Stellantis Pro One und das chinesische Unternehmen UQI Robotics haben Box-on-Wheels vorgestellt, ein autonomes Elektrokonzept für den Gütertransport auf der letzten Meile. Das Fahrzeug hat keine Fahrerkabine, kein Lenkrad und keine konventionelle Windschutzscheibe, sodass fast sein gesamtes Volumen für Fracht und Ausrüstung genutzt werden kann.
Das Konzept hatte sein öffentliches Debüt am 14. September auf der IAA Transportation 2026 in Hannover. Stellantis beschreibt es als eine Plattform, die sich noch in der Bewertung befindet, nicht als einen verkaufsfertigen Transporter.

Pressebild: Stellantis Box-on-Wheels, vorgestellt auf der IAA Transportation 2026.
Eine Karosserie um den Laderaum herum
Box-on-Wheels hat eine nahezu rechteckige Form, die Räder sitzen an den Extremitäten der Karosserie. Vorn befindet sich ein großer Bildschirm anstelle der Windschutzscheibe, darüber ist die Sensorik des autonomen Fahrsystems zu erkennen. Der Zugang zum Laderaum erfolgt über eine Rolltür am Heck.
Stellantis nennt als mögliche Nutzungen die urbane Verteilung, Lieferungen in der Nähe und Transport in kontrollierten Räumen wie Fabriken, Krankenhäusern und Flughäfen. Der Verzicht auf die Kabine kann das Nutzvolumen im Verhältnis zur Stellfläche erhöhen, der Hersteller hat jedoch weder Abmessungen noch Nutzlast oder Laderaumkapazität mitgeteilt.
Elektrischer Antrieb, keine Batteriedaten
Die offizielle Partnerschaftsmitteilung bestätigt, dass Box-on-Wheels vollständig elektrisch ist. Batteriekapazität, Reichweite, Motorleistung und Ladezeit sind nicht angegeben. Es fehlen auch Angaben zu Höchstgeschwindigkeit und zum genauen Automatisierungsgrad.
UQI Robotics steuert die autonomen Systeme, Software, künstliche Intelligenz und Wahrnehmungstechnologien bei. Das Unternehmen wurde 2020 von UBTECH und Miracle Automation gegründet und gibt an, mehr als 7.000 Roboter in 66 Städten und Regionen installiert zu haben. Stellantis Pro One übernimmt die Anpassung der Lösung an die Anforderungen europäischer Betreiber und die Integration in Flotten.
Die ersten Validierungsphasen sind in Europa geplant. Die Unternehmen werden die betriebliche Leistung, den Nutzen für Kunden und die Möglichkeit einer Erweiterung des Projekts prüfen, bevor weitere Märkte in Betracht gezogen werden.
Warum es noch kein Transporter zum Kaufen ist
Box-on-Wheels wurde außerhalb des Stellantis-Stands in Hannover vorgeführt, die Existenz eines funktionierenden Prototyps bedeutet jedoch nicht, dass die Serienproduktion genehmigt ist. Es gibt weder einen Marktstarttermin noch einen Preis oder eine Liste der Länder, in denen es betrieben werden könnte.
In Rumänien würde der Einsatz eines fahrerlosen Fahrzeugs auf öffentlichen Straßen auch vom Typgenehmigungsrahmen, von den Regeln zum autonomen Fahren und von der Genehmigung der Einsätze abhängen. Kurzfristig sind kontrollierte Umgebungen — Industrieflächen, Lager oder Flughäfen — leichter zu erproben als die autonome Lieferung auf für den Verkehr offenen Straßen.



