Der Volkswagen ID. Polo neben dem Cupra Raval im Werk Martorell. Foto: Volkswagen Group.
Der Volkswagen ID. Polo kommt auf Lieferzeiten von 10 Monaten. Auch der Skoda Epiq ist stark nachgefragt
Volkswagen hat ein für den heutigen europäischen Automarkt ungewöhnliches Problem: Die Nachfrage nach dem neuen ID. Polo übersteigt das Tempo, mit dem das Werk Martorell die Produktion steigern kann. Das Elektroauto hat mehr als 30.000 Bestellungen in Europa gesammelt, und für bestimmte Konfigurationen hat die von Händlern mitgeteilte Lieferzeit mindestens zehn Monate erreicht.
Die Information veröffentlichte Automotive News Europe unter Berufung auf Daten des Händlernetzes und die Antwort von Volkswagen. Der Hersteller sagt, die genauen Fristen hingen von der Konfiguration ab und die Produktion werde schrittweise erhöht. Die zehn Monate sind daher kein garantierter Zeitraum für jedes Land und jede Version.
Mehr als 30.000 Bestellungen, bevor viele Kunden das Auto getestet haben
Vorbestellungen für den ID. Polo begannen Ende April 2026. Ein Teil der Käufer unterschrieb, ohne das Auto in einem Showroom gesehen und ohne eine Probefahrt gemacht zu haben, weil Vorführwagen noch nicht in allen Märkten angekommen waren.
Ein Vertreter einer großen Volkswagen-Händlergruppe in Deutschland sagte der deutschen Publikation Automobilwoche, die Baureihe sei für die kommenden Monate ausverkauft und die Wartezeit habe ein Minimum von zehn Monaten erreicht. Volkswagen erklärte die Lage mit der Kombination aus Nachfrage über den Schätzungen und der langfristig geplanten Kapazität für das Werk Martorell in Spanien.
Kunden können manche den Händlern zugeteilte vorkonfigurierte Autos schneller finden. Die Wahl einer Batterie, einer Ausstattungsstufe oder weniger verfügbarer Optionen kann die Lieferung jedoch ins Jahr 2027 verschieben.
Der ID. Polo startet in Deutschland bei 24.995 €
Der von Volkswagen für Deutschland mitgeteilte Grundpreis beträgt 24.995 €. Diese Summe entspricht der Version Trend mit der 37-kWh-LFP-Batterie, für die der Hersteller eine Reichweite von bis zu 334 km WLTP angibt.
Versionen mit der 52-kWh-NMC-Batterie können je nach Ausstattung bis zu 454 km WLTP schaffen. Die Baureihe umfasst die Stufen Trend, Life und Style; der ID. Polo GTI ist für 2027 geplant. Das offizielle Volkswagen-Datenblatt erwähnt außerdem Frontantrieb, die One-Pedal-Funktion und die Möglichkeit, externe Geräte über Vehicle-to-Load zu speisen.
Preise und Bestellstart in Rumänien hatte der Importeur am 7. September 2026 nicht veröffentlicht. Die 24.995 € dürfen nicht automatisch als lokaler Preis gelten: Mehrwertsteuer, Serienausstattung und Handelspolitik unterscheiden sich zwischen den Märkten.
Der Skoda Epiq trägt zu den mehr als 70.000 Bestellungen der Elektrofamilie bei
Der ID. Polo gehört zur Familie städtischer Elektroautos der Volkswagen Group, neben Skoda Epiq, Cupra Raval und Volkswagen ID. Cross. Der Konzern hatte im Juli mitgeteilt, die ersten Modelle des Programms hätten in wenigen Wochen mehr als 70.000 Bestellungen gesammelt.
Die 70.000 gehören nicht ausschließlich ID. Polo und Epiq. Sie addieren Bestellungen der damals verfügbaren städtischen Elektrofamilie; Volkswagen stellte separat klar, der ID. Polo habe 25.000 Bestellungen überschritten. Der offizielle Halbjahresbericht des Konzerns zeigt, dass das europäische Auftragsbuch für vollelektrische Modelle im zweiten Quartal gegenüber dem gleichen Zeitraum 2025 um mehr als 50 % gestiegen war.
Der Skoda Epiq wird in Pamplona in einem anderen spanischen Konzernwerk gebaut. Das elektrische Stadt-SUV ist etwa 4,1 Meter lang und hat 475 Liter Kofferraum. In der Slowakei startete Skoda das Modell ab 23.890 €, in Deutschland wird die Basisversion Epiq 35 ab 25.900 € genannt. Diese Werte legen den künftigen rumänischen Tarif nicht fest.

Der Skoda Epiq wird in Pamplona, Spanien, gebaut. Foto: Skoda Auto.
Warum Volkswagen die Produktion nicht sofort verlagern kann
ID. Polo und Cupra Raval werden in Martorell montiert, Epiq und ID. Cross in Pamplona. Die vier Modelle nutzen dieselbe technische Basis MEB+ mit Frontantrieb und laut Volkswagen Group rund 80 % gemeinsamen Komponenten.
Die gemeinsame Plattform senkt Kosten, beseitigt aber nicht die Grenzen von Zulieferern, Karosserie-, Lackier- und Montagelinien oder der Batterieproduktion. Die Volumensteigerung muss schrittweise erfolgen; das Unternehmen sagt, es arbeite an einer Beschleunigung, ohne ein Datum zu nennen, an dem die Warteliste zur Normalität zurückkehrt.
Für einen Käufer in Rumänien beginnt der nützliche Vergleich erst nach Veröffentlichung lokaler Preise und der schriftlichen Fristen im Angebot. Ein lagerndes Auto kann teurer sein oder unerwünschte Ausstattung haben, während eine individuell konfigurierte Bestellung die Anzahlung mehrere Monate binden kann.
Häufige Fragen
Wie lange wartet man auf einen Volkswagen ID. Polo?
In manchen Märkten und für bestimmte Konfigurationen nennen Händler mindestens zehn Monate. Die Frist unterscheidet sich nach Land, Batterie, Ausstattung und der Zuteilung jedes Händlers.
Wie viele Bestellungen hat der ID. Polo?
Mehr als 30.000 in Europa, laut am 7. September 2026 veröffentlichten Informationen. Volkswagen hatte zuvor rund 25.000 Bestellungen in den ersten Wochen genannt.
Gelten die 70.000 Bestellungen nur für ID. Polo und Skoda Epiq?
Nein. Die von Volkswagen Group mitgeteilte Summe bezieht sich auf die Familie städtischer Elektroautos und umfasst Bestellungen mehrerer Modelle, darunter ID. Polo, Skoda Epiq und Cupra Raval.
Kann man den Volkswagen ID. Polo in Rumänien bestellen?
Zum Veröffentlichungszeitpunkt hatte Volkswagen Rumänien lokale Preise und Konfigurationen nicht öffentlich bekannt gegeben. Die Verfügbarkeit muss direkt beim Importeur oder im autorisierten Netz geprüft werden, ohne anzunehmen, dass Preise und Fristen aus Deutschland auch in Rumänien gelten.



