Rumäniens Förderprogramm Rabla Auto 2026 nimmt keine neuen Anträge von Privatpersonen mehr an. Der letzte offene Topf für förderfähige Verbrenner und Vollhybride war am 23. September 2026 um 19:19:11 Uhr ausgeschöpft. Als regulärer Endtermin war der 31. Dezember vorgesehen. Nach den offiziellen Regeln durfte jede Kategorie jedoch früher schließen, sobald ihr Budget vollständig reserviert war.

Rabla ist Rumäniens nationales Programm zur Erneuerung des Fahrzeugbestands. Ein Halter lässt ein altes Fahrzeug verschrotten und abmelden und nutzt anschließend einen Ökobonus für ein förderfähiges Neufahrzeug bei einem zugelassenen Händler. Die Umweltfondsverwaltung AFM weist ein Gesamtbudget von 300 Millionen Lei aus. Beim EZB-Referenzkurs vom 21. September von 5,2647 Lei je Euro entspricht das rund 57 Millionen Euro.

Die endgültigen Zahlen der AFM-Plattform

Die Töpfe für Motorräder und elektrifizierte Fahrzeuge waren bereits bei der Wiederöffnung am 25. August leer geworden. Die Motorrad-Kategorie hielt nur 3 Minuten und 59 Sekunden. Der Bereich „Motor ELECTRIC“ schloss nach 41 Minuten und 58 Sekunden. Der Topf für Verbrenner und Hybride blieb fast einen weiteren Monat geöffnet.

AFM-Kategorie Endgültiges Budget Anträge Schließung
Motor TERMIC 190,082 Mio. Lei, rund 36,1 Mio. Euro 20.629 23. September, 19:19:11
Motor ELECTRIC 94,918 Mio. Lei, rund 18 Mio. Euro 7.874 25. August, 10:41:58
Motorräder 15 Mio. Lei, rund 2,85 Mio. Euro 1.550 25. August, 10:03:59

Zusammen zeigt das System 30.053 eingereichte Vorgänge. Das sind weder 30.053 bereits ausgelieferte Fahrzeuge noch ebenso viele endgültig bewilligte Zuschüsse. Gezählt werden registrierte Anträge. Unterlagen und Förderfähigkeit müssen geprüft werden; danach müssen Verschrottung, Abmeldung und Kauf fristgerecht abgeschlossen werden.

Was die Schließung für vorhandene Anträge bedeutet

Die Ausschöpfung verhindert, dass ein neuer Antragsteller Mittel reserviert. Einen bereits registrierten Vorgang hebt sie nicht automatisch auf. Umgekehrt ist eine Registrierungsnummer noch keine endgültige Bewilligung und keine Auszahlungsgarantie.

In einer offiziellen Mitteilung vom 14. August erklärte die AFM, dass eine Person nach Erhalt des Status „zur Finanzierung zugelassener Begünstigter“ 60 Tage Zeit hat, das Altfahrzeug zu verschrotten und abzumelden, die Nachweise hochzuladen und das Abmeldedatum einzutragen. Antragsteller sollten deshalb Status und Fristen im eigenen AFM-Konto verfolgen.

Für unvollständige, zurückgezogene oder abgelehnte Vorgänge reservierte Beträge könnten später wieder frei werden. Das öffnet das Programm nicht automatisch. Eine weitere Runde, Umschichtung oder Aufstockung setzt eine neue offizielle Bekanntmachung voraus und darf nicht allein wegen möglicher Ausfälle erwartet werden.

Höhe der Fördergutscheine

Der höchste Zuschuss betrug 18.500 Lei, etwa 3.514 Euro, für ein Batterie-Elektroauto oder ein Wasserstoff-Brennstoffzellenfahrzeug. Ein Plug-in-Hybrid oder Elektromotorrad erhielt 15.000 Lei, rund 2.849 Euro. Für einen Vollhybrid waren 12.000 Lei, rund 2.279 Euro, vorgesehen. Ein förderfähiger Verbrenner einschließlich LPG oder CNG beziehungsweise ein Motorrad erhielt 10.000 Lei, rund 1.899 Euro.

Die Eurobeträge sind unverbindliche Umrechnungen mit dem genannten EZB-Kurs; rechtsverbindlich sind die in Lei festgelegten Werte. Dieselfahrzeuge waren ausgeschlossen. Der Gutschein war kein frei verfügbares Bargeld, sondern wurde nach Erfüllung der Verschrottungsbedingungen über einen validierten Hersteller oder Händler in den Kauf eingebunden.

Die Verteilung änderte sich nach dem Start

Die AFM-Startmitteilung vom Juli teilte die 300 Millionen Lei zunächst in 165 Millionen für Verbrenner und Hybride, 120 Millionen für Plug-in-Hybride, Elektro- und Wasserstoffautos sowie 15 Millionen für Motorräder. Die abschließende Live-Tabelle zeigt dagegen 190,082 Millionen für „Motor TERMIC“, 94,918 Millionen für „Motor ELECTRIC“ und unverändert 15 Millionen für Motorräder.

Rechnerisch wurden 25,082 Millionen Lei zwischen den ersten beiden Töpfen verschoben, während die Gesamtsumme gleich blieb. Die offiziellen Seiten belegen Anfangs- und Endwerte. Sie liefern aber keine Grundlage für das Versprechen einer weiteren Aufstockung.

Die geplante Herkunftsregel wurde verschoben

Das rumänische Umweltministerium hatte im Juni eine Regel konsultiert, nach der nur Fahrzeuge aus EU, EWR, Vereinigtem Königreich, Schweiz, Türkei oder Marokko gefördert werden sollten. Am 7. Juli verschob das Ministerium dieses geografische Kriterium ausdrücklich und kündigte für 2026 Bedingungen an, die dem Privatkundenprogramm von 2025 ähneln.

Die im Entwurf genannte Länderliste wurde somit nicht zur Zulassungsregel dieser Runde. Das Ministerium will den Ansatz für das folgende Jahr weiterverfolgen. Für die Marktbewertung ist die Trennung wichtig: Ein Konsultationsentwurf ist nicht mit den tatsächlich angewandten Förderbedingungen gleichzusetzen.

Praktische Folgen für Käufer

Wer Mittel reserviert hat, sollte vier Punkte getrennt prüfen: den AFM-Status, die Verfahrensfrist, die Zulassung des Händlers und die Verfügbarkeit der exakten Modellversion. Auch der Kaufvertrag ist eigenständig zu lesen. Anzahlung, Lieferung und Erstattung sind Geschäftsbedingungen zwischen Käufer und Händler; der Ökobonus hängt vom staatlichen Verfahren ab.

Wer keine Reservierung erhielt, sollte den Kaufpreis ohne Rabla berechnen. Werbung kann weiterhin einen „Rabla-Preis“ nennen. Dahinter kann jedoch ein nicht mehr reservierbarer Staatszuschuss, ein Händlerrabatt oder eine Kombination stecken. Das schriftliche Angebot sollte die Bestandteile ausweisen.

Ein Auto in Erwartung einer nicht angekündigten Wiederöffnung zu verschrotten oder eine nicht erstattungsfähige Anzahlung zu leisten, verlagert das Risiko auf den Kunden. Der verifizierte Stand lautet: Alle drei Privatkundentöpfe sind ausgeschöpft; bereits eingereichte Vorgänge durchlaufen weiter das Verwaltungsverfahren.

Bild: Rumänisches Ministerium für Umwelt, Gewässer und Wälder — Rabla-Veranstaltung bei Ford Otosan Craiova, 2024.

Quellen