Foto: Venuum Black, Bilder aus der Galerie des Motor1-Artikels.

Der spanische Tuner Venuum Black hat den Voltoro V1 vorgestellt, eine optische Umgestaltung auf Basis des Lamborghini Revuelto. Das Projekt erhält ein Widebody-Kit, eine neu gezeichnete Front, goldene Räder im Turbinenstil, einen festen Heckflügel und dunkle Innenraumdetails. Einen Preis für den Umbau nennt Venuum Black nicht. Mechanische Änderungen am Hybridantrieb wurden ebenfalls nicht angekündigt.

Die Basis ist Lamborghinis erster Serien-Supersportwagen mit V12-Motor und Plug-in-Hybridtechnik. Lamborghini nennt für das Gesamtsystem 1.015 CV, was ungefähr 1.001 hp entspricht. Nach den verfügbaren Informationen bleiben beim Voltoro V1 der frei saugende V12, drei Elektromotoren und das Achtgang-Doppelkupplungsgetriebe erhalten.

Detail der Voltoro-V1-Umgestaltung

Foto: Venuum Black, Bild aus der Galerie des Motor1-Artikels.

Eine breitere Karosserie

Die wichtigste Änderung ist das Widebody-Konzept. Die Kotflügel werden nach außen erweitert, wodurch der Revuelto optisch tiefer und breiter wirkt. Venuum Black verwendet eine fast vollständig schwarze Oberfläche, damit die neuen Karosserieflächen und die goldenen Details stärker auffallen. Das Projekt zielt auf die Optik und kündigt keine höhere Leistung oder bestimmte Rundenzeit an.

An der Front kommen ein größerer Splitter, Winglets und eine neu gestaltete Haube mit zusätzlichen Öffnungen hinzu. Dadurch wirkt die Nase aggressiver als beim Serienfahrzeug. Messwerte, die eine bessere Kühlung oder einen bestimmten aerodynamischen Vorteil belegen, hat der Tuner nicht veröffentlicht. Die Teile sollten deshalb als Karosserie- und Designänderungen bezeichnet werden, nicht als nachgewiesene Performance-Upgrades.

Ein Widebody-Umbau kann Gesamtbreite, Gewicht, Freigängigkeit der Räder und den Luftstrom an den Flanken verändern. Venuum Black veröffentlicht keine vollständigen Maße, keine Masse und keine aerodynamischen Messungen. Es lässt sich daher nicht sagen, dass der Voltoro V1 schneller, stabiler oder effizienter als ein serienmäßiger Revuelto ist.

Goldene Räder und ein fester Flügel

Die goldenen Räder mit Turbinenmuster bilden den stärksten Kontrast zur dunklen Karosserie. Durchmesser, Breite, Reifen und Radgewicht wurden nicht genannt. Diese Daten sind bei einem Fahrzeug mit dieser Leistung relevant, weil ungefederte Masse, Reifenmischung und Radbreite Lenkung, Bremsen und Komfort beeinflussen.

Der Voltoro V1 erhält außerdem einen festen Heckflügel, der auffälliger ist als die Lösungen des serienmäßigen Revuelto. Ein breiter Unterboden-Diffusor ergänzt das Heck. Venuum Black stellt Flügel und Diffusor als Beitrag zur Stabilität bei hohem Tempo dar, veröffentlicht aber weder Abtriebswerte noch Windkanaldaten oder Ergebnisse von Fahrversuchen auf einer Rennstrecke.

Für einen Besitzer, der den Umbau erwägt, ist diese fehlende Dokumentation wichtig. Ein festes Bauteil kann Geräusche, Sicht nach hinten und den Zugang zum Heck verändern. Bei einem Hybrid-Supersportwagen müssen neue Teile außerdem mit Luftführungen, Sensoren und dem Schutz der Hochvoltkomponenten zusammenpassen.

Der Hybridantrieb bleibt offenbar serienmäßig

Venuum Black hat keine Arbeiten an Motor oder Getriebe angekündigt. Der Revuelto nutzt einen frei saugenden 6,5-Liter-V12, drei Elektromotoren und ein Achtgang-Doppelkupplungsgetriebe. Lamborghini gibt 1.015 CV, 0–100 km/h in 2,5 Sekunden und eine Höchstgeschwindigkeit von 350 km/h an. Das sind offizielle Werte des Revuelto und keine Messungen von Carboratory am Voltoro V1.

Wenn Software, Kühlung, Batterie, Elektromotoren und Getriebe unverändert bleiben, sollte die angegebene Leistung gleich bleiben. Die zusätzliche Karosserie, Räder, Reifen und der Luftwiderstand können das tatsächliche Verhalten trotzdem verändern. Ein öffentlicher Test der Umrüstung, der Beschleunigung, Bremsen, Höchstgeschwindigkeit oder Stabilität bestätigt, liegt nicht vor.

Auch die Garantie ist nicht geklärt. Lamborghini führt den Voltoro V1 nicht als offizielle Sonderserie, und Venuum Black veröffentlicht keine vollständigen Bedingungen für die zusätzlichen Teile oder das Hybridsystem. Zulassung und Versicherung können außerdem von der finalen Breite und den Regeln des Landes abhängen.

Ein dunkler Innenraum

Venuum Black setzt das dunkle Thema im Innenraum fort. Die Bilder zeigen die gestalterische Richtung, aber keine vollständige Liste der Materialien, Nähte, Verkleidungen oder ersetzten Komponenten. Unklar ist, ob die Arbeiten auf Polster und Dekore beschränkt bleiben oder auch Sitze, Bedienelemente und sicherheitsrelevante Bauteile betreffen.

Der Revuelto ist ein komplexes HPEV mit Batterie, drei Elektromotoren und eigenen Steuerungssystemen. Neue Bezüge sind nicht mit einer Änderung der elektrischen Architektur gleichzusetzen. Ohne technische Dokumentation darf man dem Voltoro V1 keine neue Software, andere Batterie, geänderte Kühlung oder neue Antriebskalibrierung zuschreiben.

Keine offizielle Lamborghini-Version

Der Voltoro V1 ist ein Umbau von Venuum Black auf Basis von Revuelto-Fahrzeugen. Er ist keine von Automobili Lamborghini angekündigte Sonderedition und besitzt kein Werksdatenblatt des italienischen Herstellers. Das betrifft Preis, Garantie, Service, Wiederverkaufswert und die Verantwortung für die Änderungen.

Venuum Black hat weder die Kosten des Umbaus noch die geplante Stückzahl bekannt gegeben. Der Endpreis würde vom Bodykit, Lack oder Folierung, den Rädern, dem Innenraum und dem Montageort abhängen. Jede Summe ohne offizielles Angebot wäre spekulativ.

Das Projekt zeigt, wie stark sich das Erscheinungsbild eines Supersportwagens ohne eine angekündigte Leistungssteigerung verändern lässt. Für einen Interessenten bleiben Kosten, Zulassung, Kompatibilität mit dem Hybridsystem und Garantie die entscheidenden Fragen. Bis weitere Informationen erscheinen, ist der Voltoro V1 als individuelle optische Umgestaltung zu verstehen, nicht als schnellerer oder werksseitiger Lamborghini Revuelto.

Quellen