Tesla führt in der Version FSD (Supervised) 14.3.9 eine Funktion ein, die eingreifen kann, auch wenn der Fahrer manuell fährt. Automatic Collision Evasion genannt, kann sie das FSD-System vorübergehend aktivieren, um Lenkung, Bremsen und Beschleunigung zu steuern, wenn eine Kollision unmittelbar bevorzustehen scheint oder wenn das Auto erkennt, dass der Fahrer die Straße nicht ausreichend beobachtet.
Die Funktion ist in den Software-Updates 2026.27.5 und 2026.27.6 für Automobile mit Hardware der Generation AI4 erschienen. Die Einführung hat in Nordamerika begonnen, und die Verfügbarkeit in Europa, einschließlich Rumänien, hängt von den regulatorischen Genehmigungen für FSD Supervised ab.
Wie das Auto während des manuellen Fahrens eingreift
Automatic Collision Evasion wird nicht als zusätzlicher autonomer Fahrmodus dargestellt. Es ist ein Sicherheitssystem, das FSD-Fähigkeiten nur in Grenzsituationen nutzt, nachdem das Automobil schätzt, dass bloßes automatisches Bremsen nicht ausreichen würde.
Im ersten Szenario, das in der Update-Dokumentation beschrieben wird, kann das System eingreifen, wenn es eine unmittelbar bevorstehende Frontalkollision auf einer Straße mit kontrolliertem Zugang erkennt. Bei Geschwindigkeiten unter etwa 137 km/h kann das Auto bremsen, ausweichen, die Spur wechseln oder den Standstreifen nutzen, wenn in der Nähe keine Fußgänger oder Radfahrer erkannt werden.
Das zweite Szenario betrifft mangelnde Aufmerksamkeit des Fahrers oder eine versehentliche Deaktivierung von FSD. Zwischen etwa 36 und 137 km/h kann das Automobil das System reaktivieren und versuchen, die Fahrt sicher fortzusetzen.
Die Versionshinweise zu 2026.27.5 präzisieren, dass die Funktion FSD Supervised aktiviert, um das Automobil zu schützen und dann die Fahrt fortzusetzen. Die Formulierung ist wichtig: Der Eingriff beschränkt sich nicht auf ein kurzes Bremsen, sondern kann ein vollständiges Ausweichmanöver ausführen.
Der Fahrer bleibt verantwortlich
Während des Eingriffs wird das Betätigen des Gaspedals ignoriert. Das Bremspedal kann die Verzögerung erhöhen, hebt das Manöver aber nicht automatisch auf. Der Fahrer kann die Lenkung übernehmen, indem er eine feste Kraft auf das Lenkrad ausübt.
Tesla unterstreicht, dass FSD ein überwachtes System bleibt. Die offizielle Tesla-Supportseite sagt ausdrücklich, dass die verfügbaren Funktionen das Automobil nicht autonom machen und die aktive Überwachung durch den Fahrer nicht ersetzen.
Damit Automatic Collision Evasion in der angekündigten Konfiguration funktioniert, muss das Auto mit FSD Supervised kompatibel sein, und der Halter muss Zugang zum Paket haben und es im Fahrzeugmenü aktiviert haben. Es ist also keine universelle Erweiterung des automatischen Notbremsens, die allen Tesla-Automobilen angeboten wird.
Was das für Fahrer in Rumänien bedeutet
Die neue Funktion darf nicht mit den Kollisionsvermeidungssystemen verwechselt werden, die derzeit auf Tesla-Automobilen in Rumänien verfügbar sind. FSD Supervised hat in Europa nicht dieselbe kommerzielle und operative Verfügbarkeit wie in Nordamerika, und Tesla erwähnt, dass die Aktivierung der Funktionen von der technischen Entwicklung und der Genehmigung durch die Behörden jeder Jurisdiktion abhängt.
Rumänische Halter sollten daher nicht erwarten, dass das in den Vereinigten Staaten beschriebene Update sofort dieselben Manöver auf ihren Autos aktiviert. Auch nach einem möglichen europäischen Launch können Nutzungsbedingungen, kompatible Straßen und Geschwindigkeitsgrenzen an lokale Regeln angepasst werden.
Automatic Collision Evasion markiert dennoch eine wichtige Änderung darin, wie Tesla die FSD-Software nutzt: Das System wartet nicht mehr immer darauf, vom Fahrer eingeschaltet zu werden, sondern kann vorübergehend ein Sicherheitsnetz während des manuellen Fahrens werden. Die tatsächliche Wirksamkeit wird nach Erweiterung der Flotte und Veröffentlichung von Daten zu Eingriffen und Vorfällen bewertbar sein.
Quelle der ersten Informationen: Motor1.



