein kompaktes Elektro-SUV, geplant für 2028. Formula 2030 nimmt einige seiner visuellen Elemente vorweg, nicht die endgültige Karosserieform.
Wann sehen wir das vollständige Konzept?
Die Pressepremiere ist für Oktober 2026 in Ascari geplant, nach einer geschlossenen Präsentation am Polestar-Sitz in Göteborg.



