Volkswagen Group hat die Prognose für die operative Umsatzrendite 2026 auf höchstens 1 Prozent gesenkt. Zuvor hatte der Konzern eine Spanne von 4 bis 5,5 Prozent erwartet. Die neue Prognose wurde am 18. September veröffentlicht und berücksichtigt eine Neubewertung des Porsche-Geschäfts sowie die Lage auf dem chinesischen Markt.

Beim Umsatz rechnet Volkswagen mit rund 315 Milliarden Euro. Das liegt nahe dem Mittelpunkt der bisherigen Prognose. 2025 hatte der Konzern 321,9 Milliarden Euro Umsatz erzielt. Die stärkere Abweichung betrifft die Ertragslage, auf die mehrere Sonderbelastungen drücken.

Rund 10 Milliarden Euro Sonderbelastungen

Volkswagen erwartet 2026 Sonderbelastungen von insgesamt etwa 10 Milliarden Euro für das operative Ergebnis. 900 Millionen Euro davon waren bereits im ersten Halbjahr verbucht worden. Ohne diese Sonderposten würde die operative Umsatzrendite nach Konzernangaben bei etwa 4 Prozent liegen.

Die größte Position ist eine nicht zahlungswirksame Wertminderung von rund 6 Milliarden Euro auf den Porsche-Geschäfts- oder Firmenwert. Volkswagen führt den Wertminderungstest auf die aktualisierte mittel- und langfristige Planung von Porsche zurück.

Weitere Belastungen von rund 2 Milliarden Euro betreffen den Ausbau von Vorruhestandsprogrammen, den geplanten Verkauf der Volkswagen Osnabrück GmbH und Wertminderungen bei vollkonsolidierten Unternehmen in China. Der größte Teil der zusätzlichen Sonderposten soll im dritten Quartal erfasst werden.

China und die Nachfrage nach Elektroautos

Volkswagen erklärt, dass das operative Ergebnis durch eine weitere Verschlechterung des Marktumfelds, insbesondere in China, sowie durch den schnelleren Wechsel der Nachfrage zu batterieelektrischen Fahrzeugen belastet wird. Besonders betroffen seien Audi und Volkswagen Passenger Cars.

Das Ziel für den Netto-Cashflow der Automotive-Sparte bleibt bei 3 bis 6 Milliarden Euro. Die Netto-Liquidität soll 2026 weiterhin zwischen 32 und 34 Milliarden Euro liegen.

Die neue Prognose setzt voraus, dass die aktuellen Bedingungen im internationalen Handel bestehen bleiben. Mögliche künftige Folgen der Eskalation im Nahen Osten wurden nicht eingerechnet, weil sie noch nicht zuverlässig bewertet werden können. Der Bericht für die ersten neun Monate 2026 soll am 29. Oktober erscheinen.

Bild: Volkswagen Group.

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