Der überarbeitete Hyundai Ioniq 6 ist in Großbritannien ab 33.240 Pfund bestellbar, nachdem der vollständige Electric Car Grant berücksichtigt wurde. Dieser Preis gilt für den britischen Markt und ist keine deutsche oder europäische Preisangabe. Auto Express erwartet die ersten Auslieferungen im Frühjahr des kommenden Jahres.

Hyundai Ioniq 6 Facelift von vorn

Bild aus der Auto-Express-Galerie, auf der Originalseite Auto Express/Hyundai zugeschrieben; die Wiederverwendungsrechte wurden nicht unabhängig geprüft.

Warum der britische Preis nicht übertragbar ist

Der Einstiegspreis enthält eine britische Förderung von 3.750 Pfund für Elektrofahrzeuge. Auto Express nutzt diese Zahl, um den Ioniq 6 im Vereinigten Königreich fast 5.000 Pfund unterhalb des Tesla Model 3 einzuordnen. Der Abstand hängt jedoch vom Ausstattungspaket, den Förderbedingungen und dem Bestellzeitpunkt ab.

Für deutsche Käufer ist eine einfache Umrechnung deshalb nicht sinnvoll. Entscheidend sind die Preisliste von Hyundai Deutschland, die enthaltene Ausstattung, die Mehrwertsteuer und mögliche Förderungen zum Zeitpunkt des Kaufs. Auch Modellnamen, Räder und homologierte Reichweiten können je nach Markt abweichen.

Die britische Premium-Einstiegsversion nutzt einen Elektromotor an der Hinterachse und eine 84-kWh-Batterie. Auto Express nennt 7,4 Sekunden für 0 bis 62 mph und bis zu 422 Meilen Reichweite, also etwa 679 Kilometer unter den entsprechenden Testbedingungen. Hyundai gibt für den neuen Ioniq 6 bis zu 680 Kilometer WLTP an, allerdings nur für eine bestimmte Kombination aus Batterie und Rädern.

Neue Front und vereinfachtes Heck

Die Grundform des Ioniq 6 bleibt erhalten. Die flache Dachlinie, die lange Karosserie und das Streamliner-Konzept sollen weiterhin eine gute Aerodynamik ermöglichen. Hyundai nennt einen Luftwiderstandsbeiwert von 0,21. Die wichtigsten Änderungen betreffen Front, Heck, Leuchten und Räder.

Die runden Scheinwerfer des bisherigen Modells werden durch schmale Tagfahrleuchten ersetzt. Die Hauptscheinwerfer sitzen tiefer im Stoßfänger. Eine stärker definierte Motorhaubenkante und eine breitere grafische Ausführung geben der Front einen anderen Ausdruck. Die Parametric-Pixel-Elemente bleiben Teil der Markenidentität, wirken aber horizontaler und klarer geordnet.

Hyundai Ioniq 6 Facelift von hinten

Am Heck entfällt die frühere Lösung mit zwei Spoilern. Stattdessen trägt der Ioniq 6 einen einzelnen Ducktail-Spoiler oberhalb des Lichtbands. Damit wird die Form ruhiger, ohne das aerodynamische Ziel aufzugeben. Stoßfänger und Lichtgrafik wurden ebenfalls überarbeitet. Die N Line erhält schwarze Akzente und sportlichere Stoßfänger, ist aber nicht mit dem leistungsorientierten Ioniq 6 N gleichzusetzen.

Das Seitenprofil bleibt dem bisherigen Fahrzeug sehr ähnlich. Neue Räder sind auf eine bessere Aerodynamik ausgelegt, während Seitenschweller und Zierdetails je nach Ausstattung variieren. Für Großbritannien nennt Auto Express die Farben Transmission Blue Matte, Celadon Grey Matte und Sunset Brown Pearl. Ob sie in Deutschland genauso angeboten werden, muss Hyundai bestätigen.

Mehr Bedienkomfort im Innenraum

Die beiden 12,3-Zoll-Bildschirme bleiben erhalten. Das System erhält die Connected Car Navigation Cockpit-Plattform mit aktualisierter Software und Over-the-Air-Funktionen. Apple CarPlay und Android Auto sind weiterhin verfügbar. Hyundai behält außerdem physische Bedienelemente für Klimaanlage und Heizung bei.

Innenraum des Hyundai Ioniq 6 Facelift

Zur britischen Premium-Ausstattung zählen laut Auto Express Navigation, Zwei-Zonen-Klimaautomatik, beheiztes Lenkrad, beheizte Vordersitze, kabelloses Laden, 18-Zoll-Räder und eine Wärmepumpe. Die Assistenzsysteme umfassen unter anderem adaptive Geschwindigkeitsregelung mit Spurzentrierung, Totwinkelüberwachung und eine Rückfahrkamera. Die deutsche Ausstattung kann davon abweichen.

Die N Line kostet in Großbritannien 3.000 Pfund mehr. Sie bietet 20-Zoll-Räder, besondere Außenapplikationen, rote Nähte, eine eigene Polsterung, beheizbare Rücksitze und zusätzliche Lordosenunterstützung für den Beifahrer. Sie ist eine Design- und Ausstattungslinie und kein Ersatz für das eigenständige Performance-Modell Ioniq 6 N.

Batterie, Leistung und Schnellladen

Das europäische Hyundai-Pressekit nennt Batterien mit 63 und 84 kWh sowie Hinterrad- und Allradantrieb. Die E-GMP-Plattform und das 800-Volt-System bleiben bestehen. Der Ioniq 6 Long Range mit Hinterradantrieb leistet 168 kW beziehungsweise 229 PS. Das Allradmodell mit zwei Motoren kommt auf 239 kW, 325 PS und 605 Nm.

Für 0 bis 100 km/h werden 7,4 Sekunden beim Long-Range-Heckantrieb und 5,1 Sekunden beim Allradantrieb genannt. An einem 350-kW-Lader soll sich die Batterie in rund 18 Minuten von 10 auf 80 Prozent bringen lassen. Die tatsächliche Ladezeit hängt von Batterietemperatur, Ladezustand und der verfügbaren Leistung ab.

Die maximale WLTP-Reichweite von 680 Kilometern gilt für eine konkrete Konfiguration. Größere Räder, Allradantrieb und weitere Ausstattungsmerkmale können den homologierten Wert verändern. Käufer sollten deshalb zwischen der Höchstangabe und der Reichweite des tatsächlich bestellten Fahrzeugs unterscheiden.

Das Facelift ist eine umfassende Überarbeitung, aber keine neue Generation. E-GMP, der flache Fahrzeugboden und die 800-Volt-Ladetechnik bleiben erhalten. Gleichzeitig verändert Hyundai das Design, die Bedienung, die Software und die Batterieauswahl. Für deutsche Kunden wird die offizielle Hyundai-Preisliste mit Lieferterminen und Ausstattung entscheidend sein.

Quellen