Der Kia Sorento ist ein Siebensitzer für Käufer, die die dritte Reihe wirklich nutzen. Manche Siebensitzer reichen für gelegentliche Nutzung der hinteren Plätze. Wer regelmäßig bis zu sechs Mitfahrer transportiert, will Zugang zur dritten Reihe ohne Gymnastik.
Trifft das zu, gehört der Kia Sorento auf die Shortlist — neben Škoda Kodiaq und Peugeot 5008. Mit einem Einstiegspreis nahe 55.000 € lohnen auch Land Rover Discovery Sport und Mercedes GLB.
Einstieg ist jetzt ein Vollhybrid. Plug-in-Hybrid und Diesel bleiben im Programm.
Das Design wurde geschärft, wirkt aber weiterhin robust. Neue Grille mit integrierten LED-Scheinwerfern.
Hinten stehen vertikale Rückleuchten, das Sorento-Badge sitzt tief am Heck.
Im Innenraum viel Soft-Touch und Chrom-Optik. Bequeme Sitze, gute Verstellwege für Fahrer und Lenkrad. Lordosenstütze serienmäßig.
Großes Digital-Cockpit und Touch-Infotainment in jeder Ausstattung. Nicht so elegant wie im Mercedes GLB, dafür Android Auto und Apple CarPlay serienmäßig. USB an den Plätzen.
Stärke ist der Platz. Der neue Sorento ist länger und breiter als sein Vorgänger.
Drei Erwachsene passen auf der Mittelbank; die Sitze schieben und kippen, sind aber keine Einzelsitze wie beim Peugeot 5008.
Platz six und seven ist für Erwachsene akzeptabel — weniger flexibel als die Mitte, aber für Große oft besser als im Discovery Sport. Zugang zur dritten Reihe von beiden Seiten.
Drei Antriebe: 1,6-Benzin-Hybrid 226 PS, 2,2-Diesel 200 PS, Plug-in-Hybrid 265 PS für mehr Elektroreichweite. Alle mit Allrad und Automatik.
Hybride fahren in der Stadt gut; initialer Elektroschub hilft an Kreuzungen. Der 1,6-Benziner wird unter Last lauter. Mittlerer Wohnwagen ist möglich; schwerer Anhänger oder viele Autobahnkilometer sprechen für den Diesel.
Obere Armaturentafel und Türen wirken solide. Materialmix im Topmodell — US-Einfluss ist spürbar, manchmal wäre weniger mehr.
Unten an den Türen harte Kunststoffe wie bei vielen Premium-SUVs nicht vermieden, insgesamt aber hochwertig.
Kia verkauft den Sorento nur noch in einer hohen Ausstattung: schwarzes Leder, schwarzer Himmel, Metallschweller, Metallpedale.
Head-up-Display gehört dazu — wer einmal damit fuhr, vermisst es.
Physische Klimabedienung neben dem Screen ist unterwegs einfacher.
Euro NCAP: fünf Sterne 2020 — 82 % Erwachsene, 85 % Kinder, 63 % Fußgänger, 87 % Assistenz.
Kia schneidet in Zuverlässigkeit und Zufriedenheit meist gut ab. Der aktuelle Sorento ist noch jung, ohne Warnsignale. Frühere Generationen waren verlässlich.
Garantie: sieben Jahre oder 100.000 km.



